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Archivische Beschreibung
Radiogeschichtswerkstatt
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NEW-Magazin Teil II.
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NEW Team
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Wir haben widerstanden - Essener Frauen im Antifaschistischen Widerstand
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Wir haben widerstanden - Else Bramsfeld
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Herz aus Stahl, Theaterstück über Skins, Hools und Rechtsradikale, MZR 1993, 20 Min.
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Wir haben Widerstanden, MZR 1987, 38 Minuten Veresion
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Wir halten uns raus Dokumentation, des Stahlarbeiterstreiks 1979 in Oberhausen (TBC-Kopie Mutterband), ca. 50 Min. Schwarz/weiß, Videowerkstatt Oberhausen 1979
Wir halten uns raus Dokumentation, des Stahlarbeiterstreiks 1979 in Oberhausen (TBC-Kopie Mutterband), ca. 50 Min. Schwarz/weiß, Videowerkstatt Oberhausen 1979
Bottroper Frauen AKS Teil2
Bottroper Frauen AKS Teil2
Essen Interaktiv, Passiert, Essen Kontrovers- Muss die Pflege in die Pflege (live on tape)
Essen Interaktiv, Passiert, Essen Kontrovers- Muss die Pflege in die Pflege (live on tape)
Knackpunkt
Knackpunkt
Lichter der Großstadt, Großstadtgeschichten.
Geschichten aus der Stadtgeschichte, eine Sendung der neuen Essener Welle auf dieser Frequenz, immer 14-tägig.
In unserer Reihe Dr. Ernst Schmidt erzählt, setzen wir unsere Sendungen zum Thema kirchlicher Widerstand in Essen in der Zeit des Nationalsozialismus fort.
Dr. Ernst Schmidt, der bekannte Essener Lokalhistoriker und Mitarbeiter des Roland Museums, erzählt über Widerstand der Kirchen in Essen.
das Ernst Moritz-Arndt-Haus in der Julienstraße 39 und das Pfarrhaus in der Reginenstraße 47.
Obgleich im Reich die dem NS-Regime ergebene Glaubensbewegung deutsche Christen dominierte, war das in Essen anders.
Hier gehörte die Mehrheit der Gemeinden zur bekennenden Kirche um Martin Niemöller.
Repräsentant war der Rüttenscheider Pfarrer Heinrich Held.
Sein Pfarrhaus in der Reginenstraße 47
und das Ernst Moritz Arndt Haus in der Julienstraße 39 nur durch einen Garten getrennt, waren während des NS-Regimes Leuchttürme des evangelischen Kirchenkampfes.
Heinrich Held, Mitglied des rheinischen und altpreußischen Bruderrates,
Mehrfach von der Gestapo verhört und festgenommen, leitete die in seiner Wohnung untergebrachte Geschäftsstelle der evangelischen Bekenntnis-Synode im Rheinland.
Zunächst unter dem Titel, Briefe zur Lage, später dann mit an alle Pfarrer, Ältesten und Gemeindemitglieder der bekennenden Kirche überschrieben, erschien hier jene Publikation, die auf grünem Papier gedruckt,
sehr bald die Bezeichnung Grüne Briefe erhielt.
Verfasser der Briefreihe war Heinrich Held.
Er und seine Mitarbeiter verschickten von Essen aus auch zahlreiche Informationen, Traktate und Broschüren
an Empfänger im Rhein-Ruhr-Gebiet.
Dazu gehörten auch die Fürbittelisten mit den Namen derer, die um ihres Glaubenswillen von den Nazis verfolgt, gemassregelt oder inhaftiert wurden.
Seit 1989 erinnert eine auf Beschluss des Rates der Stadt Essen am Ernst Moritz Arndt Haus in der Julienstraße 39 angebrachte Hinweistafel an die Zentrale der bekennenden Kirche in unserer Stadt.
Und das ist das Beste.
Das Wohnhaus Heinemann Schinkelstraße 34.
Hier wohnte vom 1.
Oktober 1936 bis zu seinem Tode am 7.
Juli 1978 Dr. Dr. Gustav Heinemann.
Neben den Pfarrern Heinrich Held, Johannes Böttcher, Wilhelm Busch, Friedrich Gräber und vielen anderen zählte er während des evangelischen Kirchenkampfes in Essen zu den Aktiven der bekennenden Kirche.
Als Laie gehörte er dem rheinischen Bruderrat und der ersten Bekenntnis-Synode der Deutschen Evangelischen Kirche in Barmen an.
Um eine Beschlachtnahme der von Pfarrer Heinrich Held herausgegebenen grünen Briefe der Bekenntnis-Synode im Rheinland zu erschweren, wurden diese oftmals im Keller der Wohnung von Dr. Dr. Heinemann versandfertig gemacht.
Hier stand auch ein Abziehapparat für kleinere Drucksachen.
Nach dem Ende der NS-Diktatur im Jahre 1945 wählte man auf der Kirchenversammlung in Treiser Dr. Dr. Heinemann als Vertreter der Laien in den Rat der Evangelischen Kirche.
Als Mitglied der CDU war er vom 30.
Oktober 1946
bis zum 19.
Oktober 1949 Essens Oberbürgermeister.
Danach berief man ihn am 20.
September 1949 als Bundesminister des Innern in das erste Kabinett Adenauer.
Schon ein Jahr später, am 11.
Oktober 1950, trat er zurück, weil Adenauer ohne Wissen des Kabinetts den Westmächten einen Wehrbeitrag angeboten hatte.
Im November 1952 verließ er die CDU und gründete die Gesamtdeutsche Volkspartei, die sich allerdings 1957 wieder auflöste.
Fortan gehörte er der SPD an.
war in den Jahren 1966 bis 1969 Bundesjustizminister und vom 1.
Juli 1969 bis zum 30.
Juni 1974 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
Auf Beschluss des Rates der Stadt Essen wurde 1989 am ehemaligen Wohnhaus der Familie Heinemann in der Schinkelstraße 34 eine Hinweistafel aufgestellt.
Das war's für heute.
Bis bald.
Der Kartoffelkeller in der Hafenstraße 25 Während des Kirchenkampfes in der NS-Zeit zählte Pfarrer Wilhelm Viehbahn von der evangelischen Kirchengemeinde Berge-Borbeck zu den Aktivisten der Glaubensbewegung Deutsche Christen.
In einem am 11.
Februar 1935 verfassten Bericht der NSDAP Ortsgruppe Berge-Borbeck, Germania Straße 40,
Schrieb man über ihn, Farof Jiban trat 1932 in die Partei ein, nachdem er sich schon vorher öffentlich zu uns bekannt hatte.
Er ist deutscher Christ und beteiligte sich bis Ende 1934 über das taktisch kluge Maß hinaus am Kirchenstreit.
Diese Charakteristik erklärt, warum Wilhelm Viehbahn der Bekenntnisgemeinde nicht gestattete, in der Fahrkirche Bottropper Straße 295 eigene Gottesdienste abzuhalten.
Nach anfänglichem Asyl bei der evangelischen Missionsgesellschaft Bottropper Straße 276
benutzte sie dazu ein ehemaliges Kartoffellager im Hinterhof des Hauses Hafenstraße 25.
Ein überlieferter Artikel beschreibt den Ort wie folgt.
Durchschreitet man das Tor, so gelangt man auf einen wenig einladenden Hof, auf dessen rechter Seite sich eine kurze Treppe befindet, die zu einem kleinen Saale führt.
Man sieht es diesem Gebäude schon von außen an, dass sein ursprünglicher Bestimmungszweck ein anderer gewesen ist als der, dem es heute dienen darf.
Bis zu seiner neuen Bestimmung war nämlich in ihm ein Kartoffellager untergebracht.
Als aber die Berge-Borbecker Bekenntnisgemeinde ihre Entscheidung getroffen und sich zu einer eigenen Gemeinde zusammengeschlossen hatte, da ging sie mit frischem Mut daran, aus diesem ehemaligen Kartoffellager
einen würdigen Kirchenraum zu gestalten.
Von welchem Eifer und Opfergeist die Glieder der Bergeborbecker Bekenntnisgemeinde beseelt waren, das bezeugt die Tatsache, dass die Männer, nachdem sie in den Bergwerken ihren schweren, gefahrvollen Beruf erfüllt hatten, in ihren freien Stunden eigenhändig an die schwierige Umgestaltung und Ausschmückung des Lagers herangingen.
Zuerst mussten Fenster gebrochen werden, damit Licht und Luft in den dunklen Raum hinein gelangen konnte.
Als dann mussten die Wände gekälkt und Decke und Boden hergestellt werden.
Als der Raum so weit hergerichtet war, galt es Stühle und Bänke zu beschaffen.
Die billigsten Stühle, die bereits in den Wirtshäusern abgestellt waren, wurden zu geringen Preisen gekauft.
Die Bänke stellten die Männer selbst her.
Ein kleiner Ofen vermag den kleinen Saal vollauf zu erwärmen.
Hilfreiche Freunde seuchten dafür, dass die arme Kirchengemeinde unter Kohlenmangel nicht zu leiden braucht.
Soweit der Bericht über den Kartoffelkeller.
Essensjugendfahrer Wilhelm Busch, ebenfalls der bekennenden Kirche zugehörig, leistete tatkräftige Hilfe.
Da die Gemeinde stark zunahm, wurde hier ab 1.
Oktober 1936 eine Hilfsbredigerstelle eingerichtet.
Das war es auch schon fast wieder, die neue Essener Welle mit ihrer 14-tägigen Geschichtssendung aus der Geschichte der Stadt Essen.
Dr. Ernst Schmidt, der Essener Lokalhistoriker, erzählt.
Aber keine Angst, es geht weiter in 14 Tagen.
Wird auch weiterhin unser Thema sein, der Kampf der Kirchen gegen die Nationalsozialisten.
Da wird es gehen unter anderem um Pater Unterberg, um Pfarrer Kräuse,
Es wurde mit dem alten Borbäcker Markt berichtet und die letzte Geschichte, die Dr. Ernst Schmidt erzählen wird, handelt um das KZ-Außenlager Schwarze Poth.
Was bleibt, sind noch einige Hinweise auf andere Sendungen der neuen Essen der Welle hier auf dieser Frequenz.
Hören Sie doch mal rein, Dienstagabend, 18.30 Uhr, Entschuldigung, 18.30 Uhr, das NEW-Magazin, aktuelle, kulturelle und politische Beiträge, jenseits des Mainstreams, wie man so schön sagt, also etwas ausgefallenere Musik und Informationen.
Und dann Mittwoch, jeden Mittwoch um 9.30 Uhr, die aktuelle Themensendung der neuen Esnavelle, Knackpunkt, jeden Mittwoch um 9.30 Uhr.
Also hören Sie mal rein.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und noch einige Klänge jetzt von Baden-Powell, der die heutige Sendung musikalisch umrahmte.
... Musik ...
Ja, ja.
Lichter der Großstadt
Knackpunkt, worüber man in der Stadt spricht.
Die aktuelle Themensendung der neuen SNR-Welle auf 102,2 MHz.
Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer des Knackpunktes.
Es geht weiter mit unserer Berichterstattung zum alltäglichen Rassismus in Deutschland.
Ausgelöst von den Übergriffen in Rostock berichten wir seit Wochen jeden Mittwochmorgen von 39 bis 10 Uhr über das, was sich im Land zum Thema Rassismus tut.
Wir haben in der letzten Sendung die Hörermeinungen unterschlagen, das wollen wir heute nachholen.
Zunächst hören wir eine Meinung zum Fall Bari, zum Fall der libanesischen Familie, die aus Ostdeutschland wieder zurück nach Essen gekommen ist, aber hier keine Sozialhilfe bekommt.
Dazu zunächst die Meinung einer Hörerin, anschließend weitere Anrufe zur
vor vorletzten Sendung, muss man jetzt schon sagen.
Also wir unterschlagen nichts.
Ihre Meinung heute im Knackpunkt im zweiten Teil der Sendung und dann eine Studiediskussion zum Thema Asylrechtsänderung.
Ja oder nein?
Die Haltung der SPD wird heiß diskutiert.
Das wollen wir in der zweiten Sendehälfte berichten.
Doch zunächst Ihre Meinung.
Ja, mein Name ist Bärbel Krucius.
Ich bin Justizangestellte.
Und ich bin der Meinung, kein Bürger kann es eigentlich vor seinem Gewissen verantworten, diese Familie wieder dort zurückzuschicken, nachdem was dort passiert ist.
Ich denke, dass die Familie in Essen bleiben könnte.
Man könnte also versuchen, die Familie unterzubringen und vielleicht auch versuchen, dem Mann irgendwie eine Arbeitsstelle zu besorgen.
Denn ich denke, es werden so viele Sachen angeboten,
bei der Volkshochschule, Deutschkurse und so weiter.
Und es könnten sich doch Unternehmer finden, die dem vielleicht eine Arbeitsstelle anbieten könnten.
Dürfte doch eigentlich nicht so schwierig sein.
Also ich bin der Meinung, dass man das einfach nicht verantworten kann, diese Familie wieder dorthin zurückzuschicken.
Jetzt argumentiert die Stadt damit der Herber, der Sozialdezernent, der uns dann noch seine Meinung zugesagt hat, dass wenn man in einem solchen Einzelfall sozusagen nachgibt, dass dann ganz viele Menschen, die Angst haben vor den Übergriffen in Ostdeutschland, zurückkommen hier nach Essen.
Diese Gefahr besteht sicherlich, aber ich denke, gerade in solchen Fällen muss man immer den Einzelfall sehen.
Man kann solche Sachen nicht pauschalieren.
Also Sie würden dann doch gucken, wie sieht es konkret aus?
Ich würde das auf den Einzelfall abstellen.
Und Sie halten in diesem Fall die Argumente für genug begründet, dass die Familie Bari hier in Essen ist.
Aber selbstverständlich.
Ich meine, es sind doch nicht die Rechtsextremisten, wie so schön gesagt jetzt, wie es von allen Medien und
Politikern denen zugeschoben wird, sondern es sind nur junge Leute, die sich eben dafür hergeben, die sich dafür zu berufen fühlen, um da zu protestieren.
Das hat es schon immer gegeben, junge Studenten haben schon vor dem Jahrhundert, haben die schon, sind die auf der Straße gezogen und haben da ihre Meinung geäußert.
Und in Wirklichkeit ist es aber der brave deutsche Bürger, dem schon lange der Geduldsfaden reißt, dass er ewig den deutschen Michel spielen soll und dauernd mehr Kulpa rufen soll und wird geschrien,
was der Deutsche alles für Schandtaten verbracht hat.
Genauso gut waren es aber die anderen auch, ob das vor dem Krieg oder während des Krieges oder nach dem Krieg war.
Also man schäbt sich fast, Deutscher zu sein, weil
dauernd eben darauf rumgejagt wird und die Deutschen sagen, ja wir sind diejenigen und man versucht uns das einzuimpfen, dass wir die bösen Buben sind in allen Sachen, ob es politisch ist oder ob es jetzt um die Flüchtlinge geht, von allen Seiten wird jetzt den Deutschen das zugeschoben.
Naja gut, also ich meine, dass die Nachbarvölker da ein bisschen misstrauisch sind angesichts der beiden Weltkriege, die ja nicht unmaßgeblich von Deutschland ausgegangen sind, das ist ja vielleicht verständlich, oder?
jetzt, möchte ich sagen, eine Rolle für das vereinte Europa.
Und es ist ja nicht so, Gott sei Dank erkennen andere Länder jetzt Deutschland auch an, dass sie eben bemüht sind der Vereinigung und die wissen auch alle, dass Deutschland nicht der böse Buh, aber die Politiker eines einzelnen
Die versuchen, den deutschen Bürger einzutrichten, dass wir nach 50 Jahren immer noch
sagen müssen wir werden anhand von ja ich war mal auf der part von von amerika nach kanada ja und da wurden wir an der grenze von amerika nach kanada wurden da wurde wurden mir löcher in den bauch gebracht ja von wo ich herkomme was ich wolle und so weiter und was ich mein was mein beruf ist und wie ob ich meine existenz hatte belang nicht bleiben wolle und bis ich schließlich wütend sagt also i just come
dass sie Angst haben und schon an der Grenze jeden abweisen, der vielleicht nicht als Tourist kommt, sondern vielleicht im Lande bleiben will.
Umgekehrt von Kanada nach Amerika war das das gleiche.
Also das habe ich noch an keiner anderen Grenze erlebt als die gerade da, aber die gehen da hin.
Warum ist denn zum Beispiel die
Die haben doch auch Ausländer und so weiter und die sagen aber von vornherein, also für bestimmte Zeit nicht, also manchmal fünf Jahre oder drei Jahre oder fünf Jahre und das kann man ja im Bedarfsfall auch verlängern, aber man soll doch nicht alles mit offenen Armen empfangen.
Soll das Asylrecht geändert werden oder nicht?
Diese Frage muss sich die SPD im November auf einem Parteitag stellen.
Diese Frage stellen wir uns heute in der Sendung, im zweiten Teil der Sendung im Gespräch mit Studiogästen und Ihre Meinung ist gefragt, sowohl zu den Meinungsäußerungen der anderen Hörerinnen und Hörer, die Sie hier über diese Welle hören können, aber auch zum Thema Soll das Asylrecht geändert werden oder nicht?
Was würden Sie der SPD empfehlen, wenn es darauf ankäme?
In peace and harmony.
Instead of him, we sing and fight.
Ja, unsere Telefonnummer ist natürlich wichtig.
Sie können uns anrufen, sofort unter der Nummer 8344430.
Noch einmal das Thema Sonderparteitag der SPD zum Thema Asylrecht.
Grundgesetzänderung Ja oder Nein?
Die Frage an Sie?
Rufen Sie uns an, Telefonnummer 8344430.
Ich denke, dass das Problem gar nicht der Flüchtlinge oder was auch immer ist.
Ich denke, dass das eigentliche Problem die riesengroße Arbeitslosigkeit ist, die totale Unzufriedenheit und dass es so viele, leider so viele Jugendliche gibt, die gar nicht arbeiten wollen, die herrlich und in Freude leben vom Sozialamt oder von wem auch immer und sagen, was will ich mehr?
Am ganzen Tag frei, hab mein Auskommen und that is it.
Und die haben einfach Angst, wenn jetzt viele fremde Leute ins Land kommen, dass es ihnen dann nicht mehr so gut geht ohne Arbeit.
Frau Schwandt, glauben Sie wirklich, dass man von Sozialhilfe herrlich und in Freuden leben kann?
Also wir haben einige Bekannte, die das machen, denn die meisten, die Sozialhilfe empfangen, die gehen nämlich schwarz arbeiten und die leben herrlich und in Freuden.
Glauben Sie es mir.
Sonst würde ich das nicht sagen.
Ja, wenn man schwarz arbeitet, dann mag es ja noch angehen, aber ich meine... Und da gibt es nicht nur einen, da gibt es Hunderte oder Tausende, die das machen.
Und da ist eben das Geld von dem Vaterstaat fehlt.
Und wenn wir dieses Problem nicht mehr hätten, mit der wahnsinnigen Arbeitslosigkeit, die ja fast überanimmt, will ich mal sagen, dann wäre das andere, das wäre ganz am Rande, das wäre überhaupt kein Problem mehr.
Und ich glaube auch nicht, dass man Angst haben muss vor Ausländern.
Also das sehe ich eigentlich nicht so.
Ich meine, das gibt es in Deutschland, gibt es gute und böse und die gibt es in jedem Land.
Und das wäre auch komisch, wenn das anders wäre.
Ja nur, ich verstehe es nicht so ganz, weil wenn Sie sagen, die Leute wollen eigentlich ganz gerne offiziell arbeitslos sein, um dann schwarz arbeiten zu können, dann ist ja offensichtlich genug Arbeit da.
Also das scheint ja nicht das Problem zu sein, ne?
Ja sicher ist genug Arbeit da.
Wenn ich arbeiten will, ist mir doch egal, was ich mache.
Hauptsache ich habe Arbeit.
Auf dem Standpunkt stehe ich
Ja, dann brauchen wir aber doch keine Angst haben vor Ausländern, die dann auch Arbeit suchen.
Also die Industrie, ich sag mal nun Beispiel, die Industrie sagt ja immer, wir brauchen ja eigentlich mindestens jedes Jahr 200 bis 300.000 Arbeitsimmigranten, damit wir überhaupt die Arbeit bewältigen können.
Ja, das ist richtig.
Nur die, die nicht arbeiten wollen.
Verstehen Sie das richtig?
Nicht die arbeiten wollen und vielleicht aufgrund des Alters oder
aufgrund von Behinderungen irgendwelchen Grades keine Arbeit bekommen.
Das ist ein Unterschied.
Das teile ich also.
Aber es gibt ja so viele, die gar nicht arbeiten wollen.
Ja, nur die müssten ja eigentlich keine Angst haben vor Flüchtlingen, die arbeiten wollen.
Also, wenn ich arbeiten will, der braucht doch keine Konkurrenz zu fürchten.
Ja, doch.
Das könnte sich ja im ganzen Regime was ändern.
Es könnte doch sein, wenn jetzt viele Leute aus dem Ausland kommen und die arbeiten wollen oder arbeiten, dass die sozialen Leistungen in Deutschland sich ganz krass ändern.
Es war ja natürlich das Argument gegen die Flüchtlinge oft, dass die auch hier hinkommen und nicht arbeiten wollen und auf unsere Kosten leben.
Also mein Ahnung ist auch eher, viele der Flüchtlinge wollen durchaus hier arbeiten, wollen hier auch ihr Geld verdienen, sondern die dürfen das erst mal gar nicht, nicht offiziell zumindest.
Tatsächlich also auch, genau wie Sie.
Denn gucken Sie mal, was wären wir gewesen, wenn vor Jahren, wenn wir nicht die, weiß ich nicht, Türken oder wen auch immer gehabt hätten, die uns die Mülleimer leer gemacht hätten.
Das will doch kein Deutscher, das will doch mehr die Mülleimer leer machen.
Dafür nehmen Sie doch die Ausländer.
Dafür sind die doch gut genug.
Und deswegen finde ich das unverschämt, wenn da
auch wie jetzt die Asylantenheime, wie die angezündet werden.
Da habe ich absolut kein Verständnis für.
Es gibt ja auch eine Regelung, dass Asylbewerber erst dann offiziell eine Arbeit bekommen dürfen, wenn die Arbeit von jedem Deutschen abgedehnt worden ist.
Also das Arbeitsamt vermittelt erst Asylbewerber in Arbeit, wenn kein Deutscher diese Arbeit haben will.
Da hat man ja wieder diese alte Sache, dass sozusagen die Drecksarbeit dann von Ausländern gemacht wird.
Ja, das ist immer so und das wird auch immer so bleiben.
Und dann sagen die Deutschen nämlich wieder, dafür sind die ja gut genug.
Denn das wollte ich doch nicht machen.
Da beißt sich der Hund doch in den Schwanz.
Das geht doch irgendwo nicht.
Und die Politiker, will ich Ihnen ganz ehrlich sagen, meine persönliche Meinung ist, die machen viel Wind um nichts.
Die reden, wie ich die Köpfe heiße und entscheiden tun sie im Grunde nichts.
Hauptsache, man geht ihnen nicht an die Groschen.
Und sie kriegen ihre Diäten und weiß der Henker was.
Da habe ich auch kein Verständnis für.
Vom kleinen Mann wollen sie die steuern.
Hier steuern, da steuern, die Benzin wird erhöht.
Alles muss der kleine Mann bezahlen.
Die Politiker, die mit ihren 50.000 Mark im Monat, denen tut das doch nicht weh.
Die brauchen doch keine Abstriche machen.
Viele Menschen sind unzufrieden mit diesem Missverhältnis, dass den Reichen sozusagen noch mehr gegeben wird und den Kleinen das Geld weggenommen wird.
Das macht viel Unzufriedenheit aus.
Ja.
Ein Sonderparteitag der SPD wird die Entscheidung bringen, ob der Grundgesetz § 16 zum Asylrecht geändert wird oder nicht.
Wenn Sie Delegierter des SPD-Parteitages wären, wie würden Sie entscheiden?
Würden Sie den § 16 ändern, das Asylrecht einschränken?
oder die jetzige Formulierung beibehalten.
Politisch Verfolgte genießen das Grundrecht auf Asyl, das ist die Frage.
Die Antwort bitte jetzt an uns, 8344430.
Hufen Sie uns an, wir sitzen hier und warten auf Ihren Anruf.
8344430, die Telefonnummer der neuen Esnavelle.
Wir haben aber noch eine zweite Frage.
In der letzten Sendung berichteten afrikanische Studiegäste über ihre Einschätzung zur Situation in Afrika, zur wirtschaftlichen politischen Situation und der Informationspolitik, die hier zum afrikanischen Kontinent gemacht wird.
Daran knüpfen wir unsere Frage an.
Fühlen Sie sich über Afrika genügend informiert oder nicht?
Noch einmal, wie fühlen Sie sich über Afrika informiert?
Gut oder weniger gut?
Auch hier die gleiche Telefonnummer 8344430.
Bitte rufen Sie auch zu dieser Frage ab sofort an.
Ich wollte Ihnen auch meine Meinung zu der Frage, ob die Angst jetzt in der Bundesrepublik größer ist als in den Nachbarländern wie Frankreich und Holland.
Da muss ich sagen, das sieht man auch tagtäglich in Medien zurzeit, dass die Franzosen und die Spanier, die schon selber zur IG gehören, selber Angst vor dieser großen Macht haben.
Da kann man uns dann fragen als Flüchtlinge, die hier leben in Deutschland, welche Angst wir hier haben.
Und noch was wollte ich grundsätzlich sagen, dass das für die wirtschaftliche Niere was zurzeit herrscht.
Da sind die Flüchtlinge und die Asylbewerber überhaupt nicht zuständig.
Das sieht man ja auch, dass jetzt in Jugoslawien über einem Jahr der Krieg läuft und das ist ein Nachbarland in Europa und dass die europäischen Länder nicht selber in der Lage sind, einen Ausweg zu finden.
Da frage ich mich mal, was steckt wirklich im Hintergrund?
Ich denke, dass es jetzt, wenn es so weitergeht, dass die jetzt in Spanien, Italien die ganze wirtschaftliche Sturz geben würde, dass heute irgendwann mal wird es auch hier irgendwie einen Krieg ausbrechen, wo wir als Asylbewerber und Flüchtlinge nur als Mittel zum Zweck benutzt werden.
Und dann frage ich wirklich die Politiker, dass sie sich sogar bei den Neonazisten entschuldigen, dass sie sich bis jetzt keine Gedanken gemacht haben über das Grundgesetz Artikel 16.
Und da möchte ich wirklich von denen eine direkte Aussage hören.
Die ganzen Debatten, was jetzt im Bornen laufen und stundenlange Diskussionen, das bringt nichts.
Man muss handeln.
Welche Vorschläge hätten Sie ganz konkret?
Was müssten die Politiker tun?
direkt und mit Pressekonferenzen äußern und sagen, das ist nicht unsere Richtung und wir verbieten das in dem Sinne, dass halt diese, die reden immer von einer neuen Weltordnung, Menschenrechtsverletzung, was weiß ich, in Afrika und Indien, wo überall, aber in dem eigenen Lande nicht.
Der neue Vorsitzende des Zentralkomitees der Juden in Deutschland, Bubis, hat gesagt, er glaubt, wenn jetzt Kohl und andere, die ja jetzt auch in Sachsenhausen waren, wo der Anschlag war auf das ehemalige Konzentrationslager, wenn die jetzt zu einer Demonstration aufrufen würden, ähnlich wie es Mitterrand vor Jahresfrist gemacht hat in Frankreich, wo eine Million Menschen auf die Straße gingen gegen antisemitische Übergriffe, glaubt Bubis, also der Vertreter der Juden in Deutschland, dass hier kaum Leute auf die Straße gingen.
Wie sehen Sie das?
Ich würde sagen, dass überhaupt keiner da hingeht, da würden aber eine geringe Zahl hingehen, weil ich habe es auch in letzter Zeit gemerkt, was man potenziell überhaupt innerhalb der Bevölkerung sich versteckt mit diesem Fremdenhasen.
Das haben Sie in letzter Zeit gemerkt, Sie leben schon länger in Deutschland?
Ja, ich lebe schon seit sieben Jahren hier.
Ich meine, die Jungen, die Molotov-Kopter in die Hand nehmen, manchmal habe ich vor denen überhaupt keine Angst.
Ich habe vor diesen Potenzialangst, die irgendwie zur Seite stehen und lächeln und innerlich dazu klatschen.
Und wenn wirklich irgendwann mal diese Potenzial hochkommt, da kann man das nichts mehr ändern.
Ja, düstere Prognosen, kein optimistischer Ausblick.
Vielleicht noch eine Frage.
Aus welchem Land kommen Sie ursprünglich?
Ich komme aus dem Iran.
Und ich habe diesen zehnjährigen Iran-Irakischen Krieg auch teilweise miterlebt.
Und ich weiß, dass es an diesen Elend sind ja auch die Länder schuldig, die ihre Waffen dahingeschickt haben.
Sonst sind unsere Länder nicht in der Lage, so was zu produzieren.
mindestens 700.000 bis 1.000.000 Menschen in der Bundesrepublik allein leben und bestreiten ihre Lebensunterhalt von Waffenverkauf, wenn man Herstellung, Vertrieb etc.
in Betracht sieht.
Ich habe nichts dagegen, wenn die Bundesrepublik oder die Reiche Länder Waffen herstellen, aber diese gefährlichen Waffen an
Unberechenbare Diktatoren in armen Ländern zu verkaufen, das finde ich unchristlich und verwerflich.
Ein gutes Beispiel ist ja Somalia, wo ein Diktator lange Zeit herrschte, der Waffen bekommen hat, der hofiert worden ist.
Nicht zuletzt, wir erinnern uns hier in Deutschland, viele erinnern sich noch an Mogadischu, an die Auseinandersetzung mit den Terroristen, mit der Roten Armee-Fraktion und die Flugzeugentführung.
Im Anschluss an Mogadischu ist ja einiges nach an diesen Diktator in Somalia geflossen.
Und wir wissen, also mindestens der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland im Mogadisio muss wissen, was ist das für ein Mensch?
Was streibt er mit seinen Soldaten, seiner Regierung?
Dass man irgendwie so ein bisschen monieren hätte oder besänftigen gegenüber dieser armen und wehrlosen Bevölkerung.
Man hat einfach die Ohren und Augen zu nichts gehört, nichts gesehen.
Und weiter immer saftig unterstützen.
Besondere Waffen.
Und diese Leute haben Häuser in Europa.
Woher kommen diese ganzen Gelder?
Das heißt, als ich zur Schule ging, hatten meine Eltern gesagt, der weiße Mann gibt dir fünfmal mit der rechten Hand und will zehnmal mit der linken Hand zurückkriegen.
Das heißt, die reichen Länder investieren oder schicken Gelder nach Afrika oder in arme Länder.
Diese Gelder tun die Diktatorien wieder in Europa investieren oder die kaufen Schlösser und, und, und.
Ja, gucken Sie mal, in Afrika, in ganz Afrika, außer Südafrika, wo wird denn Waffen hergestellt?
Waffenfabrik gibt es nicht.
Aber da wird am meisten geschossen.
Also die Waffen kommen aus dem Norden, werden beliebig geliefert, je nach dem, was gerade mal politisch interessant zu sein scheint für den Westen und den Norden, ja.
Ich wollte noch eine Sache ansprechen.
Es gibt ja das Vorurteil, dass Afrika, vor allen Dingen Schwarzafrika, sich gar nicht selber ernähren kann.
Aufgrund der Probleme in der Sahelzone, aufgrund des wirtschaftlichen Desasters, die Leute gar nicht in der Lage sind, sich selber zu ernähren.
Das ist ein Vorurteil, ne?
Also ganz, ganz falsch.
Diese Hungerkatastrophe von 1983 oder 1985, die haben das total übertrieben von wegen 150 Millionen Afrikaner werden von Hunger bedroht.
Das ist falsch.
Tatsache ist, zwei Jahre später haben die afrikanischen Länder sogar Überschüsse an Nahrungsmittel produziert.
Statt dass die reiche Länder ihnen LKW zur Verfügung stehen, um diese Nahrungsüberschüsse in die ärmere Region zu transportieren, haben die reiche Region das nicht gemacht.
Aber die haben extra noch Nahrungsmittel von Europa und Amerika mit Schiffen nach Afrika gekarrt.
Und so sind die afrikanischen Länder, die mehr produziert haben, auf ihrer überschüssigen Nahrung mitten sitzen geblieben und das ist alles verfault.
Das ist ein entscheidender Punkt, dass eigentlich die Hilfe, die Hilfe von der immer gesprochen wird, ein Interesse der, zum Beispiel der europäischen Gemeinschaft ist, Überschüsse loszuwerden und damit die Bauern in Afrika im Grunde in eine Abhängigkeit treibt, die dann wiederum dazu führt, dass es diese Hungerkatastrophen gibt.
Ganz genau.
So ist das.
Das ist Tatsache.
Und ich bin auch der Meinung, der Bundesbürger, der will einfach
Irgendwie so in Dummheit und auch in Dunkelheit, was an Informationen über Afrika oder ärmere Länder betrifft, auch gehalten.
Bewusst oder unbewusst.
Tatsache ist, es gibt eine Untersuchung, dass man zum Beispiel ARD-Tageschau und Tagesthema über 30 Tage untersucht.
Da sind zusammen 1125 Minuten ganz konzentrierte Informationssendungen über die Welt.
Davon sind höchsten 3,5 Minuten über die ganze arme dritte Welt.
Und über Schwarzafrika sind 1,7 Minuten.
Gerade in dieser Zeit machen 16 afrikanische Länder diese Demokratisierung.
Das heißt von Militärherrschaft zu Pluralismus, parlamentarischen Pluralismus.
Gerade in dieser Zeit sind die einfach ignoriert worden.
Die Öffentlichkeit im Bundesrepublik hat gar nichts davon gewusst.
Und sie können die unsere Probleme verstehen, wenn die uns gar nicht kennen.
Und diese ganze Information steht in dem Buch von Walter Michler, Weißbuch Afrika.
Sie können nachlesen.
Walter Michler, Weißbuch Afrika.
Das war, glaube ich, sogar das politische Buch des Jahres 1990.
Ein ganz spannendes Buch.
Also das kann man wirklich empfehlen.
Also nochmal Walter Michler, Schwarz, Weißbuch Afrika.
Ja, Weißbuch Afrika von Verlage Dietz.
Ganz wichtiges Buch.
Ja, das war ja auch schon fast der Knackpunkt vom Mittwochmorgen um 9.30 Uhr bis kurz vor 10 Uhr.
Ich möchte Sie aber nicht entlassen, ohne auf eine Veranstaltung hinzuweisen, die am Dienstag, den 27.10. um 18 Uhr im Studentenzentrum Die Brücke in der Universitätsstraße 19 stattfindet.
Also Studentenzentrum Die Brücke, der Veranstaltungsport.
Thema?
Du kommst wohl aus dem Franz Sades Haus.
Jugendliche aus einem Behindertenheim zwischen Aussonderung und Vernichtung im Dritten Reich.
Es wird ein Referat geben von Volker van der Locht, der seit Jahren an der Universität Essen zur Geschichte des Franzalis Hauses forscht.
Die Veranstaltung ist der Auftakt einer Reihe zum Thema behinderte Studenten und Studentinnen zwischen Ausgrenzung und Selbstbestimmung, organisiert von der Arbeitsstelle behinderte Studenten an der Gesamthochschule Essen.
Noch einmal, 27.10.18 Uhr.
Du kommst wohl aus dem Franz-Hales-Haus.
Ein Vortrag von Volker van der Lucht über Ausgrenzung und Aussonderung von Jugendlichen im Dritten Reich.
Das war's.
Machen Sie es gut.
Schönen Tag noch.
Bis zum nächsten Mal.
Tschüss.
Wir haben es geschafft, es zu machen.
Mein lieber Krupp, wir habens auch gefangen.
Beinahe wär das jetzt auch gegangen.
Gerettet ist noch mal das Kompi-Tal.
Noch nie verhindern wir ein nächstes Mal.
Nur keine Fange, lieber Tiss.
Es gibt doch Hitler, wie sie wissen.
Der hat seit Jahren schon ... Hier sind wir wieder, Lichter der Großstadt, Großstadtgeschichten, die historische Sendung der neuen Essener Welle.
Unser Thema heute, die Krupps und Hitler, Ernst Schmidt erzählt.
Schubdiwupp, Herr von Krupp.
Mein lieber Krupp, das für die Sternen.
Kümmern wir uns doch um diesen Herrn.
Was hat er uns denn außerdem zu bieten?
Zentrale Schaltstellen der Industriellen waren auch Schaltstellen der Nazi-Bewegung im Ruhrgebiet.
Die Steigbügel-Heiter Hitlers saßen auch in Essen.
Es waren nicht zuletzt bekannte Unternehmer des Ruhrgebietes und ihre Organisationen.
Namen wie Emil Kierdorf und Fritz Thyssen stehen für das unheilvolle Bündnis zwischen Ruhrbaronen und Nazis.
Und Gustav Krupp.
Ernst Schmidt wird in der heutigen Sendung über die Zusammenhänge der Krupps und der Nazi-Bewegung berichten.
sondern die Juden und falsche Wiken, gegen die die Deutschen kämpfen müssten.
Weshalb wir für den Krieg jetzt rösten, diesen Wissen, Herr von Tüssen.
Schubdiwupp, Herr von Krupp.
Mein lieber Krupp, Sie sehen nicht nach, hä?
Das ist ja wirklich
die Krupphauptverwaltung Altendorfer Straße 100.
Gegenüber der Einmündung der Westendstraße in die Altendorfer Straße stand noch viele Jahre nach dem zweiten Weltkrieg das Turmhaus, die alte Krupphauptverwaltung.
Der Firma Coop verdankt Essen den zweifelhaften Ruhm, die deutsche Waffenschmiede gewesen zu sein.
In den beiden großen Weltkriegen verloren Millionen Menschen an den Fronten in Europa durch Coop-Kanonen ihr Leben.
Im Jahre 1933 war Gustav Krupp von Bolen und Halbach Vorsitzender des Präsidiums des Reichsverbandes der deutschen Industrie und wurde im gleichen Jahr Vorsitzender des Kuratoriums der Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft.
In den zwölf Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft avancierte er zum Wehrwirtschaftsführer und wurde hochdekoriert.
So ernannte ihn die Stadt 1936 zum Ehrenbürger.
Diese Ehrenbürgerschaft wurde ihm 1946 aberkannt.
Gleichzeitig verlieh ihm aus Anlass der Vollendung seines 70.
Lebensjahres am 7.
August 1940 die Stadt den Ehrenring.
Am gleichen Tage kam Adolf Hitler persönlich nach Essen und überreichte ihm auf der Villa Hügel
wörtlich wie es hieß, in Würdigung seiner Verdienste um Volk und Reich, das goldene Ehrenzeichen der NSDAP."
Weitere Auszeichnungen an diesem Tage waren das Kriegsverdienstkreuz erster Klasse, den Adlerschild des Reiches, die Auszeichnung Pionier der Arbeit und das Ehrenzeichen hierzu in Gold.
Schon am 1.
Mai 1940 war dem Kruppbetrieb die Bezeichnung nationalsozialistischer Musterbetrieb verliehen worden.
Im Jahre 1943 übertrug Gustav Krupp von Bohlen und Halbach die Firmenleitung an seinen Sohn Alfred.
Am 13.
November 1940 hatten Gustav und Alfred Krupp von Bohlen und Halbach, Hitlers Reichsmarschall Hermann Göring, ein 1,45 Meter langes und prunkvolles Schwert überreicht, das die Mitwirkung der Krupp-Werke bei der Durchführung des Vier-Jahres-Planes und der Wiederwehrhaftmachung des deutschen Volkes versinnbildlichen sollte.
Mit der Umwandlung der Friedrich-Kopp AG in ein Einzelunternehmen, Lex-Kopp genannt.
Im Dezember 1943 ging die Firma wieder in Privatbesitz über und Alfred wurde allein Inhaber mit dem Recht, sich Kopp von Bohlen und Halbach zu nennen.
Am 31.
Juli 1948 wurde Alfred wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch Beschäftigung ausländischer Arbeiter und Kriegsgefangener zu 12 Jahren Haft
und der Entziehung seines gesamten Vermögens verurteilt.
Am 31.
Januar 1951 begnadigte ihn der amerikanische Hochkommissar McCloy und hob die Einziehung des Vermögens auf.
Die folgenden Äußerungen von Gustav Krupp von Bohlen und Halbach charakterisieren sein Engagement in den Jahren der Weimarer Republik und während der NS-Zeit von 1933 bis 1945.
Wir wissen alle, wem wir den Aufschwung zu verdanken haben.
So wenden sich denn am heutigen Ehrentag der deutschen Arbeit die Herzen aller schaffenden Volksgenossen in aufrichtiger Verehrung und im Gelöbnis treuer Gefolgschaft unserem großen Führer Adolf Hitler zu.
So stand es.
Geschrieben im Maiaufruf Gustav Krupp von Bohlen und Halbach.
Veröffentlicht in Krupp der Zeitung der Kruppischen Betriebsgemeinschaft am 1.
Mai 1935.
Schubdiwupp, Herr von Krupp.
Mein lieber Kupp, Sie seh'n ich lache Das ist ja wirklich eine Bombersache Mein Malspruch ist jedem das Seine Ich denk an Polen und die Ukraine Mein lieber Mann, wenn Sie mich tragen Dann kann ich nur Heil Hitler sagen Los machen wir die Nazi-Star
Zunächst mit drei Millionen Mark.
Diesen Wissen, Herr von Tüssen.
Schwuppdiwupp, Herr von Krupp.
Sieg Heil!
In einem Aufruf Gustav Krupp von Bohlen und Halbachs, den er in seiner Eigenschaft als Repräsentant der Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft
am 1.
Juni 1935 unterschrieb, heißt es, der Führer hat mit der Adolf Hitler Spende der deutschen Wirtschaft den deutschen Unternehmern die Finanzierung des großen nationalpolitischen Aufbauwerks anvertraut.
Ich fordere die deutschen Betriebe auf, sich wieder an der Spende zu beteiligen und das Vertrauen des Führers zu rechtfertigen.
Maiaufruf Gustav Krupp von Bohlen und Halbach in Krupp, Zeitung der Kruppischen Betriebsgemeinschaft, 1.
Mai 1939.
1.
Mai 1939 in Großdeutschland.
Das ist das schönste Fest, das wir seit 1933 feiern dürfen.
Und es konnten oft genug in diesen Jahren dank den Taten des Führers frohe Fahnen gehisst werden.
Was vor 400 Jahren, gleichfalls in der Zeit eines entscheidenden nationalen Umbruchs, ein großer deutscher Patriot Ulrich von Hutten ausrief.
Oh Jahrhundert, es ist eine Lust zu leben.
Dieses Gefühl erfüllt auch uns alle, die wir im nationalsozialistischen Deutschland leben und schaffen dürfen.
Heil Hitler!
Maiaufruf Gustav Krupp von Bohlen und Halbach in Krupp
Zeitschrift der Krupschen Betriebsgemeinschaft 1.
Mai 1940.
In diesem Jahr, in dem der Begriff des Soldaten der Arbeit durch den Krieg seine höhere Prägung erhält, hat der Nationalfeiertag des deutschen Volkes seine besondere Bedeutung und Würde.
Gleichberechtigt, gleich verpflichtet,
Und in gleichem Siegeswillen tritt dieser Arbeitssoldat mit Hammer und Meißel, mit Reißbrett und Stift neben den Frontsoldaten, der Gewehr und Handgranate trägt.
Beide zusammen schützen die Heimat und verbürgen den Sieg.
Wir sparen uns hier, den Faschismus an der Macht zu schildern.
Die wesentlichsten Tatsachen sind ja bekannt.
Auschwitz, Buchenwald, Mauthausen, 45 Millionen gefallene Soldaten.
Nur so viel sei hier gesagt.
Die Erwartungen des Kapitals wurden voll und ganz erfüllt.
Er asagt und nicht besagt Wie sagen wir zu dem?
Wir sagen dieser Asager Er macht sich sehr bequem Er zum Faschismus Nein sagt Und ja zum Kapital Dass der das nur zum Schein sagt
ist ein klarer Fall.
Denn, denn die Herrschaft wackelt von Bank und Monopol, da wird nicht lange wackelt, was man nur machen soll.
Wil gar ein Volk sich wehren,
gegen den Volksbetrug.
Dann sind die schlimmsten Herren
Dass die Kruppwerke als große Waffenschmiede durch die Arbeit all ihrer Gefolgschaftsmitglieder zum erfolgreichen Ausgang des weltgeschichtlichen Entscheidungskampfes beitragen dürfen, erfüllt uns mit Stolz.
Der 1.
Mai ist ein Feiertag trotz des Krieges.
Aus dem Bewusstsein der unlöslichen Volksgemeinschaft aller Deutschen schöpfen wir die Kraft zur unablässigen Arbeit zum Kampf für Führer und Reich Heil Hitler.
Gustav Krupp von Bohlen und Halbach in Krupp Zeitschrift der Krupschen Betriebsgemeinschaft
1.
August 1940.
Den Führer habe ich seit meinem ersten Zusammentreffen mit ihm tief und innerlich bewundert und verehrt.
Kein Staatsmann der Welt hat in politischen Fragen meines Erachtens so große Klarheit bewiesen wie er, aber wohl auch keiner so große Mäßigung in den aus seinem Programm sich ergebenden Forderungen.
Gustav Krupp von Bohlen und Halbach in Krupp, Zeitschrift der Krupschen Betriebsgemeinschaft, 15.
August 1940.
Einigung und Leistung verdanken wir ihm, unserem Führer.
der die geeigneten Kräfte unseres Volkes schlachartig an den entscheidenden Stellen und mit sicherem Erfolg einzusetzen versteht.
Ihm, unserem Führer, dem Begründer der nationalsozialistischen Bewegung, dem Vater Großdeutschlands, dem genialen Feldherrn, ein dreifaches dankbares Sieg Heil.
Geschichtsunterricht!
Eins, zwei, eins, zwei, drei, vier!
Heute fahren wir in der Geisterbahn.
Kinder, heute ist der Faschismus dran.
Ich zeig euch im Seel die Kröße des Menschen, das schlummernde Böden.
auf Schicksalsartiger Macht, und mocht sie brutal in die Macht.
Heil und heul und doller Kai, und mit Parzett und Henkerbein, mit Wirt und Weltkrieg und Gas, das ist vorüber der Kreuz da.
Bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap, bap
Mancher, der heut auf die Pfanne haut, hätt sich das damals nicht getraut.
Im Übrigen ist es uns peinlich.
Warum sind beim Verzeihen wir nicht Kleine?
Mancher strammene Essmann kämpft heut gegen politische Stress an.
Und mancher Herr vom Blutgericht auch heute noch sein Urteil schrägt.
Betriebsführer und Rüstungsarbeiter von Gustav Krupp von Bohlen und Halbach in Krupp, Zeitschrift der Krupschen Betriebsgemeinschaft, 1.
März 1942.
Es waren wohl mit die schwersten Entscheidungen meines Lebens, die ich damals zu treffen hatte.
Ich wollte und musste vielen Widerständen zum Trotz, grob, wenn auch getarnt, als Wehrbetrieb für die fernere Zukunft erhalten.
über die eigentlichen Gründe, die mich in Verfolg dieser Absicht zur Umstellung der Werke auf ganz bestimmte Fabrikationen bewogen, konnte und durfte ich nur einem kleinen Kreise sprechen.
Ich musste daher damit rechnen.
dass man mich weiterhin nicht verstehen, ja vielleicht gar mit Spott überhäufen würde.
Aber niemals empfand ich auch die innere Verpflichtung zu meinem Tun und Lassen so stark wie in jenen schicksalsschweren Wochen und Monaten der Jahre 1919 und 1920.
Die entsprechenden Vorbereitungen und Maßnahmen wurden ohne Aufheben davon zu machen getroffen.
Krupp warf sich zum Erstaunen mancher Menschen unter anderem auf die Fabrikation von Gegenständen, von denen es schien, als lägen sie wirklich besonders weit ab von der bisherigen Arbeit der Waffenschmiede.
Selbst die alliierten Schnüffelkommissionen ließen sich täuschen.
Vorhängeschlösser.
Milchkannen, Registrierkassen, Gleisstopfmaschinen, Müllwagen und ähnlicher Kleinkram schienen nun wirklich unverdächtigt.
Und auch Lokomotiven und Kraftwagen wirkten durchaus zivil.
Nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler hatte ich die Genugtuung, dem Führer melden zu können.
dass Krupp nach geringer Anlaufzeit für die Wiederwehrhaftmachung des deutschen Volkes ohne Lücken in seinen Erfahrungen bereitstehe.
Als Alfred Krupp von Bohlen und Halbach im Dezember 1943 zum Inhaber und Betriebsführer des Familiensunternehmen Friedrich Krupp bestellt wurde,
wandte er sich an die Gefolgschaft der Krupp-Werke.
Veröffentlicht in Krupp Zeitschrift der Krupschen Betriebsgemeinschaft 1.
Januar 1944 fand er die Worte, der Krupschen Gefolgschaft allen Kruppianern sei es
dass Sie innerhalb oder außerhalb der Reichsgrenzen an Ihrem Arbeitsplatz stehen.
Sei es, dass Sie mit der Waffe unserer Heimat schützen, entbiete ich meinen herzlichen Gruß.
Ich weiß,
dass ich mich auf sie immer und unter allen Umständen verlassen kann, welche Aufgaben uns auch die Zukunft stellt.
Auf der anderen Seite wird es mir stets eine Herzenssache sein, den sozialen Verpflichtungen eines nationalsozialistischen Unternehmers nach besten Kräften nachzukommen.
Die Krupsche Werksgemeinschaft wird wie seit 132 Jahren immer das leisten, was Führer, Volk und Reich von ihr erwarten.
Gerade jetzt im schwersten Schicksalskampf unseres Vaterlandes allen Gewalten zum Trotz Heil Hitler.
Am 19.
Januar 1949 veröffentlichte
Der Londoner Delhi Mile, das Interview ihres Korrespondenten Robert Müller mit Alfred Kopp von Bohlen und Halbach.
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 22.
Januar 1959.
Auf Fragen des Korrespondenten
die mit seinem Prozess in Nürnberg zusammenhingen, antwortete Alfred Krupp von Bohlen und Halbach unter anderem.
Prozesse gleich meinem waren Nachkriegserscheinungen.
Man konnte sie voraussehen.
Nein, ich war nicht besorgt um die Zukunft.
Ich hoffte, die Zeit würde alles bessern.
Sie tat es.
Soweit das Zitat von Krupp.
Auf die Frage des Korrespondenten, ob er irgendein Gefühl der Schuld habe, antwortete er mit den Worten, was für eine Schuld für das, was sich unter Hitler ereignete,
Nein, es ist jedoch bedauerlich, dass das deutsche Volk selbst zuließ, von Hitler so betrogen zu werden.
Zum Abschluss unserer Kundgebung wollen wir gemeinsam das Lied anstimmen, Einigkeit und Reich und Freiheit.
Das war's für heute.
Knackpunkt u. Lichter der Großstadt
Lichter der Großstadt.
Großstadtgeschichten.
Die Sendung zur Stadtgeschichte der Neuen Essener Welle.
14 täglich auf dieser Frequenz zu diesem Zeitpunkt.
Heute erzählt Dr. Ernst Schmidt, der Essener Lokalhistoriker, vom kirchlichen Widerstand gegen die Nationalsozialisten in Essen.
Im ersten Teil dieser Reihe, die dann in 14 Tagen fortgesetzt wird, berichtet er über den Ruhrkaplan Dr. Karl Klinkhammer.
In der zweiten Hälfte der Sendung aus aktuellem Anlass dann ein Aufruf zu Demonstrationen gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus hier in Essen und in Bonn.
Die evangelische und katholische Kirche in Essen zwischen 1933 und 1945.
Im Januar 1933 waren die evangelische und katholische Kirche weder willens noch fähig mitzuhelfen, den Machtantritt des Hitlerregimes zu verhindern.
Evangelische Christen, von eh und jeher national geprägt,
hatten bei der Reichstagswahl am 5.
März 1933 auch in der Ruhrstadt mehrheitlich die NSDAP und die mit ihr verbündete Deutschland Volkspartei gewählt.
Wochen später, am 30.
Mai 1933, beschloss dann die örtliche Synode sogar, Zitat, Kreissynode Essen bekennt sich einmütig zu der Regierung der nationalen Erhebung.
Damit ergriff die evangelische Kirche in Essen eindeutig Partei für das NS-System.
Im gleichen Monat vereinbarte der Vatikan mit der Hitler-Regierung ein Reichskonkordat.
Es war die erste außenpolitische Anerkennung des Naziregimes.
Sie lähmte den antifaschistischen Widerstand.
Die nach dem 30.
Januar 1933 sofort einsetzende brutale Verfolgung von Nazigegnern nahmen beide Kirchen auch deshalb nicht zur Kenntnis.
Ihr Widerstand begann erst, als sie selbst in den Strudel der Gleichschaltungspolitik gerieten.
Der kirchliche Widerstand war darum, sieht man ab, von einigen mutigen Pfarrern und Laien ausschließlich eigennützig geprägt.
Beide Kirchen verschlossen auch weiterhin die Augen vor dem Naziterror gegen Juden, Sozialdemokraten, Kommunisten, Sintis, Romas und andere Verfolgten.
Dennoch zählt auch der Kirchenkampf zum Widerstand gegen das NS-Regime.
In Essen ist er heute noch an vielen Örtlichkeiten nachvollziehbar.
Die katholische Kirchengemeinde St.
Johann, Johanniskirchstraße in Altenessen.
Der Kaplan Dr. Karl Klinkhammer, Essen, Altenessen, Johanniskirchstraße 31 geboren am 22.
Januar 1903 in Aachen ist zur Untersuchungshaft zu bringen.
So hieß es in einem Haftbefehl, den der Essener Amtsgerichtsrat Dr. Kostede am 24.
April 1933 unterzeichnete.
Dr. Karl Klinkhammer, seit dem 1.
April 1931 Kaplan der katholischen Kirchengemeinde St.
Johann in Altenessen, hatte seit langem den Unwillen der Nazis auf sich gezogen.
Schon bei den Wahlen im Jahre 1932 agitierte er in Versammlungen der Zentrumspartei mit scharfer Zunge gegen die NSDAP, trat als Diskussionsredner in NSDAP- und KPD-Versammlungen auf und wurde
unter dem Namen Ruhrkaplan weit bekannt.
Ausschlaggebend für den Haftbefehl war allerdings eine Predigt, die er während einer Abendandacht aus Anlass des Hitlergeburtstages am 20.
April 1933 in der Alten Essener Johanniskirche vor zahlreich erschienenen SA- und SS-Leuten gehalten hatte.
Die darin erfolgte Wertung der Punkte 4 und 24 des NSDAP-Parteiprogramms bezeichnete der Essner Amtsgerichtsrat in der Begründung seines Haftbefehls als aufreizende Erklärungen und Behauptungen.
Punkt 4 des NSDAP-Parteiprogramms lautete,
Staatsbürger kann nur sein, der Volksgenosse ist.
Volksgenosse kann nur sein, wer deutschem Blutes ist, ohne Rücksichtnahme auf Konfession.
Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.
In Punkt 24
standgeschrieben, wir fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat, soweit sie nicht dessen Bestand gefährden oder gegen das Sittlichkeits- und Moralgefühl der nordischen Rasse verstoßen.
Dem Amtsgerichtsrat zufolge hat der Kaplan in seiner Predigt erklärt, Hitler hätte beide Punkte des Parteiprogramms mit Füßen getreten und fallen lassen.
Dann habe er mit dem Finger auf einige Anwesende zeigend gesagt, die Waffen, die ihr tragt, werdet ihr noch einmal gegen euren Führer richten.
wenn er das nicht hält, was er versprochen hat.
Danach sei von ihm behauptet worden, die Juden hätten heute schon über die NSDAP gesiegt, weil Hitler die Rassenfrage aus seinem Programm gestrichen habe.
Ein Beweis dafür, dass er es mit Füßen träte.
Vorausgesetzt, der Kaplan hat die ihm unterstellten Ausführungen wirklich getan, so bleibt festzustellen, dass er sich damals gewaltig irrte.
Keineswegs richteten jene die Gewehre gegen ihren Führer, auf die er 1933 mit den Fingern zeigte.
Vielmehr ließ Hitler die Gewehre am 30.
Juni 1934 auf SA-Führer richten und sie reihenweise erschießen.
Auch der Völkermord an den Juden offenbarte später Dr. Plinkhamers Irrtum am 20.
April 1933.
Amtsgerichtsrat Dr. Kostede meinte allerdings in seinem Haftbefehl am 24.
April 1933, die Äußerungen seien geeignet gewesen, das Wohl des Reichs oder eines Landes oder das Ansehen der Reichsregierung oder einer Landesregierung oder der hinter diesen Regierungen stehenden Parteien oder Verbände schwer zu schädigen.
Bereits am 21.
April 1933 hatte der Essener Polizeipräsident Dr. Karl Klinkhammer in Schutzhaft genommen.
Einen Tag später musste er ihn aber auf richterliche Entscheidung hin wieder entlassen.
Von höherer Stelle erwirkte man dann jedoch eine Nachprüfung der Entlassung, die den erwähnten Haftbefehl zur Folge hatte.
Erst am 18.
Mai 1933 wurde der Ruhrkaplan wieder freigelassen.
Am 24.
April 1933 war dem Kaplan vom Essener Polizeipräsidenten jedes Auftreten als Redner in öffentlichen Veranstaltungen im Polizeibezirk Großessen verboten worden.
Am 27.
November 1933 verurteilte ihn das Essener Landgericht
Wegen der Predigt am 20.
April 1933 zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten, lehnte aber den Erlass eines Haftbefehls ab.
Dennoch erlebte Dr. Klinkhammer den Tag im Gefängnis, da bereits am 23.
November 1933 Essenspolizeipräsident Karl Zech
ihn mittels Schutzhaftbefehl hatte einsperren lassen.
Am 19.
Dezember 1933 versicherte dann das erzbischöfliche General Fikariat dem Polizeipräsidenten dafür Sorge zu tragen, dass der Kaplan bis zum Antritt oder Erlass seiner Strafe nicht flüchtig wird
und sich des beruflichen Verkehrs mit anderen enthält.
Daraufhin hob Zech am 20.
Dezember 1933 seinen Schutzhaftbefehl auf.
Dem Untersuchungsgefängnis erteilte er die Weisung,
bei der Entlassung aufzugeben, sich unverzüglich aus Essen zu entfernen und sich ebenso unverzüglich beim erzbischöflichen Generalfikariat in Köln zu melden.
Dr. Karl Klinkhammer hatte in der Folgezeit immer wieder seine Konflikte mit den Nazis.
Im Juli 1937 verurteilte ihn das Sondergericht in Frankenthal wegen fortgesetztem Kanzlermissbrauch in Tateinheit mit fortgesetztem Vergehen gegen das Heimtückegesetz zu acht Monaten Gefängnis und nahm den Hetzer wegen Fluchtverdacht sofort fest.
In all den Jahren zwischen 1933 und 1945
blieb der Ruhrkaplan für die Nazis ein unliebsamer, für seine Kirche ein unbequemer Zeitgenosse.
Nach 1945 wirkte Dr. Karl Klinkhammer zunächst als Kaplan in Bonn und später in Düsseldorf.
Der Umbau eines Luftschutzbunkers zu seiner Fahrkirche machte ihn in Düsseldorf und anderswo wieder bekannt.
Jetzt erhielt der ehemalige Ruhrkaplan den Namen Bunkerfahrer.
Darf ich Sie mal was fragen?
Bitte schön.
Und zwar, hier ist jetzt eine Demonstration gegen die Ausschreitungen in Rostock.
Was halten Sie denn davon?
Das ist richtig.
Dass diese Demonstration gemacht wird.
Was meinen Sie denn, woher kommen solche Sachen wie in Rostock?
Solche Progrome.
Dann hat er bisher so schön geschlafen.
Auf dem rechten Auge total blind.
Ist so vorprogrammiert.
Sie meinen also, das kommt von den Nazis, von den Neonazis, dass die so stark organisiert sind, weil die sagen, auf dem rechten Auge blind?
Die haben sich so immer weiter bekrabbelt.
Und selbst unsere Justit schläft auch weiterhin auf dem rechten Auge.
Ist doch nur möglich, wenn plötzlich Heime brennen.
Das sind doch Menschen.
Das gibt es doch gar nicht.
Die kann man nicht einfach anstecken.
Und die anderen gucken sich das an.
Die Polizei steht dabei, noch keine 100 Meter weg.
Die ganze Welt hat das doch gesehen.
Das ist doch offensichtlich.
Gar nichts anderes.
Wir haben es doch erlebt, meine Baujahre.
Wenn das so wird, dann eine gute Nacht.
Moin, ich hab dich, ich bin der Zeitung.
Deutschland, Deutschland, Deutschland, Deutschland, Deutschland, Deutschland, Deutschland, Deutschland, Deutschland.
Von all die Fahrschuhschweine habt ihr am wenigsten gedacht Blondes Haar und blaue Augen, ein Schönheitsideal Seht in jeder Hand den Großstaat, ich deutsch und lang nicht mehr egal Heute gehört uns Deutschland, morgen die ganze Welt Und wir machen weiter, wie es uns gefällt Deutschland, Deutschland
Deutschland, Deutschland, passt gut auf!
Unter diesem Motto könnte man auch die Demonstrationen sehen, die in den nächsten Tagen und Wochen stattfinden werden.
Grundrechte verteidigen, Flüchtlinge schützen, Rassismus bekämpfen.
So zum Beispiel das Motto der Großdemonstration in Bonn am Samstag, den 14.11.1992.
Schluss mit der Hetze gegen Asylbewerberinnen und Asylbewerber.
Flüchtlinge, Einwanderinnen und Einwanderer.
Schluss mit Rassismus und Antisemitismus.
Gleiche Rechte und Chancen für Deutsche und Ausländerinnen und Ausländer.
Bestrafung der Schuldigen an den rassistischen Straftaten in ganz Deutschland und Auflösung aller Neonazi-Organisationen.
Keine Änderung der Grundgesetzartikel 16 und 19.
Keine Einschränkung des Asylrechts.
Schutz für alle Menschen, die vor Verfolgung, Unterdrückung, Krieg und Hungertod fliehen.
Keine Abschiebung in Bürgerkriegs- und Krisengebiete, keine Kampfeinsätze für deutsche Soldaten.
Verteidigt Artikel 16 des Grundgesetzes für eine humane, demokratische Gesellschaft.
Deutschland, Deutschland!
Es rufen viele Essener Organisationen und Einzelpersonen auf zu der Demonstration am 14.11.1992 in Bonn.
Eine Großdemonstration.
Da sind zum Beispiel die Falken, die Jusus in der SPD, Sozialdemokraten im Bildungsbereich, der Asta der Universität Essen, das Essener Friedensforum, die Grünen, Pro Asyl, die Pax Christi-Gemeinde Essen-Hartshoff, Amnesty International, die Grüne Hochschulgruppe und viele mehr, die zu dieser Demonstration aufrufen.
Es wird auch ein Fahrdienst organisiert.
Man kann mit Sonderbussen ab 9 Uhr vom Hauptbahnhof von der Südseite nach Bonn fahren, am 14.11.1992, an diesem Samstag.
Die Fahrkarten für diese Busse kosten 16 Mark für Vollverdiener oder 10 Mark ermäßigt für Arbeitslose und so weiter.
Kartenverkauf an folgenden Stellen.
Sozialistische Jugend Deutschlands, die Falken, Wattenscheider Straße.
Telefonnummer 595041.
Also bei den Falken kann man unter der Nummer 595041 Karten für diese Demonstration bekommen oder auch in der Zeche Kahl oder beim Aster oder bei den Grünen.
Aber die Falken haben hier die Telefonnummer angegeben, deswegen wiederhole ich sie noch einmal.
595041.
Unter dieser Nummer sind Karten für den Bus für die Großdemonstration zu bekommen.
Zwei Beamte in Zivil schieben sanft den alten Mann zur Maschine ins Exil, wo er glücklich sterben kann.
Kein Gericht will ihn belangen für den Hass aus alter Zeit, wo sie kalte Lieder sangen, tausendfach zum Mord bereit.
Ein Refrain der Gruppe Fahnensog auf einer CD gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit.
Jetzt für Sie.
Schreit es breit auf eure Fahnen, zieht die Stiefel glühend.
Euer Mensch am Wilde ahnen, jeder soll kein Seelen kann.
Hinter Emenrauer Meere steht gebeugt ein Asylant, eingeschickt auf dass er Diener einen solchen Vaterland.
Auferstandener Sohinen wurden dummer und der Hass fast bewästet.
Möchen wenen Leuchte geabt auf der Straße.
Schreit es breiter, freiter Fahnen, zieht die Stiefel für da an Euer Mensch am Wild der Ahnen, jeder soll der sehen kann
Ja, vielleicht noch einmal der Aufruf zur Demonstration am 14.11.1992 in Bonn.
14.11.Samstag, Großdemonstration in Bonn gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit.
Ab Essen fahren Busse ab 9 Uhr vom Hauptbahnhof Südseite Hauptbahnhof.
Die Fahrkarten kosten 16 Mark für Vollverdiener oder 10 Mark ermäßigt.
Die Karten sind zu bekommen bei den Falken, Telefon 595041, noch mal die Telefonnummer der Falken, 595041, Karten für den Bus zur Großdemonstration am 14.11.1992.
Ja, es gibt aber auch noch andere Demonstrationen, zu denen man gehen kann, wenn man nicht nach Bonn fahren will, am 14.11.
Am 9.
November 1992 wird unter dem Motto Aus der Geschichte lernen für eine Zukunft ohne Faschismus, Rassismus und Krieg eine Kundgebung stattfinden in Essen.
Am Montag den 9.11.1992 um 17 Uhr am Kurienplatz gegenüber der Münsterkirche.
Und zwar steht das in folgendem Zusammenhang, diese Kundgebung am 9.
November, ich lese das mal vor.
In der Nacht vom 9.
November 1938 ließ die nationalsozialistische Führung der Stadt Essen die jüdische Synagoge in Brand stecken.
Jüdische Geschäfte wurden zerstört, jüdische Einwohner misshandelt, viele in KZs deportiert.
Diesem November-Programm vorausgegangen war die jahrelange Verfolgung von politischen Gegnern und von Menschen aus Rassenhass, ihrer Ausgrenzung und Kriminalisierung.
Für die Hitlerfaschisten war der 9.
November jedoch nicht der Schlusspunkt einer Staatspolitik, die auf Terror aufbaute.
Es war der Beginn der industriellen Massenvernichtung von Millionen von Menschen und die Vorbereitung auf den Überfall auf andere Länder.
Ja, das war schon wieder Lichter der Großstadt, Großstadtgeschichten.
Die Geschichtssendung der Neuen Essener Welle auf unter 2,2.
In 14 Tagen geht's weiter.
Ernst Schmidt erzählt über den kirchlichen Widerstand gegen die Nationalsozialisten in Essen.
Der zweite Teil, also in 14 Tagen, zur gleichen Zeit auf dieser Welle.
Schönen Sonntag noch.
Copyright WDR 2021
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2021
Ich begrüße Sie recht herzlich zum Knackpunkt.
Worüber man in der Stadt spricht, die aktuelle Themensendung der neuen S-Navelle auf 2,2 MHz.
In wenigen Tagen hat die SPD eine schwere Entscheidung zu treffen.
Sie muss darüber befinden, ob der § 16 des Grundgesetzes, Thema Asylrecht, geändert werden soll oder nicht.
Wir haben wenige Tage vor dieser Entscheidung eine Umfrage in Essen gestartet, und zwar an der Basis der Sozialdemokratischen Partei in Essen.
Zu Wort werden in dieser Sendung unter anderem kommen Dr. Ernst Schmidt, Sozialdemokrat und Lokalhistoriker, bekannter Lokalhistoriker in Essen.
Wir werden hören Britta Altenkamp, Vorstandsmitglied der SPD, des SPD-Unterbezirks.
Eine Hörerin wird zu Wort kommen, die sich schon vor 14 Tagen zu dieser Frage geäußert hätte, zu der Frage, was wäre, wenn sie Delegierte des SPD-Parteitags geworden wäre.
Und wir haben eine Stellungnahme des Delegierten zum SPD-Parteitag und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD in Essen Andreas Andor.
Ja und Sie können uns natürlich wie immer sofort anrufen.
Wir sind hier im Studio am Mischpult für Sie gesprächsbereit.
Unsere Telefonnummer wie immer 8344430 und jetzt noch einige Klänge Ofra Hasa und dann geht's los.
Also ich würde mit Sicherheit nicht für eine Grundgesetzänderung stimmen.
Denn das Grundgesetz ist für mich so etwas Wichtiges, so etwas Wertvolles, dass man das nicht einfach demontieren sollte.
Und ich bin auch nicht der Meinung, dass mit einer Grundgesetzänderung ein solches Problem, das jetzt also mit diesem Grundgesetz verbunden wird, gelöst werden kann.
Lösen muss man bestimmte Sachen.
die sicherlich auch gelöst werden können, wozu aber das Grundgesetz deshalb geändert werden muss, das verstehe ich nicht.
Und ich wehre mich eigentlich, das ist für mich, das Grundgesetz ist für mich sowas wie ein Ehevertrag, den verändert man auch nicht, es sei denn, es sind ganz, ganz schwerwiegende Gründe.
Und diese schwerwiegenden Gründe sehe ich nicht.
Asyl muss Deutschland gewähren,
Das liegt aus unserer Geschichte schon begründet.
Willi Brandt, Herbert Wehner und wie sie heißen, wären arm dran gewesen, hätten sie kein Asyl in anderen Ländern bekommen.
Ja, der Michel Eklou neben mir nickt wohlwollend und zustimmt.
Vielleicht willst du kurz noch was dazu sagen, Michel?
Ja, ich teile Ihre Meinung.
So empfinde ich auch, obwohl ich Ausländer bin, darf mich in dieser Diskussion nicht einmischen.
Ich habe heute in der Zeitung wieder diese letzten Worte von Willy Brandt gelesen.
Nicht Ende sich von sich.
Wir müssen uns auf unsere Kräfte besinnen.
Ich glaube, das sind sehr wichtige Wörter.
Und für mich sind Sie
nicht in erster Linie Ausländer, sondern für mich sind sie in erster Linie ein Mensch.
Und die Menschen haben die Verpflichtung, wie Menschen miteinander umzugehen und miteinander zu leben.
Es ist für uns ein Genugtu, dass jemand von der SPD auch so denkt.
Ich glaube, ich bin gar nicht der Einzige.
Ich glaube schon, dass es viele gibt.
die genauso denken.
Und ich glaube, der Willy Brandt würde genau dasselbe sagen.
Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.
Ich danke Ihnen.
Das war Dr. Ernst Schmidt, SPD-Mitglied und Lokalhistoriker hier in Essen, bekannter Lokalhistoriker und Mitarbeiter des Roland Museums.
Wir haben noch einige Stellungnahmen, doch zunächst die Aufforderung an Sie als SPD-Mitglied hier in Essen oder als Nichtmitglied.
Wenn Sie eine Meinung zu dem Thema haben, rufen Sie uns sofort an.
Die Telefonnummer 8344430, die Telefonnummer der neuen Essen der Welle.
Wir warten auf Ihren Anruf.
Noch einmal die Telefonnummer 8344430.
Die Musik, die Sie hören, ist von Ofra Haza, das Stück heißt Hazaik.
Ja, und ich möchte auch nicht vergessen, die Studiogäste vorzustellen, die hier im Studio kommentieren.
Das ist Michel Eklu, Togolese, lebt seit langen Jahren in Deutschland und ein tokolesischer Freund.
Sie werden hier im Studio die Meinungen der Sozialdemokraten und der Anrufer kommentieren.
Dankeschön.
Ja, ich wohne auch hier in Essen.
Ja.
Und ich bin verheiratet, habe vier Kinder.
Und ich muss sagen, ich höre jetzt die ganze Diskussion hier im Radio.
Und wenn ich SPD-Abgeordneter wäre, ich würde das Gesetz ändern, das Asylrecht.
Aber ich würde den Klausel, und zwar politisch Verfolgte, würde ich drinnen lassen.
Denn jeder Mensch hat ein Recht auf Asyl, wenn er politisch verfolgt wird, wenn er bedroht wird.
und mit seiner Familie oder sei es alleine, das Land verlassen muss.
Dieses Recht würde ich jedem Menschen, egal ob er schwarz, gelb, rot oder weiß ist, würde ich zugestehen, denn das ist ein Menschenrecht.
Und das ist ja auch irgendwo international verbrieft, dass jedem Menschen geholfen werden muss.
Aber ich bin dagegen, dass Deutschland ein Land ist, wo jeder reinkommen kann, nur um irgendwo abzusagen.
Ich sehe auch ein, dass Menschen geholfen werden muss, denen es jetzt wirklich sehr schlecht geht, wie zum Beispiel der dritten Welt.
Was ist denn zum Beispiel mit den Bürgerkriegsflüchtlingen?
Denen auch.
Auch diesen.
Auch diesen würde ich das Recht zugestehen, denn die Menschen sind dort verfolgt.
Wir sehen es jeden Tag in den Nachrichten.
Wir brauchen bloß den Fernseher anmachen, die Tagesschau.
Das erste Thema ist ja nun mal der Krieg.
Und es ist ja leider Gottes so, dass der Krieg auch sehr nahe an Deutschland liegt.
Und wir dürfen nicht vergessen, dass damals, 45, ich meine, ich bin nicht mehr die Generation, aber ich hab's von meinen Großeltern gehört, von meinen Eltern gehört, wie sie flüchten mussten, da wurden die auch aufgenommen.
Und obwohl wir Deutsche waren.
Und ich seh da nicht ein, dass da Kinder sterben, ältere Leute, denn auf diesem Rücken wird ja das ausgetragen, der Krieg, der verdammte Krieg dort,
Und diesen Menschen muss natürlich geholfen werden.
Das ist ganz klar.
Da sehe ich keinen Abstrich.
Und da müssen sich unsere Politiker wirklich einen Kopf drum machen.
Denn die reden wirklich nur in den heißen Brei.
Und es wird immer gesagt, ja, wir müssten, und wir müssten, und gemacht wird im Grunde nicht.
Andreas Andor, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat der Stadt Essen, hat uns eine Stellungnahme abgegeben zur Asylrechtsdiskussion innerhalb der SPD.
Er selber wird auch delegierter sein beim SPD-Parteitag im November.
Und er hat folgende Positionen.
Er hat bereits im Rat der Stadt Essen am 23.
September und im August 1990
eine Erklärung mit unterstützt, die besagte keine Grundgesetzänderung bei Behaltung des Grundrechts auf Asyl, will aber beim Parteitag möglicherweise einer Änderung zustimmen, wenn sie gekoppelt wird an ein Paket von zusätzlichen Maßnahmen.
Also er sagt, eine reine Grundgesetzänderung, eine Einschränkung des Asyls ohne andere Maßnahmen hat keinen Sinn, bringt nichts.
wird Enttäuschungen hervorrufen.
Es müssten dann schon andere Maßnahmen getroffen werden, wie Einwanderungsgesetz, ein Einwanderungsgesetz müsste geschaffen werden oder es müsste das Verfahren im Asylrecht müsste endlich beschleunigt werden und nicht weiter blockiert werden, wie bisher durch die Bundesregierung.
Also will das koppeln an ein Paket.
Wenn ein solches Paket käme, könnte er sich einer Ergänzung des Grundgesetzes, so hat er es formuliert, könnte er sich diese Ergänzung vorstellen.
Ja, ich sehe das anders, weil aus meiner Sicht entweder diese Änderung oder dieser Kompromiss überhaupt das Problem nicht löst.
Weil momentan sind wir mit einer Gewalttätigkeit konfrontiert und man redet nicht davon.
Für mich sollte Problem oder Lösungen für diese Ostländerfeindlichkeit gesucht werden und nicht so ein Kompromiss.
Dieser Kompromiss, ich weiß nicht, ob diese Gewalttäter damit einverstanden werden, zwar wir sind Betroffene.
Man muss so Lösungen und Mittel suchen, was uns auch eine Freude geben würde.
Aber ich meine nicht, die Gewalttäter von Rostock und Saarlouis heute weder regieren die Bundesrepublik, sondern die Regierung.
Wenn die Regierung was entscheidet,
was für uns annehmbar ist, beschaffen das uns gewisse Sicherheit schon.
Das ist meine Position.
Ich verstehe es, aber ich sehe, dass das Problem schon, diese Sicherheit besteht in diesem, oder in den Grundgesetzen, dass nicht andere Leute nicht angegriffen werden und so weiter, aber dass
Das wird gerade heute noch durchgeführt mit dieser Gewalttätigkeit.
Und ich glaube nicht, dass neue Gesetze geschaffen werden sollen, um diese Ausländerfeindlichkeit oder diese Gewalt gegen Ausländer zu verhindern.
Glaubt ihr denn, dass ein Einwanderungsgesetz mit einer Quotierung, darauf läuft es ja hinaus, also das sage ich jetzt mal so, die SPD hat eigentlich sich vorgestellt auf europäischer Ebene, auf der Ebene der europäischen Gemeinschaft, etwa eine Million Einwanderer jährlich zuzulassen, was dann für Deutschland etwa 200 bis 300.000 wären.
Glaubt ihr, dass das wirklich dazu führen wird, dass die Flüchtlinge aus den Krisengebieten nicht mehr kommen werden?
Ne, sicherlich wird das nicht reichen.
Absolut nicht.
Da muss man auch gleichzeitig alle Diktatoren abschaffen und die Waffenschiebereien in armen Ländern auch abschaffen, ganz ermittlich unterbinden.
Also ich habe eher das Gefühl, das wird die Illegalität der Flüchtlingsströme erhöhen.
Die Leute werden dann gar nicht mehr ins Asylverfahren gehen, gar nicht mehr nach Zierendorf oder in die Lager gehen, sondern werden illegal hier einwandern und werden untertauchen, werden als illegale Leiharbeiter oder so arbeiten.
Also ich habe eher die Befürchtung, dass es eine ähnliche Entwicklung geben wird wie in den USA mit beispielsweise den illegalen Wanderarbeitern aus Mexiko.
Britta Altenkamp ist Mitglied des SPD-Unterbezirksvorstandes in Essen.
Britta, wir haben gerade die Stellungnahme von Andreas Andor bekommen, der ja in einer Kommission mitgearbeitet hat, einen Kompromiss gesucht hat in der Partei zur Asylrechtsdebatte.
Er selber hat sich nochmal bezogen auf den Ratsbeschluss vom 23.
September und einen Beschluss aus dem August 1990.
Der besagte keine Grundgesetzänderung, weil eine Grundgesetzänderung die Probleme, die die Flüchtlingsbewegung mit sich bringt, eigentlich nicht lösen wird.
Er selber hat sich das aber offen gehalten.
Er sagt, wenn der Parteitag
ein Paket beschließt und da ein Kompromiss auch mit der CDU gefunden wird, ein Paket, Einwanderungsgesetz und so weiter, dann kann er sich eine Erweiterung des Grundgesetzes vorstellen.
Das ist also möglicherweise seine persönliche Kompromisslinie.
Ich frage jetzt mal dich, wie du diese ganze Diskussion erlebt hast und wie du, wenn du dir die Gitte wärst, entscheiden würdest.
wie ich die Diskussion erlebt habe, folgendermaßen, ich habe mich in den ganzen zehn Jahren, in denen ich in der SPD bin, noch nie so unwohl mit der Partei gefühlt.
Ich fühle mich hilflos einfach in einer Situation ausgesetzt, wo ich überlegen muss, ob ich in dieser Partei noch bleiben will, weil für mich schon Grundsätze, für die ich gedacht habe, die Sozialdemokratie einsteht, im Moment zur politischen Disposition gestellt werden und das zu einem Zeitpunkt, wo ich einfach feststelle, dass die
Situation in der Bundesrepublik, die gesellschaftliche Situation in der Bundesrepublik gegenüber Ausländerinnen und Ausländern und auch Asylbewerbern sich so massiv verschärft hat, dass ich es eigentlich nicht nachvollziehen kann, dass die SPD dieses politische Spielchen mitmacht.
Ich würde den Parteitagsdelegierten und auch den Essener Parteitagsdelegierten anempfehlen, an Erinnerungen oder einer Ergänzung des Artikel 16 nicht zuzustimmen.
Auch nicht, wenn es einen Kompromiss gibt.
Meine Linie ist, dass
es einen Kompromiss in dieser Frage nicht geben kann und es auch nicht notwendig ist, einen Kompromiss zu suchen, denn die CDU kann eine Grundgesetzänderung sowieso nicht ohne die SPD machen und infolgedessen muss ich mich schon fragen, warum wir als Partei der CDU im Prinzip die Beute schon geben, bevor sie selber gesagt haben, zu welchen Bedingungen sie überhaupt bereit wären,
mit uns zu verhandeln.
Dazu kommt aber noch ein ganz entscheidender Punkt für mich.
Ich glaube, dass eine Grundgesetzänderung ein politisches Signal sein wird.
Das politische Signal wird sein, dass die Bundesrepublik nicht länger eine Republik ist, die sich um Zusammenleben mit Ausländerinnen und Ausländern bemüht.
und die Bundesrepublik wird dann auch deutlich sagen, dass sie nicht länger ein Einwanderungsland sein will, beziehungsweise nie ein Einwanderungsland werden will.
Und aus diesen beiden Gründen kann ich grundsätzlich eigentlich nur sagen, nicht zustimmen einer Artikel 16 Änderung oder einer Erweiterung oder Ergänzung und auch nicht irgendwelchen Kompromissen zustimmen, denn
Ich denke, das ist eine Gewissensentscheidung und man muss sich darüber im Plan sein, dass man mit diesem Parteitag grundsätzlich auch entscheiden wird, ob man Menschen in Zukunft, die politisch verfolgt sind oder ethnisch verfolgt sind oder sozial verfolgt sind, zurückbringen will und dann, wenn man sie abschieben will, unter Umständen ihr Leben riskiert.
Ah, ah, ah, ah.
Wenn Sie Delegierte des SPD-Parteitages wären, der in der Frage des Asylrechts entscheiden will, Änderung des Asylparagrafen 16 des Grundgesetzes oder nicht, wie würden Sie entscheiden?
Das ist unsere Frage an Sie.
Unser Telefonnummer wie immer 8344430.
Nicht nur SPD-Mitglieder sollten sich jetzt melden, sondern alle, die dazu eine Meinung äußern wollten.
Wir haben gerade gehört, Britta Altenkamp vom Vorstand des SPD-Unterbezirks Essen.
Werden Sie gleich noch einmal hören, rufen Sie uns jetzt an.
Dazu gehört für mich, also für mich kann es nicht so sein, dass die Bundesrepublik sich also jetzt entscheidet und sagt, wir wollen keine Zuwanderung, wir wollen keine Einwanderer.
Ich kann mir vorstellen, dass die Bundesrepublik sich sehr schnell dazu äußern muss und zwar folgendermaßen, wir wollen Einwanderung ermöglichen, allen Menschen, die nicht auf so einer Wohlstandinsel leben wie wir hier in Europa und vor allen Dingen auch in der Bundesrepublik, wir wollen denen ermöglichen, hier hinzukommen und das wollen wir
ich sag mal für alle Beteiligten halbwegs tragbar machen.
Ich denke nicht, dass es so wie es im Moment in der Öffentlichkeit hier auch vielfach diskutiert wird, dass es möglich ist, wir wollen keine Ausländer hier mehr, wir wollen keine Einwanderer, wir wollen keine Zuwanderer, wir müssen uns erst mit uns selber beschäftigen.
Ich denke, dass es so eine politische Lösung nicht geben kann in der Bundesrepublik.
Wir sind einfach nicht alleine auf der Welt und es gibt auch nicht nur Deutsche, denen es gut oder schlecht geht, sondern es gibt Armut, Elend,
soziale Notlagen auf dieser Welt, die wir uns hier in der Bundesrepublik einfach schon lange nicht mehr vorstellen können.
Stichwort Fluchtursachen, das ist ja auch ein Thema, das wir hier schon häufiger diskutiert haben.
Ich frage einfach nochmal, wir haben das gerade auch wieder gehabt.
Wo müssten die eigentlichen Punkte sein, um also die Flüchtlingsbewegung wirklich einzuschränken?
Ich sag mal Stichwort Afrika.
Ja, Stiefel Afrika, einfach die Diktatoren nicht mehr unterstützen.
Die legale und illegale Waffenverkauf an unterentwickelten Ländern und an Diktatoren muss hermütig unterbunden werden.
Sonst kann die CDU oder wer sonst immer tausendmal an dem Artikel oder Paragraf 16 drehen.
Die Situation bleibt so.
Status quo.
Sieh ich auch so, ja.
Es ist kein Problem, dass wir natürlich früher auf Kosten der dritten Welt gelebt haben, indem wir da wirtschaftlich expandiert haben.
Und heute ist es also einfach so, dass man sagen muss, wir, die Bundesrepublik Frankreich, Großbritannien, mit unseren Waffenlieferungen, legal oder illegal, wie auch immer,
Er ermöglichen Diktaturen, Unrechtsregime in der sogenannten dritten Welt, die Bevölkerung auszubeuten und auf diese Art und Weise kommen wir dazu, dass wir natürlich wir immer reicher werden, die immer ärmer werden, aber irgendwann auch das Gefühl haben, das läuft hier eigentlich, warum geht es mir so schlecht und da oben gibt es so viele Leute, denen so derartig gut geht.
Und diese 30 Jahre Waffenschieberei nach Afrika und die dritte Welt müssen die reichen Länder, die sich bezahlen.
Ja, das war ja auch schon der Knackpunkt von heute, vom Mittwochmorgen.
Noch einmal ganz schnell unsere Telefonnummer.
Rufen Sie sofort an 8344430.
Wie würden Sie als SPD-Delegierter beim Parteitag entscheiden?
8344430.
Rufen Sie uns sofort an.
Bis zur nächsten Sendung, bis nächsten Mittwoch.
Tschüss, machen Sie es gut.
Lichter der Großstadt u. Knackpunkt
Knackpunkt u. Lichter der Großstadt
Knackpunkt u. Lichter der Großstadt
Wait until the war is over And we're both a little older Unknown soldier Breakfast where the news is real
Hier ist wieder die neue Esnavelle mit der Fortsetzung der Sendereihe Lichter der Großstadt – Großstadtgeschichten.
In unserer letzten Sendung vor 14 Tagen berichtete der Essener Sozialhistoriker Dr. Ernst Schmidt, wie er dazu kam, die Erlebnisse Essener Antifaschisten während der Nazizeit festzuhalten.
Er sprach von seiner Furcht, dass die Erfahrungen dieser Menschen nach dem Krieg zu schnell in Vergessenheit geraten könnten.
So begann er unmittelbar nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft seine Arbeit als Chronist des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus.
Nach der Musik, es handelt sich um das Stück Unknown Soldier von The Doors, geht's los.
Wiedere Räume!
Make a grave for the unknown soldier Nestled in your hollow shoulder Unknown soldier
Ich habe dann mit vielen persönlich gesprochen, hatte wenigstens ab der 70er Jahre ein kleines Kassettengerät.
Vorher gab es das noch nicht.
Hab dann viele Widerstandskämpfer, die lange nicht mehr leben, auf Kassetten festgehalten.
Und ich warte immer den Wunsch und das
die Absicht, das, was diese Leute dir gesagt haben, was sie berichtet haben über das, was sie erlebten.
Das waren ja Leute, die um die Ecke wohnten, die noch zum Anfassen waren.
Hinzu kam, dass ich Gelegenheit bekam, die erhalten gebliebenen Gestapo-Personalakten
die im Düsseldorfer Hauptstaatsarchiv liegen, dass ich sie einsehen konnte.
Ich habe dann diese Gestapo-Personalakten einsehen dürfen.
Und da war es mir sehr schnell möglich, das, was die Leute mir erzählt hatten, viel konkreter darzustellen.
Ich will ein Beispiel nennen.
Einer der Antifaschisten erzählte mir,
von einem Fenstersprung aus dem Essener Polizeipräsidium.
Er sei, so sagte er, im Verlauf einer Vernehmung aus der zweiten Etage eines Fensters im Polizeipräsidium gesprungen, in der Absicht, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Er benutzte dabei einen Augenblick, in dem er allein im Zimmer war.
Es hatte eine Gegenüberstellung stattgefunden und der Gestapo-Beamte, der einen ihm gegenübergestellt hatte, sagte ihm, Müller, hieß er, Arthur Müller, dieser Mann, Müller, wenn ich wiederkomme, werden wir uns unterhalten und verlass dich drauf.
Wir bringen dich ans Reden.
Und der, der ihm gegenübergestellt wurde, den erkannte, hatte furchtbar ausgesehen, gezeichnet von den Schlägen und den Vernehmungen.
Und als der Gestapo-Beamte mit diesem Mann den Raum verließ und die Tür hinter sich abschloss, um ihn zurückzubringen, riss er das Fenster auf und stürzte sich aus der zweiten Etage, landete auf einer Legustahecke und war erstaunt, dass er lebte.
Es gelang ihm zu flehen in einer Villa in der Nachbarschaft.
Kurz und gut, er konnte etwa fünf Tage in Freiheit sein, ist aber dann doch wieder eingefangen worden.
Und diese Sache hatte der Mann mir erzählt.
Für mich natürlich jetzt die Frage, wann war das?
Er wusste das nicht mehr.
Kurz nach Weihnachten sagte er, ja, ich habe mich hinter einem Christbaum, geplünderten Christbaum, versteckt in dieser Villa.
Und ich hatte dann Gelegenheit, die erhalten gebliebenen Gestapo-Personalakten im Düsseldorfer Hauptstaatsarchiv einzusehen und fand die Akte von ihm.
eine Akte Arthur Müller.
Und darin stand dann brandgenau, also an dem und dem Datum, um so und so viel Uhr, in dem und dem Zimmer.
Und der und der Gestapo-Beamte war der, der ihnen gegenübergestellt wurde.
Und dann konnte ich die ganzen Maßnahmen der Polizei daraus ernehmen, die nach seiner Flucht eingeleitet wurden, bis zu seinem Wiedereinfangen.
Das kann man dann an solchen Akten genau
zeitlich genau überprüfen und auch einbringen.
Und ich wollte dann immer, dass diese Leute bekannt werden.
Und 1979 ist dann das Buch Lichter in der Finsternis erschienen, in der erste Band, mit 40 solchen einzelnen Schicksalen von Menschen, die mir ihre Erlebnisse geschildert haben.
Wie lange hast du daran gearbeitet?
Also ich muss sagen, begonnen habe ich konkret
mit dieser Arbeit so in den 50er Jahren.
Und man kann sagen, dass ich wenigstens 20 Jahre daran gearbeitet habe.
Ich war ja damals noch beruflich tätig in einer Essener Firma und benutzte für das Archivstudium nur meinen Urlaub.
Was die Essener Akten anbelangte, da hatte ich manchmal durch
die dankenswerte Hilfe des damaligen Oberarchivdirektors Dr. Schröter, die Möglichkeit, Akten auch am Sonnabend einzusehen, wenn ich mal frei hatte, in der Stadtbibliothek ein Vorrecht, das heute manchmal undenkbar ist.
Aber der Mann ließ auch mal die Fünfe gerade sein, hat meine Arbeit unwahrscheinlich unterstützt.
Ich bin ihm sehr dankbar dafür.
Und habe dann von einem Essener Antifaschisten, der lange Jahre in Buchenwald als Häftling war, der meine Arbeit beobachtete und dabei feststellte, wie schwierig das war, er kam eines Tages und sagte, er war nicht gerade minder bemittelt, er war auch nicht reich, aber er kommt eines Tages und sagt so,
Hier hast du jetzt einen Geldbetrag und damit kaufst du dir eine Kamera, mit der du Akten fotografieren kannst.
Und das ermöglichte mir damals eine Canon zu kaufen, mit einer Makro-Optik.
Und ich war dann bald in Archiven bekannt als der Mann mit der Kamera.
Ich kam dann immer, habe nur die Akten angelesen und wenn ich das für interessant hielt, habe ich das fotografiert, sodass ich jetzt in der Zeit, in der ich im Urlaub
dort in diesen Archiven arbeitete oder an Sonnabenden, einfach nur immer fotografierte.
Massenweise fotografierte.
Ein Film, 36 Aufnahmen, war ein erschwinglicher Preis.
Und dann konnte ich mit einem selbst gebastelten kleinen Lesegerät und einem Fadenzähler, den ich bekam, der sehr groß war,
konnte ich dann diese Schriften zu Hause, nach Feierabend, an Sonntagen, wann immer ich wollte, entziffern.
Und so habe ich eine umfangreiche Materialsammlung über die Zeit des Nationalsozialismus, ein eigenes Archiv aufgebaut, das immer größer wurde.
Und aus diesem Fundus habe ich dann dieses Buch 1979 geschrieben.
Gearbeitet habe ich da etwa, also am Schreiben selbst habe ich etwa vier Jahre.
weil man immer wieder Rückfragen haben musste.
Es musste ja alles stimmen.
Und ich kann bis heute sagen, dass von diesem Buch auf dieses Buch hin nicht eine Erklärung kam, dass etwas falsch war.
das dann nicht richtig dargestellt worden ist.
Diese Arbeit ist dann erschienen.
Das Buch war sehr schnell vergriffen.
Es kam die zweite Auflage.
Und jetzt im Jahre 1988, im Dezember, ist dann der zweite Band erschienen.
Es sind jetzt 700 Seiten Text.
Im ersten und im zweiten Band zusammen.
58 in sich abgeschlossene Beiträge.
die allesamt in Essen spielen und Menschen aus der Anonymität herausholen, in die man sie einmal entlassen hat.
Das war mein Anliegen.
Darin sind 150.
etwa 150 Bilder und Dokumente.
Ich habe beide Bücher ohne Autorenhonora geschrieben, mit der Verpflichtung, dass dieses mein Geld einfließt in den Ladenpreis des Buches.
Ich wollte, das mag vielleicht bei anderen Schriftstellern jetzt sauer aufstoßen, aber ich wollte einfach mit diesem Buch einen Auftrag erfüllen.
Und diesen Auftrag wollte ich möglichst vielen Menschen kundtun.
vor allen Dingen Jugendlichen.
Und deshalb ist mit meiner Handlung, die ich da gemacht habe, etwas eingetreten, dass eben dieses Buch doch für viele erschwinglich ist.
Wenn ich davon ausgehe, 700 Seiten mit 150 Dokumenten und Fotos zum Gesamtpreis von 33 Mark und 60, also 19 Mark 80 pro Band, dann ist das sicherlich auch noch teuer, aber doch
in der gegenwärtigen Situation liegt es weit unter dem Durchschnitt.
Du hast neben der Arbeit an dem Buch, hast du ja auch an einer Ausstellung gearbeitet und lange durch diese Ausstellung geführt, die in der alten Synagoge war.
Also wie hat diese Arbeit für dich ausgesehen, welchen Stellenwert hatte die?
Ja, sie ist jetzt wieder in der Synagoge, also die zweite Dauerausstellung.
Im Jahre 1978,
trat die Stadt Essen unter anderem auch an mich heran, mit der Bitte einer Gruppe beizutreten, die den Auftrag bekam, eine Ausstellung über die Zeit, Widerstand und Verfolgung in Essen für eine Wanderausstellung, die durch die Schulen gehen sollte, zu konzipieren und zu gestalten.
Wir haben damals immer gesagt,
die wir dazu gehörten.
Und ich kann hier nennen, den Dr. Detlef Beukert, den Dr. Steinberg, der das erste Buch über Widerstand und Verfolgung in Essen geschrieben hat.
Und von mir wusste man, dass das Buch jetzt auf den Markt kam.
Ich wurde mit dazu geholt.
Gustav Streich, ein Ratsherr der SPD über viele Jahrzehnte, der selbst im Zuchthaus gesessen hatte als Zeitzeuge.
Wir haben dann begonnen, es war noch jemand von der Volkshochschule dabei, wir haben dann begonnen, eine solche Konzeption zu entwickeln, haben aber immer gesagt, was ist mit der alten Synagoge?
Das wäre die einzige Stelle, die richtig wäre.
Es kam ein glücklicher Umstand dazu, dass das alte Rathaus am Kennedyplatz frei wurde, das Rathäuschen.
weil das neue gigantische 22 Etagen große Rathaus am Porscheplatz entstand.
Hinzu kam, dass die Sparkasse baute und das alte Sparkassengebäude in der Rathenowstraße ebenfalls jetzt eine neue Nutzung haben musste.
Und wir haben dann immer gesagt, das wäre doch ein Ausweg, das könnte man doch machen.
Es ging nicht so richtig an.
Es ging nicht so richtig an.
Und da passierte plötzlich eines Tages, Dr. Polkert ruft mich an, ich war noch im Betrieb beschäftigt, ruft mich im Betrieb an und sagt, du kannst alles vergessen, die Synagoge brennt.
Und sie brannte.
Es ist also ein Brand, der nicht auf
der Brandstiftung zurückzuführen war.
Aber dieser Brand hat dem Haus, das sage ich jetzt mal sarkastisch, gutgetan.
Hinterher hat es sogar einige gegeben, die glaubten, wir hätten es angesteckt.
Dieser Brand
förderte das Umdenken.
Jetzt plötzlich war die Ausstellung, die dort untergebracht war, Industrieform, die war sehr in Mitleidenschaft gezogen, das Deutsche Plakatmuseum, das dort untergebracht war,
hatte nicht so viel mitbekommen.
Und dann auf einmal griff auch der Kirchenkreis Nord der evangelischen Kirche mit in die Diskussion ein, erklärte jetzt alte Synagoge Mahn und Gedenkstätte und die SPD-Fraktion.
Nicht zuletzt auch sehr animiert durch Gustav Streich, der sich sehr stark machte, in der SPD-Fraktion diesen Gedanken zum Tragen zu bringen, hat dann den Antrag eingebracht, das Haus als ständige Mahn- und Gedenkstätte einzurichten.
Und dann gab es einen großen Arbeitskreis, in dem alle im Rat vertretenen Parteien waren, die Kirchen, die Jüdische Kultusgemeinde selbstverständlich, die Universität, Gustav Streich als der Zeitzeuge und Steinberg und Schmidt eben als die Autoren des Buches der Bücher über den Widerstand in Essen.
Und ich konnte jetzt meine ganze Sammlung einbringen.
Von etwa 680 Originaldokumente entstammten in der ersten Ausstellung etwa 300 aus meinem Archiv.
Und das hat dazu bewirkt, dass die Stadt Essen mir dann die Möglichkeit bot, das Archiv, das in meiner Wohnung kaum noch Platz hatte,
und immer wieder zu Schwierigkeiten mit meiner Frau führte, die unter Sesseln und Sofas und auf Schränken und woanders Sachen liegen hatte.
Es gelang mir dann, die Sammlung ist jetzt im Rolandmuseum hier in Essen untergebracht, im Rolandmuseum im Museumzentrum, in die alte Ausstellung
Widerstand und Verfolgung ist jetzt am 1.
März 1989 als Ausstellung Verfolgung und Widerstand.
eröffnet worden.
Aus dem einfachen Grunde, weil wir sie ein wenig erweitert haben, auch auf jene Gruppen, die bisher völlig daneben lagen.
Ich denke, das Problem der Zigeuner, der Homosexuellen, der Kriegsgefangenen ist jetzt ein wenig breiter drin in dieser Dauerausstellung.
So bin ich also an diese Ausstellung gekommen und selbstverständlich habe ich dann danach eine Vielzahl von Menschen,
durch diese Ausstellung geführt, viele Schulklassen, aber nicht nur durch die Ausstellung.
Ich bin in viele Schulklassen hineingegangen.
Ich habe eine Unmenge von Stadtrundfahrten gemacht mit Parteien, Organisationen, Schulklassen oder auch einfach Interessengruppen von Menschen durch die Stadt an Städten des Widerstandes und der Verfolgung.
sind wir herangetreten.
Ich war in Kirchengemeinden.
Ich werde stark gefordert.
Und eigentlich frage ich mich heute immer, wie hast du das früher so neben der Arbeit schaffen können?
Heute bin ich Rentner und kann mich voll einbringen.
Und eines ist immer richtig, wenn man heute zwölf Stunden arbeitet, dann ist das kein Stress in dem Sinne, wenn man im Beruf ist und muss zwölf Stunden arbeiten.
Das ist so ein Muss.
Hier ist zwölf Stunden ein Kann verbunden mit einer Lust und mit Liebe und mit Engagement.
Und das mache ich eigentlich sehr gerne.
Stand up for your right.
Get up, stand up.
Stand up for your right.
Get up, stand up.
Stand up for your right.
Get up, stand up.
Don't give up the fight.
Preacher, man, don't tell me.
Life is really worth it It's a card that needs a scroll After story had never been told So now you see the light Stand up for your right Come on, get up, stand up Stand up for your right Get up, stand up Don't give up the fight Get up, stand up
Most people think great God will come from the sky Take away everything and make everybody feel high
You know what life is worth You would look for yours unheard And now will you see the light You stand up for your rights Get up, stand up Stand up for your rights Get up, stand up Don't give up the fight Life is your right Get up, stand up We can't give up the fight Stand up for your rights
Don't give up the fight We're sick and tired of your isms Kiss him, game, dine And go to heaven in Jesus' name We know and we understand Almighty God is a living man You can fool some people sometimes But you can't fool other people all the time So now we see the light We gonna stand up for our rights
Don't give up the fight!
Lichter der Großstadt
Hier sind wir wieder mit der Sendung Lichter der Großstadt – Großstadtgeschichten.
Heute macht der Essener Lokalhistoriker Dr. Ernst Schmidt mal Pause.
Heute hat Emil Latussek das Wort.
Emil Latussek ist 86 Jahre alt und seit über 60 Jahren freier Wasserfahrer.
Hinter den freien Wasserfahrern verbirgt sich ein Kanusport-Club in Steele an der Ruhr.
Die Geschichte der freien Wasserfahrer führte unseren Reporter Ludger Fittkau nicht, wie man annehmen könnte, zunächst ins Clubhaus an der Ruhr.
Es geht an einen ganz anderen Ort.
Doch lassen Sie sich überraschen.
Ich habe Platz genommen auf einer harten Turnerbank direkt neben einem Sprungbock mit einem Sprungbrett davor.
Zu meiner Rechten eine große Handel auf alten, abgeschabten Sportmatten und auch der obligatorische Barren, also einige Turngeräte.
Ich blicke in ein riesengroßes Tor, ein altes Fußballtor, das noch mit Draht bespannt ist, also nicht mit einem Netz, sondern mit Draht bespannt ist.
An einem der Querstangen, der Eisenstangen hängt ein
Boxhandschuhe, daneben ein Kegel, ein Tonkegel.
In diesem Fußballtor stehen zwei alte Hochsprungsstände, wie sie so aus meiner Jugendzeit in den 60er Jahren noch bekannt waren, wo man also in eine Sandgrube hüpfen kann.
Hinter diesem Fußball-Tour blicke ich auf eine Halde, und zwar auf eine alte Kohlehalde hoch aufgeschüttet im Vordergrund Eisenbahngleise.
Diese Szenerie ist eine Szenerie nicht aus einer Turnhalle, auch nicht von einem Sportplatz, sondern ich bin in der Ecke
Arbeitersport an der Ruhr in einer Ecke des Ruhrlandmuseums.
Es geht hier um die Geschichte des Arbeitersportes.
Also wer ins Ruhrlandmuseum kommt und sich mal in den Ecken umschaut, wird hier diese Sportszenerie finden.
Und vor mir auf der Bank liegt ein Fotoalbum, ein etwas abgegriffenes Fotoalbum und das hat mich eigentlich hier ins Museum geführt.
Ich sehe nämlich auf einem Foto die Ruhr, auf der Ruhr
Paddler-Kanuten und darunter die Schrift Arbeitersportverein Freie Wasserfahrer Steele anpaddeln auf der Ruhr.
Das ist eine Gruppe von etwa 30 Personen, meistens in zweier Kanus mit einem Wappen, mit einem Wimpel aufgepflanzt auf einem Kanu im Hintergrund, die eine Eisenbahnbrücke, eine Konstruktion wie man sie heute noch bei Steele an der Ruhr findet, die Eisenbahn richte von Steele Richtung Überruhr.
Das ist unser Thema heute, die Geschichte des Arbeitersportvereins Freie Wasserfahrer Stele wollen wir erzählen.
Dazu kommt in der Sendung ein Zeitsäuger, ein altes Mitglied des Vereins zu Wort und wir wollen die Geschichte der Freien Wasserfahrer Stele erzählen.
Die nächste Station auf den Spuren der freien Wasserfahrer führt uns dann doch zur Ruhr, zum Clubhaus am alten Leinfahrt zwischen Stehle und Horst.
Dort hängt über dem Dresen der Vereins eigenen Kneipe noch das Protokoll der Gründungsversammlung vom 17.
August 1929.
Zur Besprechung über die Gründung eines freien Wasserfahrervereins in Stehle haben sich heute im Lokale Spieß-Nottebaums-Kamp einige Sportsgenossen zusammengefunden.
Die Sportsgenossen wählten den Genossen Hans Adonard zum Leiter der Versammlung.
Dieser sprach dann auch einige Worte über den Zweck und die Ziele des freien Wasserfahrervereins Stehle.
Sämtliche elf Sportsgenossen sprachen nun dafür, die Gründung eines freien Wasserfahrervereins vorzunehmen.
Es wurde aber beschlossen, vorherläufig noch als Abteilung des Arbeiter, Turn- und Sportvereins stehle zu bleiben.
Als Vorstand wurden dann die Genossen Hans Ardonat als Vorsitzender, Heinrich Schürmann als Kassierer, Fritz Friedingsdorf als Schriftführer und Eduard Samrotsky als Fahrwart einstimmig gewählt.
Mit dem Appell, fest zusammenzuhalten und die Bewegung durch Zuführung neuer Mitglieder zu stärken, wurde die Versammlung geschlossen.
Stele August 1929, der Schrift früherer Friedingsdorf.
Emil Lattoseck war einer der elf Sportgenossen, die den Arbeiter-Sportclub aus der Taufe gehoben haben.
Wir trafen ihn in seiner Wohnung am Steler Rott.
Ich habe jetzt die Freude, einen der elf Mitbegründer der freien Wasserfahrer Stele Ruhr hier sprechen zu dürfen, Herr Lattoseck.
Ich drehte Ihnen nicht zu nahe, wenn ich Sie frage, wie alt Sie sind.
Ja, wie alt soll man sein?
85 bin ich.
Herr Lottesdeck ist 85 Jahre alt und noch aktiver, freier Wasserfahrer.
Nein, auch nicht mehr aktiv.
Ja, ich paddel ja noch, ne.
Also ein Boot hat da stehen.
Das Wärme ist übertreiben.
Das Boot haben Sie aber noch da stehen und im letzten Jahr sind Sie noch gepaddelt, ne?
Immer noch.
Vor ein Jahr noch gepaddelt auf der Lahn.
Und dann anschließend im Herbst in Holland auf der Maas.
Mit 84 Jahren noch.
Mit 84 Jahren.
Hier mit dem Partner, der gerade rausgegangen ist.
Wir waren 150 Jahre zusammen.
Im Zweier.
Im Zweier gesessen.
Und Sie haben die Freien Wasserfahrer mitbegründet im Jahre 1929.
Ich habe eine Gründungsurkunde gelesen, die hängt ja noch im Bootshaus.
Die elf Genossen treffen sich, haben sich getroffen in einem bekannten Stieler Gasthaus, das auch Treffpunkt der SPD war.
Und das war unten an der Ruhr bei Keder.
Da haben wir dann beschlossen, Boote zu kaufen.
Erst waren das natürlich die Wanderfreunde.
Da haben wir dann die Boote gekauft und haben dann erst bei Keder oben auf der Pritsche gelegen und dann oben im Hafen.
Da haben wir freien Platz gehabt, das war ein Platz von der Stadt, der war noch für 99 Jahre gepachtet.
Und die Pacht ist abgelaufen und da sind wir übergegangen und haben da unser Zeltplatz aufgeschlagen.
Im Heuteierhafen, wo jetzt das Bootshaus steht?
Wo jetzt das Bootshaus steht, da war erst eine Wiese, die war von der Stadt.
für 90 Jahre gepachtet, die war abgelaufen und aufgrund dessen haben wir dann unser Zelte aufgebaut und da kamen wir auf die Idee, hier im Freien Platz ein Bootshaus zu bauen.
Von Brandwein toll und Finsternissen, von unerhörten Güssen nass, von Frosteis weißer Nacht zerrissen, im Maskorp von Gesichten blass, von Sonnen nackt, gebrannt und krank, die hatten sie im Winter lieb, aus Hunger, Fieber und Gestank, sang alles, was noch übrig blieb.
O Himmel, strahlender Azur, enormer Wind, die Segel bläht, lasst Wind und Himmel fahren, nur lasst uns um St.
Marie die See.
Kein Weizenfeld mit milden Winden, selbst keine Schenke mit Musik.
Kein Tanz mit Weibern und Absinnten, kein Kartenspiel hielt sie zurück.
Sie hatten vor dem Knall das Zanken, vor Mitternacht die Weiber satt.
Sie lieben nur verfaulte Planken, ihr Schiff das keine Heimat hat.
O Himmel, strahlend derer zu.
Mit seinen Rappen, seinen Löchern, mit seiner Pest, mit Haut und Haar.
Sie fluchten wüst darauf beim Bechern und liebten es, so wie es war.
Sie knoten sich mit ihren Haaren im Sturm in seinem Mastwerk fest.
Sie würden nur zum Himmel fahren, wenn man dort Schiffe fahren lässt.
O Himmel, strahlend derer zu.
Sie morden kalt und ohne Hass, was ihnen die Zähne springt.
Sie würgen gurgeln so gelassen,
wie man ein Tau ins Mast wegschlägt.
Sie trinken Sprit bei Leichenwachen, nachts Torgeln trunken sie in See, und die, die übrig bleiben, lachen und winken mit der kleinen See.
Oh Himmel, strahlend er laht zu,
Sie leben schön wie noble Tiere, im weichen Wind entrunken blau, und oft besteigen sieben Stiere, eine geraubte fremde Frau.
Die hellen Sterne, nächte Schaukeln, Sie mit Musik in süßer Ruhe, Und mit geblähten Siegeln gaukeln, Sie unbekannten Meeren zu.
Fallender Azur, enorme Wind, die Segel bläht.
Lasst Wind und Himmel fahren nur, lasst uns um St.
Marie die See.
Doch eines Abends im Aprile, der keine Sterne für sie hat, hat sie das Meer in aller Stille auf einmal plötzlich selber sah.
Der große Himmel, den sie lieben,
Für stillen Raub die Sternensicht, Und die geliebten Winde schieben Die Wolken in das milde Licht.
O Himmel, strahlender Aziz,
Sie fühlen noch wie voller Barmen, das Meer mit ihnen heute wacht.
Dann nimmt der Wind sie in die Arme und tötet sie vor Mitternacht.
Und ganz zuletzt in höchsten Masten war es halt Sturm, sogar laut Fri, als ob sie die zur Hölle rasten noch einmal sangen laut wie nie.
O Himmel, strahlender Azur!
Enormer Wind, die Segel bläh!
Lasst Wind und Himmel fahren nur!
Lasst uns um St.
Marie
Das war also nicht der Platz der Stadt, sondern ein freier Platz, den Sie dann letztendlich benutzt haben?
Ja, der Platz war ja, die Park war abgelaufen von der Stadt und da war natürlich der freie Platz und die Erlaubnis haben wir bekommen von der Stadt, wir könnten da ruhig unser Bootshaus bauen.
Dann sind wir übergegangen und
anfangen zu bauen.
Das waren natürlich Handwerker, Maurer, Elektriker und Schreiner gesagt, getan und da ging es los.
Also es waren alles Mitglieder und Freunde des Vereins, die das Haus selber gebaut haben.
Es war ja auch ein Arbeitersportverein.
Ja, wir nannten uns ja damals Freier Arbeitersportgemeinschaft.
Freie.
Freie Wasserfahrer.
Freie Wasserfahrer.
Da haben wir den Namen nachher gegeben.
Freie Wasserfahrer.
1929 gegründet.
Wann ist denn das Clubhaus dann gebaut worden?
Das Clubhaus ist dann gebaut worden.
Laufen das ja also noch vor dem Krieg.
Und natürlich sind dann die von dann aus gegangen.
Da haben wir erst die eine Hälfte gebaut.
Und anschließend wollten wir dann nach dem Krieg, da ist der Krieg ja entstanden, und dann nach dem Krieg wollten wir weiter bauen, die andere Hälfte des Busraus.
Und dann haben wir natürlich Steine, alles Mögliche, Sand und so was zusammengeholt und haben dann gebaut.
1929 ist der Verein gegründet worden, aber die freien Wasserfahrer waren ja als Arbeiter-Sportverein von den Nazis nicht gerade gelitten.
Ja, wie dann natürlich das Österreich entstanden ist, ist man an uns herangetreten und man wollte uns das Bootshaus abnehmen, weil wir von der Freien Wasserfahrer waren, von der SPD.
Und dann ist natürlich, ihr weder abbrechen,
Oder einen anderen Namen geben.
Da sind wir übergegangen.
Mussten wir einen anderen Namen nehmen, hieß es dann Freier ... Wassersport ... Volks- und Wassersport.
Volks- und Wassersport, also ein Name, der ein bisschen nationalsozialistischer klang.
National, aufgrund dessen mussten wir dann den Namen ändern.
Die Freien Wasserfahrer waren einfach zu deutlich sozialdemokratisch.
Es wurden ja alle Organisationen der Arbeiterbewegung auch verboten.
Wir waren damals Wanderfreunde von der SPD hauptsächlich.
Und wir durften dann den Namen nicht mehr weiterführen.
Und weder auflösen oder den neuen Namen nehmen, wir spielen Wassersport.
Damit ist die Geschichte der Freien Wasserfahrer noch nicht zu Ende erzählt.
Wie der Verein die Zeit des Nationalsozialismus überstand, wie das Vereinsleben nach dem Krieg aussah und was heute an der Ruhr los ist, darüber erfahren Sie mehr in der Sendung Lichter der Großstadt, Großstadtgeschichten, heute in 14 Tagen zur gleichen Zeit.
... Musik ...
Das war's für heute
Wunderbar.
Das war's für heute.
Das war's für heute.
Das war's.
Lichter der Großstadt
Wait until the war is over And we're both a little older Unknown soldier Breakfast where the news is real
Hier ist wieder die neue Esnavelle mit der Fortsetzung der Sendereihe Lichter der Großstadt – Großstadtgeschichten.
In unserer letzten Sendung vor 14 Tagen berichtete der Essener Sozialhistoriker Dr. Ernst Schmidt, wie er dazu kam, die Erlebnisse Essener Antifaschisten während der Nazizeit festzuhalten.
Er sprach von seiner Furcht, dass die Erfahrungen dieser Menschen nach dem Krieg zu schnell in Vergessenheit geraten könnten.
So begann er unmittelbar nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft seine Arbeit als Chronist des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus.
Nach der Musik, es handelt sich um das Stück Unknown Soldier von The Doors, geht's los.
Wiedere Räume!
Make a grave for the unknown soldier Nestled in your hollow shoulder Unknown soldier
Ich habe dann mit vielen persönlich gesprochen, hatte wenigstens ab der 70er Jahre ein kleines Kassettengerät.
Vorher gab es das noch nicht.
Hab dann viele Widerstandskämpfer, die lange nicht mehr leben, auf Kassetten festgehalten.
Und ich warte immer den Wunsch und das
die Absicht, das, was diese Leute dir gesagt haben, was sie berichtet haben über das, was sie erlebten.
Das waren ja Leute, die um die Ecke wohnten, die noch zum Anfassen waren.
Hinzu kam, dass ich Gelegenheit bekam, die erhalten gebliebenen Gestapo-Personalakten
die im Düsseldorfer Hauptstaatsarchiv liegen, dass ich sie einsehen konnte.
Ich habe dann diese Gestapo-Personalakten einsehen dürfen.
Und da war es mir sehr schnell möglich, das, was die Leute mir erzählt hatten, viel konkreter darzustellen.
Ich will ein Beispiel nennen.
Einer der Antifaschisten erzählte mir,
von einem Fenstersprung aus dem Essener Polizeipräsidium.
Er sei, so sagte er, im Verlauf einer Vernehmung aus der zweiten Etage eines Fensters im Polizeipräsidium gesprungen, in der Absicht, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Er benutzte dabei einen Augenblick, in dem er allein im Zimmer war.
Es hatte eine Gegenüberstellung stattgefunden und der Gestapo-Beamte, der einen ihm gegenübergestellt hatte, sagte ihm, Müller, hieß er, Arthur Müller, dieser Mann, Müller, wenn ich wiederkomme, werden wir uns unterhalten und verlass dich drauf.
Wir bringen dich ans Reden.
Und der, der ihm gegenübergestellt wurde, den erkannte, hatte furchtbar ausgesehen, gezeichnet von den Schlägen und den Vernehmungen.
Und als der Gestapo-Beamte mit diesem Mann den Raum verließ und die Tür hinter sich abschloss, um ihn zurückzubringen, riss er das Fenster auf und stürzte sich aus der zweiten Etage, landete auf einer Legustahecke und war erstaunt, dass er lebte.
Es gelang ihm zu flehen in einer Villa in der Nachbarschaft.
Kurz und gut, er konnte etwa fünf Tage in Freiheit sein, ist aber dann doch wieder eingefangen worden.
Und diese Sache hatte der Mann mir erzählt.
Für mich natürlich jetzt die Frage, wann war das?
Er wusste das nicht mehr.
Kurz nach Weihnachten sagte er, ja, ich habe mich hinter einem Christbaum, geplünderten Christbaum, versteckt in dieser Villa.
Und ich hatte dann Gelegenheit, die erhalten gebliebenen Gestapo-Personalakten im Düsseldorfer Hauptstaatsarchiv einzusehen und fand die Akte von ihm.
eine Akte Arthur Müller.
Und darin stand dann brandgenau, also an dem und dem Datum, um so und so viel Uhr, in dem und dem Zimmer.
Und der und der Gestapo-Beamte war der, der ihnen gegenübergestellt wurde.
Und dann konnte ich die ganzen Maßnahmen der Polizei daraus ernehmen, die nach seiner Flucht eingeleitet wurden, bis zu seinem Wiedereinfangen.
Das kann man dann an solchen Akten genau
zeitlich genau überprüfen und auch einbringen.
Und ich wollte dann immer, dass diese Leute bekannt werden.
Und 1979 ist dann das Buch Lichter in der Finsternis erschienen, in der erste Band, mit 40 solchen einzelnen Schicksalen von Menschen, die mir ihre Erlebnisse geschildert haben.
Wie lange hast du daran gearbeitet?
Also ich muss sagen, begonnen habe ich konkret
mit dieser Arbeit so in den 50er Jahren.
Und man kann sagen, dass ich wenigstens 20 Jahre daran gearbeitet habe.
Ich war ja damals noch beruflich tätig in einer Essener Firma und benutzte für das Archivstudium nur meinen Urlaub.
Was die Essener Akten anbelangte, da hatte ich manchmal durch
die dankenswerte Hilfe des damaligen Oberarchivdirektors Dr. Schröter, die Möglichkeit, Akten auch am Sonnabend einzusehen, wenn ich mal frei hatte, in der Stadtbibliothek ein Vorrecht, das heute manchmal undenkbar ist.
Aber der Mann ließ auch mal die Fünfe gerade sein, hat meine Arbeit unwahrscheinlich unterstützt.
Ich bin ihm sehr dankbar dafür.
Und habe dann von einem Essener Antifaschisten, der lange Jahre in Buchenwald als Häftling war, der meine Arbeit beobachtete und dabei feststellte, wie schwierig das war, er kam eines Tages und sagte, er war nicht gerade minder bemittelt, er war auch nicht reich, aber er kommt eines Tages und sagt so,
Hier hast du jetzt einen Geldbetrag und damit kaufst du dir eine Kamera, mit der du Akten fotografieren kannst.
Und das ermöglichte mir damals eine Canon zu kaufen, mit einer Makro-Optik.
Und ich war dann bald in Archiven bekannt als der Mann mit der Kamera.
Ich kam dann immer, habe nur die Akten angelesen und wenn ich das für interessant hielt, habe ich das fotografiert, sodass ich jetzt in der Zeit, in der ich im Urlaub
dort in diesen Archiven arbeitete oder an Sonnabenden, einfach nur immer fotografierte.
Massenweise fotografierte.
Ein Film, 36 Aufnahmen, war ein erschwinglicher Preis.
Und dann konnte ich mit einem selbst gebastelten kleinen Lesegerät und einem Fadenzähler, den ich bekam, der sehr groß war,
konnte ich dann diese Schriften zu Hause, nach Feierabend, an Sonntagen, wann immer ich wollte, entziffern.
Und so habe ich eine umfangreiche Materialsammlung über die Zeit des Nationalsozialismus, ein eigenes Archiv aufgebaut, das immer größer wurde.
Und aus diesem Fundus habe ich dann dieses Buch 1979 geschrieben.
Gearbeitet habe ich da etwa, also am Schreiben selbst habe ich etwa vier Jahre.
weil man immer wieder Rückfragen haben musste.
Es musste ja alles stimmen.
Und ich kann bis heute sagen, dass von diesem Buch auf dieses Buch hin nicht eine Erklärung kam, dass etwas falsch war.
das dann nicht richtig dargestellt worden ist.
Diese Arbeit ist dann erschienen.
Das Buch war sehr schnell vergriffen.
Es kam die zweite Auflage.
Und jetzt im Jahre 1988, im Dezember, ist dann der zweite Band erschienen.
Es sind jetzt 700 Seiten Text.
Im ersten und im zweiten Band zusammen.
58 in sich abgeschlossene Beiträge.
die allesamt in Essen spielen und Menschen aus der Anonymität herausholen, in die man sie einmal entlassen hat.
Das war mein Anliegen.
Darin sind 150.
etwa 150 Bilder und Dokumente.
Ich habe beide Bücher ohne Autorenhonora geschrieben, mit der Verpflichtung, dass dieses mein Geld einfließt in den Ladenpreis des Buches.
Ich wollte, das mag vielleicht bei anderen Schriftstellern jetzt sauer aufstoßen, aber ich wollte einfach mit diesem Buch einen Auftrag erfüllen.
Und diesen Auftrag wollte ich möglichst vielen Menschen kundtun.
vor allen Dingen Jugendlichen.
Und deshalb ist mit meiner Handlung, die ich da gemacht habe, etwas eingetreten, dass eben dieses Buch doch für viele erschwinglich ist.
Wenn ich davon ausgehe, 700 Seiten mit 150 Dokumenten und Fotos zum Gesamtpreis von 33 Mark und 60, also 19 Mark 80 pro Band, dann ist das sicherlich auch noch teuer, aber doch
in der gegenwärtigen Situation liegt es weit unter dem Durchschnitt.
Du hast neben der Arbeit an dem Buch, hast du ja auch an einer Ausstellung gearbeitet und lange durch diese Ausstellung geführt, die in der alten Synagoge war.
Also wie hat diese Arbeit für dich ausgesehen, welchen Stellenwert hatte die?
Ja, sie ist jetzt wieder in der Synagoge, also die zweite Dauerausstellung.
Im Jahre 1978,
trat die Stadt Essen unter anderem auch an mich heran, mit der Bitte einer Gruppe beizutreten, die den Auftrag bekam, eine Ausstellung über die Zeit, Widerstand und Verfolgung in Essen für eine Wanderausstellung, die durch die Schulen gehen sollte, zu konzipieren und zu gestalten.
Wir haben damals immer gesagt,
die wir dazu gehörten.
Und ich kann hier nennen, den Dr. Detlef Beukert, den Dr. Steinberg, der das erste Buch über Widerstand und Verfolgung in Essen geschrieben hat.
Und von mir wusste man, dass das Buch jetzt auf den Markt kam.
Ich wurde mit dazu geholt.
Gustav Streich, ein Ratsherr der SPD über viele Jahrzehnte, der selbst im Zuchthaus gesessen hatte als Zeitzeuge.
Wir haben dann begonnen, es war noch jemand von der Volkshochschule dabei, wir haben dann begonnen, eine solche Konzeption zu entwickeln, haben aber immer gesagt, was ist mit der alten Synagoge?
Das wäre die einzige Stelle, die richtig wäre.
Es kam ein glücklicher Umstand dazu, dass das alte Rathaus am Kennedyplatz frei wurde, das Rathäuschen.
weil das neue gigantische 22 Etagen große Rathaus am Porscheplatz entstand.
Hinzu kam, dass die Sparkasse baute und das alte Sparkassengebäude in der Rathenowstraße ebenfalls jetzt eine neue Nutzung haben musste.
Und wir haben dann immer gesagt, das wäre doch ein Ausweg, das könnte man doch machen.
Es ging nicht so richtig an.
Es ging nicht so richtig an.
Und da passierte plötzlich eines Tages, Dr. Polkert ruft mich an, ich war noch im Betrieb beschäftigt, ruft mich im Betrieb an und sagt, du kannst alles vergessen, die Synagoge brennt.
Und sie brannte.
Es ist also ein Brand, der nicht auf
der Brandstiftung zurückzuführen war.
Aber dieser Brand hat dem Haus, das sage ich jetzt mal sarkastisch, gutgetan.
Hinterher hat es sogar einige gegeben, die glaubten, wir hätten es angesteckt.
Dieser Brand
förderte das Umdenken.
Jetzt plötzlich war die Ausstellung, die dort untergebracht war, Industrieform, die war sehr in Mitleidenschaft gezogen, das Deutsche Plakatmuseum, das dort untergebracht war,
hatte nicht so viel mitbekommen.
Und dann auf einmal griff auch der Kirchenkreis Nord der evangelischen Kirche mit in die Diskussion ein, erklärte jetzt alte Synagoge Mahn und Gedenkstätte und die SPD-Fraktion.
Nicht zuletzt auch sehr animiert durch Gustav Streich, der sich sehr stark machte, in der SPD-Fraktion diesen Gedanken zum Tragen zu bringen, hat dann den Antrag eingebracht, das Haus als ständige Mahn- und Gedenkstätte einzurichten.
Und dann gab es einen großen Arbeitskreis, in dem alle im Rat vertretenen Parteien waren, die Kirchen, die Jüdische Kultusgemeinde selbstverständlich, die Universität, Gustav Streich als der Zeitzeuge und Steinberg und Schmidt eben als die Autoren des Buches der Bücher über den Widerstand in Essen.
Und ich konnte jetzt meine ganze Sammlung einbringen.
Von etwa 680 Originaldokumente entstammten in der ersten Ausstellung etwa 300 aus meinem Archiv.
Und das hat dazu bewirkt, dass die Stadt Essen mir dann die Möglichkeit bot, das Archiv, das in meiner Wohnung kaum noch Platz hatte,
und immer wieder zu Schwierigkeiten mit meiner Frau führte, die unter Sesseln und Sofas und auf Schränken und woanders Sachen liegen hatte.
Es gelang mir dann, die Sammlung ist jetzt im Rolandmuseum hier in Essen untergebracht, im Rolandmuseum im Museumzentrum, in die alte Ausstellung
Widerstand und Verfolgung ist jetzt am 1.
März 1989 als Ausstellung Verfolgung und Widerstand.
eröffnet worden.
Aus dem einfachen Grunde, weil wir sie ein wenig erweitert haben, auch auf jene Gruppen, die bisher völlig daneben lagen.
Ich denke, das Problem der Zigeuner, der Homosexuellen, der Kriegsgefangenen ist jetzt ein wenig breiter drin in dieser Dauerausstellung.
So bin ich also an diese Ausstellung gekommen und selbstverständlich habe ich dann danach eine Vielzahl von Menschen,
durch diese Ausstellung geführt, viele Schulklassen, aber nicht nur durch die Ausstellung.
Ich bin in viele Schulklassen hineingegangen.
Ich habe eine Unmenge von Stadtrundfahrten gemacht mit Parteien, Organisationen, Schulklassen oder auch einfach Interessengruppen von Menschen durch die Stadt an Städten des Widerstandes und der Verfolgung.
sind wir herangetreten.
Ich war in Kirchengemeinden.
Ich werde stark gefordert.
Und eigentlich frage ich mich heute immer, wie hast du das früher so neben der Arbeit schaffen können?
Heute bin ich Rentner und kann mich voll einbringen.
Und eines ist immer richtig, wenn man heute zwölf Stunden arbeitet, dann ist das kein Stress in dem Sinne, wenn man im Beruf ist und muss zwölf Stunden arbeiten.
Das ist so ein Muss.
Hier ist zwölf Stunden ein Kann verbunden mit einer Lust und mit Liebe und mit Engagement.
Und das mache ich eigentlich sehr gerne.
Stand up for your right.
Get up, stand up.
Stand up for your right.
Get up, stand up.
Stand up for your right.
Get up, stand up.
Don't give up the fight.
Preacher, man, don't tell me.
Life is really worth it It's a card that needs a scroll After story had never been told So now you see the light Stand up for your right Come on, get up, stand up Stand up for your right Get up, stand up Don't give up the fight Get up, stand up
Most people think great God will come from the sky Take away everything and make everybody feel high
You know what life is worth You would look for yours unheard And now will you see the light You stand up for your rights Get up, stand up Stand up for your rights Get up, stand up Don't give up the fight Life is your right Get up, stand up We can't give up the fight Stand up for your rights
Don't give up the fight We're sick and tired of your isms Kiss him, game, dine And go to heaven in Jesus' name We know and we understand Almighty God is a living man You can fool some people sometimes But you can't fool other people all the time So now we see the light We gonna stand up for our rights
Don't give up the fight!
Lichter der Großstadt
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Abriß - Ein Förderturm wird demontiert - Zeche Prosper II, Bottrop, 1992
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