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Der Literaturkaffee vom 02.07.2004
DE DE-MZREV-AR 33500008 · Item · 2004-07-02

Die beiden Moderatoren feiern das einjährige Bestehen der Sendung "Der Literaturkaffee" und blicken kurz auf vergangene Gäste zurück. Als Studiogast begrüßen sie die Duisburger Autorin Patricia Vohwinkel.
Das Gespräch beleuchtet Vohwinkels facettenreiche Biografie, darunter ihre Anekdoten als Sperrmüllsammlerin während des Studiums und ihre Leidenschaft für Rockmusik. Ein zentrales Thema ist ihr analoger Schreibprozess: Vohwinkel verfasst ihre Manuskripte handschriftlich mit Füllfederhalter und betont die Disziplin und Melodie, die dadurch im Text entsteht. Sie diskutiert zudem ihr Verständnis des Begriffs "Gothic" als literarische Tradition (Edgar Allan Poe) jenseits moderner Szene-Klischees.

Im Werkstattgespräch geht es um ihren Debütroman Zufällig Elchtod und den Protagonisten Jakob de Vries, einen Pathologen, dessen Spitzname "Elchtod" auf seine Vorliebe für skandinavische Metal-Musik zurückgeht. Die Autorin liest zudem zwei Passagen aus ihrem Kurzgeschichtenband Blutnacht: die schwarzhumorige Weihnachtsgeschichte Stille Nacht, Heilige Nacht und die verschwörungstheoretisch angehauchte Story Ich werde David Beckham töten (Thematik: Illuminaten und die Zahl 23).

Zusätzlich stellen die Moderatoren folgende Neuerscheinungen vor:

Schnee von gestern von Manfred H. Krämer (alias Klimek im Transkript genannt, korrekt ist hier Manfred H. Krämer oder das Pseudonym des Autors, im Transkript "Klimek") – Anmerkung: Im Transkript wird der Autor als "Klimek" bezeichnet, gemeint ist wahrscheinlich der Roman von Manfred H. Krämer oder Friedrich Ani als Gabor Klimek, hier spezifisch "Rentner Karl Heinz Schmidt".

Fotofinish von Jac. Toes (Niederlande).

Raid und der Legionär von Harri Nykänen (Finnland).

Mordseifel (Anthologie), herausgegeben von Jacques Berndorf.

Der Spinner (Hörbuch) von Ralf Kramp, gelesen von Kalle Pohl.

Abschließend wird auf eine Lesung der Autorin im Duisburger Innenhafen ("Past Show") hingewiesen.

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee vom 17.11.2006
DE DE-MZREV-AR 33500037 · Item · 2006-11-17

Die Aufzeichnung dokumentiert die Veranstaltung "Mordshäppchen in Bluesvariationen" im Rahmen des Krimifestivals "Mord am Hellweg" (Teil 3 der Berichterstattung des Literaturkaffees) im Haus Schmülling in Bergkamen. Die Moderation führt in den Abend ein.

Im Mittelpunkt stehen Lesungen verschiedener Autoren, begleitet von der Sängerin Joy Fleming:

Sandra Lüpkes liest ihre Kurzgeschichte "Das Wunder von Emden". Darin entdeckt eine Familie auf dem Rosinenstuten der Großmutter das Abbild der Jungfrau Maria. Der Versuch, das Gebäckstück gewinnbringend im Internet zu versteigern, scheitert an der gefräßigen Großmutter.

Dr. Herbert Knorr, Festivalleiter und Autor, trägt schwarzhumorige Lyrik vor ("Ein Problem im Garten", "Am Straßenrand stand ein Skelett") sowie einen satirischen Monolog in Form eines Telefonats. In diesem schildert ein Ehemann (Werner) seinem Freund Heinz den "tragischen" Absturz seiner Frau Hilde (oder umgekehrt, Rollenspiel) in den Alpen, um endlich den ersehnten Urlaub an der Nordsee verbringen zu können.

Jürgen Ehlers liest die Kurzgeschichte "Das Huhn". Die Erzählung handelt von einer alternativen Hofgemeinschaft ("Wollsteinhof"), die einen betrügerischen und störenden Mitbewohner namens Gero ermordet, an die Schweine verfüttert und die Knochenreste den Hühnern als Kalkzusatz gibt.

Die Veranstaltung zeichnet sich durch die Verbindung von kulinarischem Thema ("Häppchen"), Kriminalliteratur und Blues-Musik aus.

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee vom 01.04.2005
DE DE-MZREV-AR 33500017 · Item · 2005-04-01

Die Moderatoren begrüßen das Essener Autorenduo H.P. Karr und Walter Wehner (Karr & Wehner) im Studio. Im Mittelpunkt steht ihr gemeinsames Projekt Hotel Terminus, ein Kriminalroman, der als Gemeinschaftswerk von zwölf renommierten deutschsprachigen Krimiautoren entstand.

Die Herausgeber Karr & Wehner erläutern das Konzept: Ein fiktives Hotel dient als Kulisse für Episoden, die von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden, während sie selbst die Rahmenhandlung um das Hotelpersonal (Portier Henk, Hausdame Diana, Barkeeper Juan) schrieben und die redaktionelle Koordination übernahmen. Sie berichten von der Zusammenarbeit mit Autoren wie Ralf Kramp, Silvia Kaffke, Horst Eckert, Edith Kneifl und Peter Zeindler sowie von der Kooperation mit dem Aufbau-Verlag. H.P. Karr liest zudem den Beginn der Rahmenhandlung vor.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Tätigkeit von H.P. Karr als Leiter des Bochumer Krimi-Archivs. Er gibt Einblicke in die Arbeit am "Lexikon der deutschen Krimi-Autoren" (online und als Print) und die Organisation der Jury für den Deutschen Krimi Preis. In diesem Kontext wird der Unterschied zwischen dem undotierten Kritikerpreis (Deutscher Krimi Preis) und dem Autorenpreis des Syndikats (Friedrich-Glauser-Preis) diskutiert. Auch die Rolle der Autoren bei der Organisation des Krimifestivals "Die Kriminale" und Anthologie-Projekten wie "Mord am Hellweg" wird thematisiert.

Zum Abschluss kündigen die Moderatoren kommende Sendungen mit Horst Eckert (617 Grad Celsius) und Silvia Kaffke (Totenstill) an.

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee vom 05.2005
DE DE-MZREV-AR 33500018 · Item · 2005-05

Die Moderatoren begrüßen die Kriminalschriftsteller Silvia Kaffke und Horst Eckert im Studio. Beide stellen ihre aktuellen Neuerscheinungen vor und diskutieren über ihre schriftstellerische Entwicklung.

Silvia Kaffke präsentiert ihren Roman Totenstill (KBV Verlag). Sie erläutert die Weiterentwicklung ihrer Protagonistin, der Profilerin Barbara Post, und deren Beziehung zu ihrem Partner Thomas. Kaffke spricht über ihren Verlagswechsel von Fischer zum kleineren KBV Verlag von Ralf Kramp und lobt die dortige intensive Betreuung. Zudem erwähnt sie ihre Arbeit an der Drehbuchadaption ihres Vorgängerromans Herzensgut.

Horst Eckert stellt seinen Roman 617 Grad Celsius (Grafit Verlag) vor. Er erklärt den Titel (Zündtemperatur von Erdgas) und berichtet von seinen Recherchen bei Brandursachenermittlern. Diskutiert wird auch seine erzählerische Technik, verschiedene Zeitebenen (u.a. die 70er Jahre/Bhagwan-Bewegung) zu verknüpfen, sowie die moralische Ambivalenz seiner Figuren. Eckert äußert sich zudem zu seiner vergangenen Tätigkeit als Sprecher der Autorenvereinigung "Das Syndikat".

Ein zentrales Thema ist die Vernetzung der beiden Autoren: Sie berichten von "Crossovern", bei denen Figuren des einen Autors in den Romanen des anderen auftauchen (z.B. Eckerts Figur Ela Bach in Kaffkes Werk), sowie von ihrer gemeinsamen Beteiligung am Anthologie-Projekt Hotel Terminus.

Die Sendung beinhaltet zudem Rückblicke auf das Krimifestival "Die Kriminale" im Sauerland, inklusive der Verleihung des Ehrenglausers an Ingrid Noll, sowie Leseempfehlungen der Moderatoren und Gäste (u.a. Jürgen Ehlers).

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee vom 11.08.2006
DE DE-MZREV-AR 33500032 · Item · 2006-08-11

Die Moderatoren begrüßen die Essener Autorin und Künstlerin Mischa Bach im Studio.
Das Gespräch zeichnet das Bild einer facettenreichen Künstlerin, die sich in verschiedenen Medien ausdrückt (Literatur, Malerei, Film, Theater). Mischa Bach erläutert ihren kreativen Prozess, der oft von einem inneren Drang und dem Wunsch, Langeweile zu vermeiden, getrieben ist. Sie spricht über ihre Erfahrungen als Drehbuchautorin (u.a. für Polizeiruf 110 und die Adaption von Silvia Kaffkes Herzensgut), ihre Arbeit am Theater und ihre anfänglichen Ambitionen in der Schauspielerei, die sie zugunsten des Schreibens aufgab.

Ein Schwerpunkt liegt auf ihrem neuen Roman Stimmengewirr. Bach erklärt die komplexe Struktur des Buches, das aus der Perspektive mehrerer Persönlichkeiten einer multiplen Persönlichkeit erzählt wird. Sie diskutiert das Phänomen der dissoziativen Identitätsstörung und wie sie das Thema für einen Kriminalroman adaptierte. Zudem präsentiert sie im Studio eigene Acrylbilder, die thematisch mit dem Buchcover korrespondieren, und berichtet von einer aktuellen Ausstellung im Bahnhof Langendreer.

Die Sendung enthält zudem Buchbesprechungen der Moderatoren:

Historische Krimis: Das Geheimnis des Mithras-Tempels (Hagemann/Stitz), Caligulas Rache (Ingo Gach).

Schweizer Krimi: Staub im Feuer (Ernst Solèr).

Besondere Erwähnung: Ich weiß von Gunter Gerlach und Der Eine ist stumm, der Andere ein Blinder von Akif Pirinçci.

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee vom 14.07.2006
DE DE-MZREV-AR 33500031 · Item · 2006-07-14

Die Moderatoren begrüßen die Bestsellerautorin Rebecca Gablé im Studio.
Das Interview zeichnet Gablés Weg von der Bankkauffrau zur Studentin der englischen Mediävistik und schließlich zur erfolgreichen Schriftstellerin nach. Sie erklärt, wie ihr Studium der altenglischen Literatur ihr Interesse am Mittelalter weckte und die Grundlage für ihre historischen Romane bildete. Gablé diskutiert die Faszination des Genres, die Bedeutung gründlicher Recherche (inklusive Reisen nach England) und die Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann als Testleser und Fotograf.

Besprochen werden ihre Hauptwerke, insbesondere Das Lächeln der Fortuna (ihr Durchbruch im historischen Genre) und die Fortsetzung Die Hüter der Rose. Gablé äußert sich auch zu ihren Anfängen als Krimiautorin und schließt eine Rückkehr zu diesem Genre (oder eine Mischform als historischer Krimi) nicht aus. Ein aktuelles Thema ist der "Da Vinci Code"-Hype; Gablé grenzt ihre mediävistische Sicht auf den Gral (als Kelch) von Dan Browns Theorien ab, akzeptiert diese aber als Fiktion.

Zusätzlich stellen die Moderatoren aktuelle Kriminalromane vor:

Der vierzehnte Stein von Fred Vargas (hoch gelobt).

Ein Grappa-Krimi von Gabriella Wollenhaupt (Thema Fußball-WM).

Prickel von Jörg Juretzka (Ruhrgebietskrimi).

Die Namensvetterin von Sabina Naber (kritisiert als zu erotiklastig).

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee vom 15.12.2006
DE DE-MZREV-AR 33500040 · Item · 2006-12-15

Die Moderatoren Ralf Kowalewski und Heike Klaes präsentieren in der Weihnachtsausgabe des "Literaturkaffees" ihre persönlichen Buchempfehlungen für das Jahr 2006. Sie verzichten in dieser Sendung auf einen Studiogast, um sich ganz auf die Rezensionen zu konzentrieren.

Vorgestellt werden unter anderem:

Ingrid Noll: Ladylike (Roman über eine Senioren-WG) und das zugehörige Hörbuch, gelesen von Maria Becker. Erwähnung von Nolls Auftritt bei Alfred Biolek.

Polina Daschkowa: Keiner wird weinen (Russland-Thriller).

Boris Akunin: Die diamantene Kutsche (Historischer Kriminalroman, Russland/Japan).

Esther Verhoef: Rastlos (Niederländischer Thriller).

Akif Pirinçci: Der Rumpf (wurde im Text erwähnt, aber der Fokus liegt auf Der Eine ist stumm, der Andere ein Blinder – ein Thriller, der mit dem Rattenfänger-Motiv spielt).

Anne Chaplet: Sauberer Abgang (Krimi um eine Putzfrau, die eine Leiche findet).

Klaus Erfmeyer: Karrieresprung (Anwalts-Krimi).

Leonie Swann: Glennkill (Schafskrimi, vorgestellt mit einem eingespielten Filmbeitrag).

Jacques Berndorf: Eifel-Kreuz (Jubiläumsroman zum 70. Geburtstag, erstmals als Hardcover bei Grafit).

Fred Vargas: Der vierzehnte Stein (Kommissar Adamsberg).

Craig Russell: Blutadler und Wolfsfährte (Hamburg-Thriller eines schottischen Autors).

Irene Rodrian: Eisiges Schweigen (Simona Cinco-Reihe, Barcelona).

Rüdiger Schulte: Dinner for One auf Ruhrpöttisch.

Anthologie: Tödliche Torten (hg. von Ina Coelen und Almuth Heuner, Leporello Verlag), das von den Moderatoren als "Buch des Jahres" (in der Kategorie Anthologie?) hervorgehoben wird. Enthalten sind Geschichten von Sandra Lüpkes, Mischa Bach, Gesine Schulz u.a.

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee vom 30.09.2004
DE DE-MZREV-AR 33500014 · Item · 2004-09-30

Die Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski begrüßen den Schriftsteller Michael Molsner im Studio. Er wird als Pionier des modernen deutschen Kriminalromans ("neue deutsche Krimiwelle" der 70er/80er Jahre) eingeführt.

Im Interview blickt Molsner auf seine Anfänge als Gerichtsreporter in München zurück, wo er unter anderem den spektakulären Prozess gegen Vera Brüne begleitete. Diese Erfahrungen motivierten ihn, über die reine Faktenberichterstattung hinaus fiktionale Literatur zu schreiben, um die "Wahrheit hinter den Prozessen" darstellen zu können. Er diskutiert seine literarische Philosophie, die sich stark von der eindimensionalen "U-Literatur" (Groschenromane) abgrenzt und stattdessen auf Charakterentwicklung und gesellschaftliche Relevanz setzt.

Molsner liest eine Passage aus seinem Roman Starker Zauber. Die Szene schildert den Besuch eines Journalisten bei einem zum Tode verurteilten Freund in einem texanischen Gefängnis.

Ein wesentlicher Teil des Gesprächs dreht sich um Molsners Konflikte mit dem etablierten Literaturbetrieb. Er berichtet, wie Lektoren bei großen Verlagen (Rowohlt, Fischer) seine Manuskripte ablehnten oder Probleme bekamen, weil diese als zu politisch oder linksradikal (Thematisierung der 68er-Bewegung, "Autos anzünden") empfunden wurden. Zudem erzählt er Anekdoten von seiner Zusammenarbeit mit dem Regisseur Wolfgang Staudte an einem Tatort-Drehbuch und der Diskrepanz zwischen sozialistischem Anspruch und realem Luxusleben.

Zusätzlich rezensieren die Moderatoren zwei Neuerscheinungen:

Der Code der Apostel von Roman Rausch (Kirchenthriller um einen Papyrus).

Das Hagebuttenmädchen von Sandra Lüpkes (Ostfrieslandkrimi).

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee vom 05.08.2005
DE DE-MZREV-AR 33500020 · Item · 2005-08-05

Die Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski begrüßen den Schriftsteller, Journalisten und Lehrer Reinhard Junge im Studio. Er wird als einer der Mitbegründer des modernen Ruhrgebietskrimis eingeführt.

Im Interview diskutiert Junge die Entwicklung des Kriminalromans im Ruhrgebiet. Er wehrt sich gegen die Abwertung des Begriffs "Regionalkrimi" und betont, dass gute Kriminalliteratur immer eine Heimat hat, aber universelle Themen behandelt. Er beschreibt die Schwierigkeiten, das Ruhrgebiet als literarischen Schauplatz zu etablieren, das lange Zeit nur als "Schmuddel-Kulisse" (Schimanski) wahrgenommen wurde.

Ein großer Teil des Gesprächs widmet sich Junges politischer Vergangenheit und deren Einfluss auf sein Werk. Er berichtet von seiner Inhaftierung bei der Bundeswehr wegen Protesten gegen die Notstandsgesetze, seinem Berufsverbot als Lehrer wegen DKP-Mitgliedschaft und einem Prozess wegen der Bezeichnung eines Rechtsradikalen als "Neonazi". Diese Erfahrungen flossen in seine frühen Sachbücher und Reportagen ein.

Besonders ausführlich wird die satirische Krimireihe "Das Ekel von Datteln" besprochen, die Junge gemeinsam mit Leo P. Ard (Jürgen Pomorin) verfasste. Junge erzählt von den realen Vorbildern für die korrupten Figuren (u.a. Bürgermeister, die "Pershings haben wollen") und den Reaktionen der Betroffenen, die sich in den Romanen wiedererkannten. Er erklärt auch, warum die Zusammenarbeit mit Ard endete, als dieser ins Drehbuchfach (TV-Serie Balko) wechselte.

Abschließend weist Ralf Kowalewski auf kommende Veranstaltungen hin:

Eine Lesung in der Item Buchhandlung in Essen-Frintrop mit Reinhard Junge, Ralf Kramp und Theo Pointner.

Eine Kooperation des "Literaturkaffees" mit dem Kleinen Theater (Lesung mit H.P. Karr und Silvia Kaffke).

Genesungswünsche an die erkrankte Autorin Gesine Schulz.

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee von der Criminale 2006
DE DE-MZREV-AR 33500027 · Item · 2006

Die Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski berichten von ihren Eindrücken auf dem Krimifestival "Die Kriminale" (u.a. in Koblenz).

Ein Schwerpunkt der Sendung ist der Hype um Dan Brown und den Filmstart von Sakrileg. Die Moderatoren diskutieren die Plagiatsvorwürfe von Michael Baigent (Der Heilige Gral und seine Erben) und empfehlen Sachbücher zum Thema (z.B. Die Gottesmacher).

Per Telefon ist die Bestsellerautorin Ingrid Noll zugeschaltet. Sie spricht über ihren Roman Ladylike (über eine Senioren-WG), ihren Erfolg auf den Bestsellerlisten und ihre Teilnahme an der TV-Sendung von Thea Dorn.

Es folgen Einspieler von Lesungen und Interviews, die auf der Kriminale oder bei anderen Gelegenheiten aufgezeichnet wurden:

Sabina Naber: Die österreichische Autorin liest aus ihrer Maria K.-Reihe und spricht über Erotik in ihren Krimis ("Keine Menschen ohne Unterleib").

Jacques Berndorf: In einer "Homestory" aus der Eifel berichtet er von seiner schweren Krankheit, seiner Recherche beim BND für den Roman Ein guter Mann und seiner neuen Gelassenheit. Er liest eine humorvolle Passage über das Leben in der Eifel und die "ekelhafte Lebensfreude" der Natur.

Umfangreiche Rezensionen der Moderatoren runden die Sendung ab:

Das schwarze Blut von Jean-Christophe Grangé (kontroverse Diskussion über die Darstellung des Bösen).

Der 14. Stein von Fred Vargas.

Grappa und die Seelenfänger (Gabriella Wollenhaupt – Titel im Text als "Grappa-Roman" zur WM umschrieben, aber hier geht es um Fußball, Titel evtl. Tödliche Nachspielzeit? Im Text ist von "Mandelhörnchen auf Japanisch" die Rede). Korrektur: Im Text wird Tödliche Nachspielzeit (WM-Bezug) besprochen.

Prickel von Jörg Juretzka.

Blutadler und Wolfsfährte von Craig Russell (Hörbücher).

Eisiges Schweigen von Irene Rodrian.

Als "Buch des Jahres" küren die Moderatoren die Anthologie "Tödliche Torten" (hg. von Ina Coelen und Almuth Heuner).

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Eric Joel Chauvistre
Der Literaturkaffee Best Of 2004
DE DE-MZREV-AR 33500013 · Item · 2004

Diese "Best of 2004"-Sendung fasst Höhepunkte aus den Ausgaben des Jahres zusammen. Die Moderatoren Ralf Kowalewski und Heike Klaes präsentieren Ausschnitte aus Interviews mit Verlegern und Autoren der deutschen Krimiszene.

Enthalten sind Beiträge zu:

Rutger Booß: Der Verleger des Grafit Verlags spricht auf dem Krimifestival "Die Kriminale" über die Bedeutung des Treffens für die Branche und die Suche nach neuen Talenten.

Ralf Kramp: Der Autor berichtet über seine Übernahme des KBV-Verlags, die Doppelfunktion als Verleger und Schriftsteller und seine eher künstlerische als rein wirtschaftliche Herangehensweise.

Jacques Berndorf: In sehr persönlichen Ausschnitten erzählt Berndorf von seinen Kriegstraumata als Kind und Kriegsreporter, seinem Weg in den und aus dem Alkoholismus sowie seiner Entscheidung, das "zweite Leben" als Krimiautor in der Eifel zu beginnen. Er schildert auch humorvoll die Belastung durch "Krimitouristen" an seinem privaten Wohnhaus.

Patricia Vohwinkel: Die Autorin erzählt Anekdoten aus ihrer Studienzeit, in der sie ihren Lebensunterhalt und Reisen durch das Sammeln und Verkaufen von Sperrmüll finanzierte. Sie erläutert zudem ihre Vorliebe für das handschriftliche Schreiben.

Ingrid Noll: Ein kurzer Ausschnitt zeigt Noll bei der humorvollen Schilderung der Verleihung des Friedrich-Glauser-Preises.

Anne Chaplet (Cora Stephan): Ein kurzes Statement zur Wertigkeit des Kriminalromans als "hohe Kunst" im Vergleich zum Sachbuch.

Die Sendung bietet einen Rückblick auf die Vielfalt der Gäste und Themen des Literaturkaffees im Jahr 2004, mit einem Fokus auf die persönlichen Hintergründe der Autoren und die Strukturen der Verlagswelt.

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Eric Joel Chauvistre
DE DE-MZREV-AR 23006144 · Item · 1984

Brot für die Welt, aber die Wurst bleibt hier, Medienwerkstatt Freiburg, Farbe, 14 Min. (Paralleler Titel: Wenn der Hergott das wüsste)
Der Film ist eine satirische Konsumkritik zur Weihnachtszeit, provoziert und testete 1984 die Grenzen der Kunstfreiheit aus. Im MZR Katalog lesen wir:
"Die Staatsanwaltschaft wollte es verhindern, zunächst tat sie es auch. Kurzerhand wurden die Aktionsteilnehmer verhaftet und mehrere Stunden festgehalten. Doch dann, prompt am nächsten Samstag, zogen die Akteure von neuem in die Stadt , um der kaufwütigen Einkaufsmasse ihre Botschaft zu übermitteln. Die Kunst des kleinen Mannes auf der Straße. Und die arme Polizei musste zugucken, ja sie wird sogar selbst zum Teilnehmer des Spektakels und gibt sich bühnenreif wie nie zuvor. Kunst kommt vom Können und nicht vom Dürfen. Und die Polizei darf nicht, weil dort Kunst auf der Straße steht. 14 Minuten Spaß und gute Laune, und das nicht nur zur Weihnachtszeit."
Beschreibung aus: MZR Verleihkatalog 1987, S.29

Parallel verwendeter Titel: Wenn der Heilland das Wüßte
15 Min. U-Matic, Farbe,
MWS, Medienwerkstatt Freiburg, 1984

Northern Newsreel 1
DE DE-MZREV-AR 23000159 · Item · 1986 Spring

Nothern Newsreel 1 spring 1986,
Themen der Ausgabe:

  1. Racism in the North
    The black population in the North East may be small but racism is still a serious problem.
  2. Union of Democratic Mineworkers
    How democratic is the UDM?
  3. The other War
    despite the war against fascism abroad the classstruggle continued at home.
  4. Red Wedge With Billy Bragg
    Pop Music and politicsand more!
1. Coal not dole, 42 Min. 2. Here we go, 52 Min.
DE DE-MZREV-AR 23003891 · Item · 1984-1985
  1. Coal not Dole, Arbeit statt Sozialhilfe, Banner Film Sheffield 1984, 41 Min.
    Der Film lässt in einer Linie die streikenden Bergleute und Familien zu Wortkommen, und sie reden - mal zornig, mal verzweifelt, mal traurig und mal zuversichtlich - darüber, dass - Abfindungen und das Gerede von "anderen Arbeitsplätzen" Augenwischerei sind - die geplanten Zechenschliessungen ganze Gemeiden zerstören werden
    • es Thatcher um die Zerschlagung der Gewerkschaft geht und über vieles mehr. Die Kamera begleitet die Bergleute und ihre Familien in ihrem - dem Alltag des Streiks.
  2. Here wo go, Los geht´s! Banner Film, Sheffield 1995, 52 Min.
    Zwölf Monate Streik, zwölf Monate Kampf mit den Streikbrechern und mit der Polizei, zwölf Monate Entbehrungen, aber auch zwölf Monate der Solidarität, mit guten und schlechten Erfahrungen. Gewerkschafter aus dem In- und Ausland, Vertreter von schwarzen Gemeinden und so Solidaritätsgruppen erklärt, warum sie es für wichtig halten, den Streik der Bergleute zu unterstützen. Aber es geht auch um die Schattenseiten, die mangelnde Solidarität aus den eigenen Reihen, die mangelnde Kämpferische Unterstützung von den andere Gewerkschaften. ebenso wie "Coal not dole" ist dieses Video geeignet, Aspekte und Hintergründe des Streiks aus der Sicht der Bergleute deutlich zu machen.
    Beschreibungen aus: MZR Verleihkatalog 1987, S. 12
Banner Film
Audiovisuelle Komposition Blast!
13000015 · Item · 2017

Audiovisuelle Komposition "BLAST!“, Gudrun Barenbrock (Video), Angelika Sheridan (Flöten), Frank Niehusmann (Elektronik), 2017, Länge: 11:16 Min.
Das Video wurde mittels Aufnahmen aus dem mz:R Medienarchiv, vornehmlich aus dem Konvolut "Sprengungen" von Jörg Keweloh realisiert. Die Belegkopie des Archivs stammt von Frank Niehusmann, der mehrere Wochen im mz:R Archiv sichetete. Die hier dokumentierten umfangreichen Beschreibungen und Infos stammen von Frank Niehusmann selbst und sind auf seiner Webseite https://www.niehusmann.org/blast/ zu finden:
"Die audiovisuelle Komposition BLAST! zeigt historische Aufnahmen von Gebäude- und Industrieanlagen-Sprengungen, einstürzenden Schornsteinen, kippenden Fördertürmen und zusammenbrechender Industrie- und Bergbau-Architektur im Ruhrgebiet.
Den ersten Hinweis auf die Existenz des umfangreichen Bildmaterials bekam Frank Niehusmann Ende 2016 beim Film- und Video-Festival „Blicke“ in Bochum von dessen Mit-Gründer und -Leiter Wolfgang Kriener: Die ursprünglichen Videoaufnahmen waren ab 1983 im Kontext des Essener „Medienzentrum Ruhr“ unter dessen Leiter Jörg Keweloh (1953-2012) zusammengetragen worden. Über viele Jahre hinweg hat er die Sprengungen der Industrie- und Bergbau-Architektur im Ruhrgebiet mit zahlreichen Kamerateams dokumentiert. Nach abenteuerlichen Umwegen und schließlich mit Unterstützung durch das Medienarchiv des Land­schaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) ist das spektakuläre Material heute auf dem Weg zu einem professionellen Archiv. Dank der freundlichen Unterstützung durch die Archivare Joachim Thommes (im Medienzentrum Ruhr, Essen) und Dirk Fey (im LWL-Medienzentrum für Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Münster) konnte Frank Niehusmann 2017 erstmals große Teile des nun digitalisierten Archiv-Materials sichten und für das Projekt BLAST! auswählen.
Gudrun Bahrenbrock gestaltete die schwarz-weiß formatierte Bildkomposition, Angelika Sheridan und Frank Niehusmann entwickelten die elektroakustische Klangkomposition.
BLAST! wurde am 18. November 2017 beim Bochumer Blicke-Festival anlässlich dessen 25-jährigen Bestehens in einer Version als „Stummfilm mit Live-Musik“ uraufgeführt.
Foto: Programmheft BLICKE-Festival 2019

Im März 2018 wurde BLAST! im Programm von „Panorama Punjab – International Forum for Art & Culture“ in Patiala/Indien gezeigt.

Am 13. April 2018 wurde BLAST! mit dem 1. Preis beim Wettbewerb des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher“ in der Kategorie „Bewegte Bilder“ ausgezeichnet:
„Durch schnelle Schnitte, Stilisierungen, schwarz/weiß-Bearbeitungen, Montagen und Sounds erzeugt diese filmkünstlerische Arbeit eine Dynamik, die fallende Gebäude zu ‚Tänzern’/ Akteuren werden lässt … Spielerich, zugleich eindrucksvoll. BLAST – aus dem Englischen übersetzt bedeutet es einerseits ‚Explosion‘ und andererseits umgangssprachlich ‚großer Spaß‘ -, beides findet sich in dieser ‚Choreographie‘ der fallenden Bauten wieder … ein optisch wie akustisch gewaltiges Opus.“
(Dokumentation des 7. Geschichtswettbewerbs des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.; Klartext Verlag, Essen 2019; S. 60 u. 78)

2019 wurde BLAST! im Rahmen der Theaterproduktion „Youtopia“ gezeigt:

  1. Mai 2019 Köln (Sommerblut-Festival, Uraufführung)
  2. Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
  3. Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
  4. Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
  5. Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
  6. Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
  7. Juni 2019 Berlin (Pfefferberg Theater)
  8. Juni 2019 Bonn (Theater im Ballsaal)"
Knackpunkt
53006374_1 · Item
RWE-Anklage Pseudokrupp
DE DE-MZREV-AR 23090001 · Item · 1985

Zusammenschnitt der Informationsveranstaltung in der Zeche Carl 1985

Friedensgottesdienst am Munitionsdepot Hünxe
23001075_1 · Item · 1983

Friedensgottesdienst am Munitionsdepot Hünxe, Videowerkstatt Oberhausen / Medienzentrum Ruhr 1983
Start bei 4:10 Ende bei ca. 47:40 Min.
Die CVJM- Gruppe Oberhausen ist eine der wenigen, die sich bisher öffentlich und mit klaren politischen Aussagen als
CVJM in der Friedensbewegung engagiert und selbst Aktionen durchführt. Aber gerade der an der Basis sich entwickelnde
Widerstand ist wichtig für die Meinungsbildung innerhalb der Institution Kirche. Der vom CVJM- Oberhausen durchge
führte Friedensgottesdienst ist eine gelungene, ohne grüßen Aufwand durchzuführende und der Kirche inheränte
Form des öffentlich gemachten Protestes. Das Band könnte für Kirchengruppen eine willkontnene Information und
Anregung für eigene Aktionen solcher oder ähnlicher Art sein.
Beschreibung aus MZR Verleihkatalog 1984/85, S. 39

MZR VWO