Zusammenschnitt der Informationsveranstaltung in der Zeche Carl 1985
Audiovisuelle Komposition "BLAST!“, Gudrun Barenbrock (Video), Angelika Sheridan (Flöten), Frank Niehusmann (Elektronik), 2017, Länge: 11:16 Min.
Das Video wurde mittels Aufnahmen aus dem mz:R Medienarchiv, vornehmlich aus dem Konvolut "Sprengungen" von Jörg Keweloh realisiert. Die Belegkopie des Archivs stammt von Frank Niehusmann, der mehrere Wochen im mz:R Archiv sichetete. Die hier dokumentierten umfangreichen Beschreibungen und Infos stammen von Frank Niehusmann selbst und sind auf seiner Webseite https://www.niehusmann.org/blast/ zu finden:
"Die audiovisuelle Komposition BLAST! zeigt historische Aufnahmen von Gebäude- und Industrieanlagen-Sprengungen, einstürzenden Schornsteinen, kippenden Fördertürmen und zusammenbrechender Industrie- und Bergbau-Architektur im Ruhrgebiet.
Den ersten Hinweis auf die Existenz des umfangreichen Bildmaterials bekam Frank Niehusmann Ende 2016 beim Film- und Video-Festival „Blicke“ in Bochum von dessen Mit-Gründer und -Leiter Wolfgang Kriener: Die ursprünglichen Videoaufnahmen waren ab 1983 im Kontext des Essener „Medienzentrum Ruhr“ unter dessen Leiter Jörg Keweloh (1953-2012) zusammengetragen worden. Über viele Jahre hinweg hat er die Sprengungen der Industrie- und Bergbau-Architektur im Ruhrgebiet mit zahlreichen Kamerateams dokumentiert. Nach abenteuerlichen Umwegen und schließlich mit Unterstützung durch das Medienarchiv des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) ist das spektakuläre Material heute auf dem Weg zu einem professionellen Archiv. Dank der freundlichen Unterstützung durch die Archivare Joachim Thommes (im Medienzentrum Ruhr, Essen) und Dirk Fey (im LWL-Medienzentrum für Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Münster) konnte Frank Niehusmann 2017 erstmals große Teile des nun digitalisierten Archiv-Materials sichten und für das Projekt BLAST! auswählen.
Gudrun Bahrenbrock gestaltete die schwarz-weiß formatierte Bildkomposition, Angelika Sheridan und Frank Niehusmann entwickelten die elektroakustische Klangkomposition.
BLAST! wurde am 18. November 2017 beim Bochumer Blicke-Festival anlässlich dessen 25-jährigen Bestehens in einer Version als „Stummfilm mit Live-Musik“ uraufgeführt.
Foto: Programmheft BLICKE-Festival 2019
Im März 2018 wurde BLAST! im Programm von „Panorama Punjab – International Forum for Art & Culture“ in Patiala/Indien gezeigt.
Am 13. April 2018 wurde BLAST! mit dem 1. Preis beim Wettbewerb des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher“ in der Kategorie „Bewegte Bilder“ ausgezeichnet:
„Durch schnelle Schnitte, Stilisierungen, schwarz/weiß-Bearbeitungen, Montagen und Sounds erzeugt diese filmkünstlerische Arbeit eine Dynamik, die fallende Gebäude zu ‚Tänzern’/ Akteuren werden lässt … Spielerich, zugleich eindrucksvoll. BLAST – aus dem Englischen übersetzt bedeutet es einerseits ‚Explosion‘ und andererseits umgangssprachlich ‚großer Spaß‘ -, beides findet sich in dieser ‚Choreographie‘ der fallenden Bauten wieder … ein optisch wie akustisch gewaltiges Opus.“
(Dokumentation des 7. Geschichtswettbewerbs des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.; Klartext Verlag, Essen 2019; S. 60 u. 78)
2019 wurde BLAST! im Rahmen der Theaterproduktion „Youtopia“ gezeigt:
- Mai 2019 Köln (Sommerblut-Festival, Uraufführung)
- Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
- Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
- Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
- Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
- Juni 2019 Köln (Sommerblut-Festival)
- Juni 2019 Berlin (Pfefferberg Theater)
- Juni 2019 Bonn (Theater im Ballsaal)"
- Coal not Dole, Arbeit statt Sozialhilfe, Banner Film Sheffield 1984, 41 Min.
Der Film lässt in einer Linie die streikenden Bergleute und Familien zu Wortkommen, und sie reden - mal zornig, mal verzweifelt, mal traurig und mal zuversichtlich - darüber, dass - Abfindungen und das Gerede von "anderen Arbeitsplätzen" Augenwischerei sind - die geplanten Zechenschliessungen ganze Gemeiden zerstören werden- es Thatcher um die Zerschlagung der Gewerkschaft geht und über vieles mehr. Die Kamera begleitet die Bergleute und ihre Familien in ihrem - dem Alltag des Streiks.
- Here wo go, Los geht´s! Banner Film, Sheffield 1995, 52 Min.
Zwölf Monate Streik, zwölf Monate Kampf mit den Streikbrechern und mit der Polizei, zwölf Monate Entbehrungen, aber auch zwölf Monate der Solidarität, mit guten und schlechten Erfahrungen. Gewerkschafter aus dem In- und Ausland, Vertreter von schwarzen Gemeinden und so Solidaritätsgruppen erklärt, warum sie es für wichtig halten, den Streik der Bergleute zu unterstützen. Aber es geht auch um die Schattenseiten, die mangelnde Solidarität aus den eigenen Reihen, die mangelnde Kämpferische Unterstützung von den andere Gewerkschaften. ebenso wie "Coal not dole" ist dieses Video geeignet, Aspekte und Hintergründe des Streiks aus der Sicht der Bergleute deutlich zu machen.
Beschreibungen aus: MZR Verleihkatalog 1987, S. 12
Nothern Newsreel 1 spring 1986,
Themen der Ausgabe:
- Racism in the North
The black population in the North East may be small but racism is still a serious problem. - Union of Democratic Mineworkers
How democratic is the UDM? - The other War
despite the war against fascism abroad the classstruggle continued at home. - Red Wedge With Billy Bragg
Pop Music and politicsand more!
Brot für die Welt, aber die Wurst bleibt hier, Medienwerkstatt Freiburg, Farbe, 14 Min. (Paralleler Titel: Wenn der Hergott das wüsste)
Der Film ist eine satirische Konsumkritik zur Weihnachtszeit, provoziert und testete 1984 die Grenzen der Kunstfreiheit aus. Im MZR Katalog lesen wir:
"Die Staatsanwaltschaft wollte es verhindern, zunächst tat sie es auch. Kurzerhand wurden die Aktionsteilnehmer verhaftet und mehrere Stunden festgehalten. Doch dann, prompt am nächsten Samstag, zogen die Akteure von neuem in die Stadt , um der kaufwütigen Einkaufsmasse ihre Botschaft zu übermitteln. Die Kunst des kleinen Mannes auf der Straße. Und die arme Polizei musste zugucken, ja sie wird sogar selbst zum Teilnehmer des Spektakels und gibt sich bühnenreif wie nie zuvor. Kunst kommt vom Können und nicht vom Dürfen. Und die Polizei darf nicht, weil dort Kunst auf der Straße steht. 14 Minuten Spaß und gute Laune, und das nicht nur zur Weihnachtszeit."
Beschreibung aus: MZR Verleihkatalog 1987, S.29
Parallel verwendeter Titel: Wenn der Heilland das Wüßte
15 Min. U-Matic, Farbe,
MWS, Medienwerkstatt Freiburg, 1984
Die Moderatoren Heike Klaes und Ralf Bienko (Kowalewski) begrüßen den Schriftsteller und Drehbuchautor Andreas Izquierdo als Studiogast. Das Gespräch beginnt mit Izquierdos sportlichem Engagement beim "FC Kriminale", einer Fußballmannschaft aus Krimiautoren, sowie seiner Position als Bayern-München-Fan in Köln.
Im beruflichen Teil des Interviews diskutiert Izquierdo die Unterschiede zwischen seiner Arbeit als Drehbuchautor für TV-Formate (genannt werden Die Camper, Atze, Alarm für Cobra 11), die er primär als Erwerbsarbeit sieht, und seiner Leidenschaft für das Romanschreiben. Er berichtet von seinen Anfängen beim Grafit Verlag unter der Lektorin Ulrike Rohde und kommentiert die positive Entwicklung des deutschen Krimimarktes in den letzten 20 Jahren.
Im Zentrum der Werkbesprechung stehen zwei Bücher des Autors:
Der König von Albanien: Ein historischer Roman über die reale Figur Otto Witte, der behauptete, kurzzeitig König von Albanien gewesen zu sein. Izquierdo erläutert seine Recherchen, den Kontakt zur Familie Witte und die Entscheidung, die Geschichte in eine Rahmenhandlung in einer psychiatrischen Anstalt einzubetten.Dartpilots: Ein Reisebericht (Co-Autor: Andreas Heckmann) über eine Weltreise, deren Route durch das blinde Werfen von Dartpfeilen auf eine Weltkarte bestimmt wurde. Izquierdo liest eine Passage, die in Nicaragua spielt.
Zusätzlich präsentieren die Moderatoren in einem Zwischenblock aktuelle Neuerscheinungen:
Hörbuch-Tipps (Ralf Bienko): Inquisition (Michael Baigent/Richard Lee), Die schwarze Sonne (James Twining), Dreifach (Ken Follett), Brandmal (Craig Russell).Buch-Tipps (Heike Klaes): Ein neuer Fall für Kommissar Karl Rünz (Gmeiner Verlag) und Das Herz der Hölle (Jean-Christophe Grangé).
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Eric Joel ChauvistreDie Aufzeichnung enthält ein Interview mit dem Schriftsteller Michael Preute, bekannt unter dem Pseudonym Jacques Berndorf. Im Gespräch mit dem Moderator und einem Co-Interviewer thematisiert der Autor sein Schaffen vor dem Hintergrund einer schweren Herzerkrankung (Herzoperation) und seines bevorstehenden 70. Geburtstags.
Zentrale Inhalte des Gesprächs sind:
Gesundheit und Lebenswandel: Auswirkungen einer 5,5-stündigen Herzoperation auf Berndorfs Arbeitsmoral und Lebensrhythmus; Abkehr von getriebener Arbeitsweise hin zu mehr Gelassenheit.Werkbesprechung "Eifelträume": Die Figur Sigi Baumeister gewinnt an Tiefe und Reflexionsvermögen; Berndorf erklärt die Notwendigkeit, der Figur eine Geschichte jenseits der Kriminalfälle zu geben.
Werkbesprechung "Ein guter Mann": Hintergrundinformationen zum Spionageroman; Schilderung der Recherchearbeit in direkter Kooperation mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) und einem ehemaligen Agenten.
Vorschau auf "Eifelkreuz": Ankündigung eines Romans, der sich kritisch mit dem historischen Einfluss und der Machtausübung der katholischen Kirche in der Eifel auseinandersetzt (Beispiel: Umgang mit ledigen Müttern).
Leben in der Eifel: Berndorfs Umzug von München nach Dreisbrück; das Verhältnis zu den Dorfbewohnern; der Umgang mit dem touristischen "Kult" um seine Person und sein Wohnhaus; Bestätigung, dass er trotz Gerüchten nicht nach Berlin zieht, sondern in der Eifel bleibt.
Selbstverständnis: Berndorf lehnt die Bezeichnung als Literat ab und definiert sich selbst als Handwerker der Unterhaltungsliteratur mit journalistischem Recherche-Anspruch.
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Eric Joel ChauvistreDie Aufzeichnung dokumentiert ein Interview mit dem Schriftsteller Michael Preute, bekannt als Jacques Berndorf. Im Dialog mit zwei Interviewern reflektiert der Autor über sein schriftstellerisches Schaffen im Kontext einer überstandenen, schweren Herzoperation und seines bevorstehenden 70. Geburtstags.
Die thematischen Schwerpunkte umfassen:
Biografische Zäsur: Berndorf schildert seine körperliche Erschöpfung vor dem Zusammenbruch und die Veränderung seiner Lebenseinstellung nach der Operation (Entschleunigung, Fokus auf Familie). Er verneint metaphysische Erfahrungen während der Krankheit, beschreibt aber eine intensive Wahrnehmung der Anwesenheit seiner Frau.Literatur und Recherche:
Besprechung des Romans Eifelträume: Die Protagonistenfigur Sigi Baumeister erhält mehr Tiefe und eine eigene Geschichte.
Hintergründe zu Ein guter Mann: Berndorf berichtet von seiner direkten Kontaktaufnahme mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) und der Zusammenarbeit mit einem ehemaligen Agenten für authentische Details.
Vorschau auf Eifelkreuz: Der Autor kündigt eine kritische Auseinandersetzung mit dem historischen Einfluss der katholischen Kirche in der Eifel an und nennt beispielhaft den repressiven Umgang mit ledigen Müttern durch Geistliche.
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Eric Joel ChauvistreDiese "Best of 2004"-Sendung fasst Höhepunkte aus den Ausgaben des Jahres zusammen. Die Moderatoren Ralf Kowalewski und Heike Klaes präsentieren Ausschnitte aus Interviews mit Verlegern und Autoren der deutschen Krimiszene.
Enthalten sind Beiträge zu:
Rutger Booß: Der Verleger des Grafit Verlags spricht auf dem Krimifestival "Die Kriminale" über die Bedeutung des Treffens für die Branche und die Suche nach neuen Talenten.Ralf Kramp: Der Autor berichtet über seine Übernahme des KBV-Verlags, die Doppelfunktion als Verleger und Schriftsteller und seine eher künstlerische als rein wirtschaftliche Herangehensweise.
Jacques Berndorf: In sehr persönlichen Ausschnitten erzählt Berndorf von seinen Kriegstraumata als Kind und Kriegsreporter, seinem Weg in den und aus dem Alkoholismus sowie seiner Entscheidung, das "zweite Leben" als Krimiautor in der Eifel zu beginnen. Er schildert auch humorvoll die Belastung durch "Krimitouristen" an seinem privaten Wohnhaus.
Patricia Vohwinkel: Die Autorin erzählt Anekdoten aus ihrer Studienzeit, in der sie ihren Lebensunterhalt und Reisen durch das Sammeln und Verkaufen von Sperrmüll finanzierte. Sie erläutert zudem ihre Vorliebe für das handschriftliche Schreiben.
Ingrid Noll: Ein kurzer Ausschnitt zeigt Noll bei der humorvollen Schilderung der Verleihung des Friedrich-Glauser-Preises.
Anne Chaplet (Cora Stephan): Ein kurzes Statement zur Wertigkeit des Kriminalromans als "hohe Kunst" im Vergleich zum Sachbuch.
Die Sendung bietet einen Rückblick auf die Vielfalt der Gäste und Themen des Literaturkaffees im Jahr 2004, mit einem Fokus auf die persönlichen Hintergründe der Autoren und die Strukturen der Verlagswelt.
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski berichten von ihren Eindrücken auf dem Krimifestival "Die Kriminale" (u.a. in Koblenz).
Ein Schwerpunkt der Sendung ist der Hype um Dan Brown und den Filmstart von Sakrileg. Die Moderatoren diskutieren die Plagiatsvorwürfe von Michael Baigent (Der Heilige Gral und seine Erben) und empfehlen Sachbücher zum Thema (z.B. Die Gottesmacher).
Per Telefon ist die Bestsellerautorin Ingrid Noll zugeschaltet. Sie spricht über ihren Roman Ladylike (über eine Senioren-WG), ihren Erfolg auf den Bestsellerlisten und ihre Teilnahme an der TV-Sendung von Thea Dorn.
Es folgen Einspieler von Lesungen und Interviews, die auf der Kriminale oder bei anderen Gelegenheiten aufgezeichnet wurden:
Sabina Naber: Die österreichische Autorin liest aus ihrer Maria K.-Reihe und spricht über Erotik in ihren Krimis ("Keine Menschen ohne Unterleib").Jacques Berndorf: In einer "Homestory" aus der Eifel berichtet er von seiner schweren Krankheit, seiner Recherche beim BND für den Roman Ein guter Mann und seiner neuen Gelassenheit. Er liest eine humorvolle Passage über das Leben in der Eifel und die "ekelhafte Lebensfreude" der Natur.
Umfangreiche Rezensionen der Moderatoren runden die Sendung ab:
Das schwarze Blut von Jean-Christophe Grangé (kontroverse Diskussion über die Darstellung des Bösen).Der 14. Stein von Fred Vargas.
Grappa und die Seelenfänger (Gabriella Wollenhaupt – Titel im Text als "Grappa-Roman" zur WM umschrieben, aber hier geht es um Fußball, Titel evtl. Tödliche Nachspielzeit? Im Text ist von "Mandelhörnchen auf Japanisch" die Rede). Korrektur: Im Text wird Tödliche Nachspielzeit (WM-Bezug) besprochen.
Prickel von Jörg Juretzka.
Blutadler und Wolfsfährte von Craig Russell (Hörbücher).
Eisiges Schweigen von Irene Rodrian.
Als "Buch des Jahres" küren die Moderatoren die Anthologie "Tödliche Torten" (hg. von Ina Coelen und Almuth Heuner).
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Eric Joel ChauvistreDiese "Best of"-Sondersendung fasst Höhepunkte des Jahres 2005 (und angrenzender Zeiträume) der Sendung "Der Literaturkaffee" zusammen. Die Moderatoren Ralf Kowalewski und Heike Klaes präsentieren Ausschnitte aus Interviews, Lesungen und Diskussionen mit zahlreichen prominenten Kriminalautoren.
Enthalten sind Beiträge zu:
H.P. Karr & Walter Wehner: Über das Projekt Hotel Terminus (Kettenroman).Jacques Berndorf: Über seine Arbeit an den Eifel-Krimis, den touristischen "Kult" um sein Wohnhaus und seine Schreibroutine.
Ingrid Noll: Über ihre Charakterentwicklung ("Frankenstein-Methode"), Selbstkritik beim Schreiben und die Wiederverwendung von Figuren (z.B. Rosemarie Hirte).
Horst Eckert & Silvia Kaffke: Diskussion über die Balance zwischen Plot und Charakterentwicklung sowie die gegenseitigen Gastauftritte ihrer Figuren (z.B. Eckerts Figur Ela Bach in Kaffkes Werk).
Reinhard Junge: Über die Definition und Akzeptanz des "Regionalkrimis", die Rolle des Ruhrgebiets als literarischer Schauplatz und den Einfluss von Figuren wie Schimanski.
Die Sendung bietet einen umfassenden Überblick über die deutsche Krimiszene der Zeit, von etablierten Größen bis zu innovativen Projekten.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski begrüßen den Schriftsteller, Journalisten und Lehrer Reinhard Junge im Studio. Er wird als einer der Mitbegründer des modernen Ruhrgebietskrimis eingeführt.
Im Interview diskutiert Junge die Entwicklung des Kriminalromans im Ruhrgebiet. Er wehrt sich gegen die Abwertung des Begriffs "Regionalkrimi" und betont, dass gute Kriminalliteratur immer eine Heimat hat, aber universelle Themen behandelt. Er beschreibt die Schwierigkeiten, das Ruhrgebiet als literarischen Schauplatz zu etablieren, das lange Zeit nur als "Schmuddel-Kulisse" (Schimanski) wahrgenommen wurde.
Ein großer Teil des Gesprächs widmet sich Junges politischer Vergangenheit und deren Einfluss auf sein Werk. Er berichtet von seiner Inhaftierung bei der Bundeswehr wegen Protesten gegen die Notstandsgesetze, seinem Berufsverbot als Lehrer wegen DKP-Mitgliedschaft und einem Prozess wegen der Bezeichnung eines Rechtsradikalen als "Neonazi". Diese Erfahrungen flossen in seine frühen Sachbücher und Reportagen ein.
Besonders ausführlich wird die satirische Krimireihe "Das Ekel von Datteln" besprochen, die Junge gemeinsam mit Leo P. Ard (Jürgen Pomorin) verfasste. Junge erzählt von den realen Vorbildern für die korrupten Figuren (u.a. Bürgermeister, die "Pershings haben wollen") und den Reaktionen der Betroffenen, die sich in den Romanen wiedererkannten. Er erklärt auch, warum die Zusammenarbeit mit Ard endete, als dieser ins Drehbuchfach (TV-Serie Balko) wechselte.
Abschließend weist Ralf Kowalewski auf kommende Veranstaltungen hin:
Eine Lesung in der Item Buchhandlung in Essen-Frintrop mit Reinhard Junge, Ralf Kramp und Theo Pointner.Eine Kooperation des "Literaturkaffees" mit dem Kleinen Theater (Lesung mit H.P. Karr und Silvia Kaffke).
Genesungswünsche an die erkrankte Autorin Gesine Schulz.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski begrüßen den Bestsellerautor Akif Pirinçci im Studio.
Das Interview beleuchtet Pirinçcis Karriere vom autodicaktischen Drehbuchschreiber zum Romanautor. Er beschreibt seinen Antrieb als eine Mischung aus "Größenwahn" und Besessenheit, um sprachliche Barrieren zu überwinden. Ausführlich besprochen wird sein neuer Thriller Der Eine ist stumm, der Andere ein Blinder, der Elemente des Rattenfänger-Mythos mit neurologischen Phänomenen (Hypersexualität durch Syphilis, inspiriert von Oliver Sacks) verbindet. Pirinçci berichtet von der Ablehnung des Manuskripts durch seinen bisherigen Verlag Eichborn aufgrund der expliziten Inhalte.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Felidae-Reihe. Pirinçci erklärt die besonderen Herausforderungen beim Schreiben von Katzenkrimis (Fehlen menschlicher Logistik) und den Druck der Fangemeinde. Er diskutiert auch seine anderen Werke wie Der Rumpf (Versuch eines "perfekten Mordes" unter extremen Einschränkungen) und Yin.
Die Sendung enthält zudem Buchrezensionen:
Schwein gehabt von Leo P. Ard (Satire über ein Fleischverbot).Kaliber 64 (Edition Nautilus), Kurzkrimis von Horst Eckert und Regula Venske.
Mord am Hellweg III (Anthologie zum Festival).
Ich will mein Leben zurück von Bärbel Schäfer (Prominente über Krebs, u.a. Leonard Lansink).
Ein Einspieler zeigt einen Ausschnitt aus dem Theaterstück Die Haseldorf Sisters (Kleines Theater), einer Krimikomödie über mordende Schwestern. Es folgt ein Gewinnspiel zu Horst Eckert und den Haseldorf Sisters.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski begrüßen den Kriminalschriftsteller Rainer M. Sowa im Studio. Er wird als Vertreter der Krimiszene des Bergischen Landes vorgestellt.
Ein zentraler Teil des Gesprächs widmet sich Sowas beruflichem Hintergrund bei der Polizei. Er schildert seinen Weg vom mittleren in den gehobenen Dienst und seine Erfahrungen als "Human Dignity Instructor" (Ausbilder für Menschenrechte) sowie seinen Auslandseinsatz im ehemaligen Jugoslawien (Bosnien/Kosovo) im Rahmen einer UNO-Mission. Diese Erfahrungen fließen direkt in sein literarisches Schaffen ein, insbesondere in seinen Debütroman Ein Bestatter fährt zur Hölle.
Sowa erläutert die Entstehung seiner Protagonisten-Figur, des Bestatters Ulrich Schwartz. Die Inspiration stammt aus einer realen Begebenheit während seiner Polizeiausbildung, bei der ein erfahrener Bestatter einen Mordfall erkannte, den die Ermittler zunächst als natürlichen Tod eingestuft hatten. Sowa betont die besondere Rolle des Bestatters als "letzte Instanz" und Seelsorger.
Besprochen wird auch sein zweiter Roman Ein Bestatter in dunkler Vergangenheit, der die NS-Zeit im Bergischen Land (Schloss Bensberg als ehemalige Napola) thematisiert. Sowa berichtet von seinen Recherchen und Gesprächen mit Zeitzeugen. Zudem gibt er Einblicke in seinen Schreibprozess, der oft in Frankreich stattfindet, um den nötigen Abstand zum deutschen Schauplatz zu gewinnen.
Abschließend weisen die Moderatoren auf kommende Veranstaltungen hin: Eine multimediale Lesung des "Literaturkaffees" in Kooperation mit dem "Kleinen Theater" (mit H.P. Karr und Silvia Kaffke zum Projekt Hotel Terminus) sowie eine "Kriminacht" in der Essener "Item Buchhandlung" mit Ralf Kramp, Theo Pointner und Reinhard Junge.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski begrüßen den Schriftsteller Michael Molsner im Studio. Er wird als Pionier des modernen deutschen Kriminalromans ("neue deutsche Krimiwelle" der 70er/80er Jahre) eingeführt.
Im Interview blickt Molsner auf seine Anfänge als Gerichtsreporter in München zurück, wo er unter anderem den spektakulären Prozess gegen Vera Brüne begleitete. Diese Erfahrungen motivierten ihn, über die reine Faktenberichterstattung hinaus fiktionale Literatur zu schreiben, um die "Wahrheit hinter den Prozessen" darstellen zu können. Er diskutiert seine literarische Philosophie, die sich stark von der eindimensionalen "U-Literatur" (Groschenromane) abgrenzt und stattdessen auf Charakterentwicklung und gesellschaftliche Relevanz setzt.
Molsner liest eine Passage aus seinem Roman Starker Zauber. Die Szene schildert den Besuch eines Journalisten bei einem zum Tode verurteilten Freund in einem texanischen Gefängnis.
Ein wesentlicher Teil des Gesprächs dreht sich um Molsners Konflikte mit dem etablierten Literaturbetrieb. Er berichtet, wie Lektoren bei großen Verlagen (Rowohlt, Fischer) seine Manuskripte ablehnten oder Probleme bekamen, weil diese als zu politisch oder linksradikal (Thematisierung der 68er-Bewegung, "Autos anzünden") empfunden wurden. Zudem erzählt er Anekdoten von seiner Zusammenarbeit mit dem Regisseur Wolfgang Staudte an einem Tatort-Drehbuch und der Diskrepanz zwischen sozialistischem Anspruch und realem Luxusleben.
Zusätzlich rezensieren die Moderatoren zwei Neuerscheinungen:
Der Code der Apostel von Roman Rausch (Kirchenthriller um einen Papyrus).Das Hagebuttenmädchen von Sandra Lüpkes (Ostfrieslandkrimi).
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Ralf Kowalewski und Heike Klaes präsentieren in der Weihnachtsausgabe des "Literaturkaffees" ihre persönlichen Buchempfehlungen für das Jahr 2006. Sie verzichten in dieser Sendung auf einen Studiogast, um sich ganz auf die Rezensionen zu konzentrieren.
Vorgestellt werden unter anderem:
Ingrid Noll: Ladylike (Roman über eine Senioren-WG) und das zugehörige Hörbuch, gelesen von Maria Becker. Erwähnung von Nolls Auftritt bei Alfred Biolek.Polina Daschkowa: Keiner wird weinen (Russland-Thriller).
Boris Akunin: Die diamantene Kutsche (Historischer Kriminalroman, Russland/Japan).
Esther Verhoef: Rastlos (Niederländischer Thriller).
Akif Pirinçci: Der Rumpf (wurde im Text erwähnt, aber der Fokus liegt auf Der Eine ist stumm, der Andere ein Blinder – ein Thriller, der mit dem Rattenfänger-Motiv spielt).
Anne Chaplet: Sauberer Abgang (Krimi um eine Putzfrau, die eine Leiche findet).
Klaus Erfmeyer: Karrieresprung (Anwalts-Krimi).
Leonie Swann: Glennkill (Schafskrimi, vorgestellt mit einem eingespielten Filmbeitrag).
Jacques Berndorf: Eifel-Kreuz (Jubiläumsroman zum 70. Geburtstag, erstmals als Hardcover bei Grafit).
Fred Vargas: Der vierzehnte Stein (Kommissar Adamsberg).
Craig Russell: Blutadler und Wolfsfährte (Hamburg-Thriller eines schottischen Autors).
Irene Rodrian: Eisiges Schweigen (Simona Cinco-Reihe, Barcelona).
Rüdiger Schulte: Dinner for One auf Ruhrpöttisch.
Anthologie: Tödliche Torten (hg. von Ina Coelen und Almuth Heuner, Leporello Verlag), das von den Moderatoren als "Buch des Jahres" (in der Kategorie Anthologie?) hervorgehoben wird. Enthalten sind Geschichten von Sandra Lüpkes, Mischa Bach, Gesine Schulz u.a.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren begrüßen den Musikjournalisten, Chefredakteur und Kriminalschriftsteller Oliver Buslau zum ersten "Literaturkaffee" des Jahres.
Im Zentrum des Gesprächs steht Buslaus Verbindung von Musikwissenschaft und Kriminalliteratur. Er berichtet von seinem Werdegang (Studium, Arbeit als Produktmanager bei EMI Classics, Einfluss des journalistischen Vaters) und vergleicht die Struktur eines Kriminalromans mit dem musikalischen Kontrapunkt: Beides erfordere strenge Regeln, Logik und das ökonomische Verbergen von Informationen. Buslau beschreibt seine Arbeitsweise als sehr analytisch und geplant (u.a. beeinflusst durch Schreibkurse von James N. Frey), wobei er Plots detailliert vorstrukturiert, bevor er schreibt.
Besprochen werden seine Romanfiguren, insbesondere der Privatdetektiv Remigius Rott. Buslau charakterisiert Rott als einen Vertreter seiner eigenen Generation, der zwischen konservativen Werten und dem 68er-Einfluss steht und daher beiden Lebensentwürfen misstraut. Zudem wird der Roman Das Gift der Engel thematisiert, in dem ein Musikkritiker (im Transkript "Nikolaus Albarn" genannt) in einen Mordfall mit Beethoven-Bezug verwickelt wird.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Buslaus Tätigkeit als Gründer und Chefredakteur der Zeitschrift TextArt, einem Magazin für kreatives Schreiben. Er erläutert die Marktlücke in Deutschland im Vergleich zum angelsächsischen Raum und den direkten Austausch mit der lesenden und schreibenden Zielgruppe. Zudem berichtet er von seiner Arbeit als Jurymitglied für den Friedrich-Glauser-Preis (Sparte Kurzgeschichte) und diskutiert mit den Moderatoren über die öffentliche Wahrnehmung von Krimipreisen.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski begrüßen die in Essen lebende Autorin Gesine Schulz im Studio.
Das Interview beleuchtet zunächst den bewegten Lebenslauf der Autorin, die lange Zeit im Ausland (unter anderem Irland und New York) verbrachte und in verschiedensten Berufen arbeitete, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Ein zentrales Thema ist ihre Kinderkrimi-Reihe um die Detektivin Billie Pinkernell. Schulz erzählt von der Entstehung der Serie, der Freude an Schullesungen und dem Erfolg der Bücher, die sogar ins Türkische übersetzt wurden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf ihrer Krimi-Figur für Erwachsene: Caro Rutkowski, eine Putzfrau und Privatdetektivin, die ihr Büro im historischen Kino "Lichtburg" in Essen hat. Schulz erklärt, dass diese Figur bisher primär in Kurzgeschichten und als Hörbuch existiert, schließt aber einen Roman nicht aus. Zudem berichtet sie von ihrer Arbeit als Herausgeberin der Anthologie Radieschen von unten (Gartenkrimis) und der Bedeutung der Vernetzung unter Autoren (Syndikat, Sisters in Crime).
Die Sendung beinhaltet einen umfangreichen Block mit Hörbuch-Vorstellungen durch Ralf Kowalewski:
Die Totenleserin von Ariana Franklin (Historischer Krimi).Die Sanddornkönigin von Sandra Lüpkes (von der Autorin selbst gelesen).
Kleine Eheverbrechen von Eric-Emmanuel Schmitt.
Scriptum von Raymond Khoury (Thema: Ein verlorenes Evangelium).
Blutadler und Wolfsfährte von Craig Russell (Hamburg-Krimis).
Kritisch erwähnt: Derrick-Hörspiele (O-Ton).
Abschließend wird auf Lesungen von Mischa Bach und Jürgen Lodemann hingewiesen.
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Eric Joel ChauvistreDas Interview beleuchtet Dr. Klaus Erfmeyer ´s Doppelrolle als Jurist und Autor. Er erzählt von seinem Werdegang, seiner ursprünglichen Neigung zum Lehramt Deutsch und seiner jetzigen Leidenschaft für das Verwaltungsrecht. Kritisch äußert er sich zu unrealistischen Gerichtsshows im Fernsehen und betont die Bedeutung von Empathie im Umgang mit Mandanten. Ein aktueller politischer Exkurs thematisiert die Debatte um die Online-Durchsuchung (Vorratsdatenspeicherung/Bundestrojaner) und die Bewahrung rechtsstaatlicher Grundsätze.
Im literarischen Teil stellt Erfmeyer seinen neuen Roman Die Todeserklärung vor, den Nachfolger seines Debüts Karrieresprung (nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis). Er gibt Einblicke in seinen Schreibprozess: Er schreibt bevorzugt handschriftlich mit Füllfederhalter und führt ein "Ideenbuch", um Beobachtungen aus dem Alltag festzuhalten. Zudem spricht er über sein Hobby, die Malerei.
Die Sendung beinhaltet umfangreiche Buchbesprechungen der Moderatoren:
Ankündigung: Ein Fisch namens Albert von Friedel Klimek.Historische Krimis aus dem Gmeiner Verlag: Das Pergament des Todes (Frank Corella), Die Pforten der Hölle (Uwe Klausner - kritisch besprochen wegen Parallelen zu Umberto Eco), Die Tochter des Salzhändlers (Norbert Klugmann).
Weitere Titel: Der Bergfriedhof (Markus Imsweiler), König der Raben (Stephen Lawhead - Robin Hood auf Walisisch), Mordsspuren (Mark Benecke - Sachbuch über Kriminalbiologie).
Anthologie: Pizza, Pasta und Pistolen (Ingrid Schmitz), mit Beiträgen u.a. von Ralf Kramp und Tatjana Kruse.
Abschließend wird auf eine anstehende Lesung Erfmeyers in der Stadtbibliothek Dortmund hingewiesen.
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski präsentieren die letzte Ausgabe des Jahres 2007. Im Mittelpunkt steht ein ausführliches Interview mit dem Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein.
Hohlbein nimmt Stellung zu seinem Ruf als Massenautor ("Trivialliteratur" vs. "Unterhaltungsliteratur") und berichtet, dass er sich über die Anerkennung in einem Wettbewerb um den schönsten ersten Satz (für Der Engel brannte) gefreut habe. Er gibt Einblicke in seinen Werdegang vom Industriekaufmann zum Vollzeit-Schriftsteller und beschreibt seine obsessive Arbeitsweise: Er schreibt oft bis zu 16 Stunden am Tag, bevorzugt handschriftlich, und benötigt dabei Trubel um sich herum anstatt stiller Abgeschiedenheit.
Diskutiert wird auch sein aktueller Roman Unheil, ein Mystery-Thriller, der in der Gothic-Szene (konkret in einem Club in Duisburg) spielt. Hohlbein äußert sich zu den Vorwürfen, er nutze Ghostwriter, und stellt klar, dass er oft mit Co-Autoren (darunter seine Frau Heike Hohlbein) zusammenarbeitet, dies aber auch kennzeichnet. Zudem spricht er über die Förderung von Kreativität in seiner Familie (Tochter Rebecca Hohlbein ist ebenfalls Autorin).
Im zweiten Teil der Sendung verleihen die Moderatoren den Titel "Buch des Jahres 2007".
Gewinner: Das Franzosenliebchen von Jan Zweyer.Weitere Empfehlungen ("für unter den Weihnachtsbaum"): Ausgebrannt von Andreas Eschbach (Öko-Thriller über das Ende des Erdöls) und Ein Fisch namens Albert von Friedel Klimek (Humorvoller Krimi).
Heike Klaes erwähnt zudem lobend Die Todeserklärung von Klaus Erfmeyer, der knapp geschlagen wurde.
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Ralf Kowalewski und Heike Klaes begrüßen die Bestsellerautorin Ingrid Noll im Studio, die als "Vorkämpferin des deutschen Krimis" vorgestellt wird.
Im ausführlichen Interview blickt Noll auf ihre außergewöhnliche Biografie zurück: Sie wurde in Shanghai geboren und verbrachte dort ihre ersten 14 Jahre, bevor sie nach Deutschland kam. Sie thematisiert ihren späten Durchbruch als Autorin mit 54 Jahren und ihren Schreibprozess, bei dem die Entwicklung der Figuren wichtiger ist als der Plot. Noll erläutert, dass sie oft psychologische Themen als "zweite Ebene" in ihre Krimis einbaut, wie etwa das Älterwerden (Der Hahn ist tot) oder Geschwisterkonflikte (Die Rabenbrüder).
Ingrid Noll liest zwei Passagen vor:
Aus Die Rabenbrüder: Eine humorvolle Szene, in der die Protagonisten Paul und Achim in ihr Elternhaus einbrechen, um die Mutter zu überraschen, und stattdessen einen fremden Mann im Bademantel vorfinden.Aus Die Häupter meiner Lieben: Eine Szene, in der die Protagonistin und ihre Freundin Cora einen jungen Mann betäuben und ihn am ganzen Körper mit Nagellack und Stempeln "verziehren" (u.a. mit dem Schriftzug "Ich bin impotent" auf dem Rücken).
Weitere Themen des Gesprächs sind Nolls Auszeichnung mit dem Friedrich-Glauser-Preis, ihre entspannte Haltung zu Verfilmungen ihrer Bücher (an denen sie nicht mitschreibt) und ihre Pläne für einen kommenden Kurzgeschichtenband.
Zusätzlich präsentieren die Moderatoren Buchrezensionen:
Equinox von Jörg Juretzka (Thriller auf einem Kreuzfahrtschiff).Wer, wenn Goldfinger kommt von Ralf Kramp (Krimi für Kinder).
Letzte Nacht in Queens von Dirk Schmidt (nominiert für den Glauser-Debütpreis).
Schneesterben von Anne Chaplet.
Abschließend wird auf die kommende Sendung mit dem Gast Werner Schmitz hingewiesen.
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Heike Klaes und Ralf Kowalewski begrüßen die Autorin Adrienne Mans (eigentlich Adrienne Lüders) im Studio.
Das Interview ist stark biografisch geprägt und beleuchtet Mans' Leben als Niederländerin, die während des Zweiten Weltkriegs einen deutschen Soldaten heiratete. Sie schildert die familiären Konflikte, die Flucht nach Deutschland, das Kriegsende auf dem Land und die spätere Enteignung durch den niederländischen Staat. Mans berichtet, wie das Schreiben ihres Romans An den Ufern der Nacht die Familie in einer finanziellen Notlage rettete. Der Vorabdruck im Stern war ein großer Erfolg, führte aber auch zu Konflikten mit der Redaktion über Textänderungen. Sie erzählt von der späteren Hörspieladaption durch die BBC und ihrer Arbeit als Autorin von Kurzgeschichtenserien für Illustrierte. Ein besonderer Fokus liegt auf ihrer Sprache: Als Autodidaktin schreibt sie auf Deutsch und berichtet humorvoll von Missverständnissen.
Im literarischen Teil liest Adrienne Mans zwei Passagen aus An den Ufern der Nacht. Die Moderatoren kündigen an, einen neuen Verlag für das vergriffene Werk zu suchen und Mans künftig als telefonische Rezensentin in die Sendung einzubinden.
Zusätzlich werden folgende Bücher besprochen:
Selbs Mord von Bernhard Schlink (Abschluss der Selb-Trilogie, Thema Wiedervereinigung/Treuhand).Wie die Fliegen von Friedel Klimek (schwarzhumoriger Krimi).
Eine Tote gibt Auskunft von Janwillem van de Wetering (Grijpstra & de Gier).
Und sterben muss David von Ralf Kramp (historischer Eifel-Krimi).
Abschließend wird auf kommende Sendungen mit Ingrid Noll und Werner Schmitz hingewiesen.
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Ralf Kowalewski und Heike Klaes eröffnen die erste Sendung unter dem neuen Titel "Der Literaturkaffee".
Zu Gast ist das Essener Autorenduo H.P. Karr und Walter Wehner (Karr & Wehner). Im Interview geben sie Einblicke in ihre Arbeit an der Kriminalroman-Reihe um den Videoreporter Gonzo Reck. Sie diskutieren die aktuellen Veränderungen im Buchmarkt, insbesondere die Konzentration von Verlagen und den Verlust unabhängiger Häuser wie Haffmanns. Zudem sprechen sie über den Stellenwert des Friedrich-Glauser-Preises, ihre Mitarbeit an Anthologien und ihre Tätigkeit für Radio-Krimiformate.
Im Verlauf der Sendung lesen die Autoren gemeinsam ihre Kurzgeschichte "Der Moosrosen-Kavalier", einen Fall aus dem Gonzo-Universum.
Die Sendung beinhaltet umfangreiche Buchbesprechungen:
Grappa im Netz von Gabriella Wollenhaupt.Ingrid von Felix Thijssen (Niederlande).
Es lebe der Präsident von Ole Bornemann.
Sachbücher und Biografien: Die Gruner + Jahr Story von Wolf Schneider sowie eine Gegenüberstellung der Peter-Ustinov-Biografie von John Miller mit Ustinovs eigenem Werk Der alte Mann und Mr. Smith.
Krimis aus dem Grafit Verlag: Krähenbrut (Rita Knott) und Ziegelbrand (Wilfried Eggers).
Abschließend wird auf den "Krimi-Stammtisch" in der Essener Lichtburg hingewiesen.
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren begrüßen den Richter und Schriftsteller Andreas Hoppert im Studio.
Das Interview konzentriert sich auf Hopperts Doppelleben als Sozialrichter in Detmold und Kriminalautor. Er erklärt, dass seine Tätigkeit als Richter oft trocken sei (viele medizinische Gutachten) und er in seinen Romanen um den Anwalt Marc Hagen (z.B. Die Medwedew-Variante) einen Ausgleich finde, indem er eine Figur erschafft, die die Grenzen des Gesetzes auch mal überschreitet. Hoppert beschreibt sich als Einzelgänger ("Lonesome Rider") im Schreibprozess, der wenig Kontakt zur Szene hat, abgesehen von der Zusammenarbeit mit seiner Lektorin beim Grafit Verlag. Er erläutert die Hintergründe zu Die Medwedew-Variante (Thema Amnesie, inspiriert durch eine TV-Doku) und diskutiert seine "Mischtyp"-Arbeitsweise zwischen Plotting und Bauchschreiben.
Ein Einspieler zeigt ein Interview mit der Autorin und Herausgeberin Regula Venske, aufgezeichnet auf dem Krimifestival "Die Kriminale" (Präsentation des Kettenromans Hotel Terminus). Venske spricht ausführlich über ihr Anthologie-Projekt Du sollst nicht töten, für das sie Autoren verschiedener Konfessionen (u.a. Faye Kellerman, Janwillem van de Wetering, Hamid Skif) gewann, um Kriminalgeschichten basierend auf biblischen Motiven zu schreiben.
Zusätzlich rezensieren die Moderatoren:
Machtrausch von Rainer C. Kopitz (Wirtschaftskrimi über Seilschaften in einer Firma).Im Bann des Tigers von Irene Rodrian (zweiter Band der Reihe um die Detektei Simona Cinco in Barcelona).
Zu Beginn der Sendung liest Heike Klaes eine Passage aus Sauberer Abgang von Anne Chaplet, da ein geplantes Telefoninterview nicht zustande kam.
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren begrüßen die Bestsellerautorin Rebecca Gablé im Studio.
Das Interview zeichnet Gablés Weg von der Bankkauffrau zur Studentin der englischen Mediävistik und schließlich zur erfolgreichen Schriftstellerin nach. Sie erklärt, wie ihr Studium der altenglischen Literatur ihr Interesse am Mittelalter weckte und die Grundlage für ihre historischen Romane bildete. Gablé diskutiert die Faszination des Genres, die Bedeutung gründlicher Recherche (inklusive Reisen nach England) und die Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann als Testleser und Fotograf.
Besprochen werden ihre Hauptwerke, insbesondere Das Lächeln der Fortuna (ihr Durchbruch im historischen Genre) und die Fortsetzung Die Hüter der Rose. Gablé äußert sich auch zu ihren Anfängen als Krimiautorin und schließt eine Rückkehr zu diesem Genre (oder eine Mischform als historischer Krimi) nicht aus. Ein aktuelles Thema ist der "Da Vinci Code"-Hype; Gablé grenzt ihre mediävistische Sicht auf den Gral (als Kelch) von Dan Browns Theorien ab, akzeptiert diese aber als Fiktion.
Zusätzlich stellen die Moderatoren aktuelle Kriminalromane vor:
Der vierzehnte Stein von Fred Vargas (hoch gelobt).Ein Grappa-Krimi von Gabriella Wollenhaupt (Thema Fußball-WM).
Prickel von Jörg Juretzka (Ruhrgebietskrimi).
Die Namensvetterin von Sabina Naber (kritisiert als zu erotiklastig).
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren begrüßen die Essener Autorin und Künstlerin Mischa Bach im Studio.
Das Gespräch zeichnet das Bild einer facettenreichen Künstlerin, die sich in verschiedenen Medien ausdrückt (Literatur, Malerei, Film, Theater). Mischa Bach erläutert ihren kreativen Prozess, der oft von einem inneren Drang und dem Wunsch, Langeweile zu vermeiden, getrieben ist. Sie spricht über ihre Erfahrungen als Drehbuchautorin (u.a. für Polizeiruf 110 und die Adaption von Silvia Kaffkes Herzensgut), ihre Arbeit am Theater und ihre anfänglichen Ambitionen in der Schauspielerei, die sie zugunsten des Schreibens aufgab.
Ein Schwerpunkt liegt auf ihrem neuen Roman Stimmengewirr. Bach erklärt die komplexe Struktur des Buches, das aus der Perspektive mehrerer Persönlichkeiten einer multiplen Persönlichkeit erzählt wird. Sie diskutiert das Phänomen der dissoziativen Identitätsstörung und wie sie das Thema für einen Kriminalroman adaptierte. Zudem präsentiert sie im Studio eigene Acrylbilder, die thematisch mit dem Buchcover korrespondieren, und berichtet von einer aktuellen Ausstellung im Bahnhof Langendreer.
Die Sendung enthält zudem Buchbesprechungen der Moderatoren:
Historische Krimis: Das Geheimnis des Mithras-Tempels (Hagemann/Stitz), Caligulas Rache (Ingo Gach).Schweizer Krimi: Staub im Feuer (Ernst Solèr).
Besondere Erwähnung: Ich weiß von Gunter Gerlach und Der Eine ist stumm, der Andere ein Blinder von Akif Pirinçci.
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Eric Joel ChauvistreDie Sendung "Der Literaturkaffee" präsentiert einen Außendreh aus der Stadtbücherei Duisburg mit der Autorin und Moderatorin Thea Dorn. Nach einer ausführlichen biografischen Einführung (geplatzter Traum vom Operngesang, Philosophie-Studium bei Adorno/Horkheimer-Bezügen, Debüt Berliner Aufklärung) übernimmt Thea Dorn das Wort.
Der literarische Teil umfasst zwei Lesungen:
Die schwarzhumorige Kurzgeschichte "Verstrickt", in der ein missglücktes Geburtstagsgeschenk (selbstgestrickte Reizwäsche) zum Mordinstrument wird.Ausschnitte aus dem Roman Die Brut. Dorn liest eine Szene aus der fiktiven Talkshow "Auf der Couch", in der die Protagonistin Tessa Simon eine Kanzlerkandidatin interviewt, sowie eine private Szene, in der Tessa mit einem vor ihrer Tür ausgesetzten Säugling konfrontiert wird.
Im anschließenden Interview diskutiert Thea Dorn mit den Moderatoren über:
Fernsehen und Literatur: Die Ironie, dass sie einen Roman über eine Moderatorin schrieb, kurz bevor sie selbst die Sendung Literatur im Foyer übernahm, und wie die Realität ihre Fiktion beeinflusste.Stilistik: Ihren rhythmischen Wechsel zwischen "splatterigen" Werken (ungerade Buchnummern wie Die Hirnkönigin) und psychologischeren Stoffen (gerade Nummern wie Die Brut).
Frauenbild: Ihr Selbstverständnis als "Alpha-Weib" und ihre Abneigung gegen künstliche Emotionalität in TV-Moderationen.
Genre-Vielfalt: Die Vor- und Nachteile von Romanen (Einsamkeit), Theaterstücken (Kollaboration) und Drehbüchern (Reichweite, z.B. Tatort).
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Eric Joel ChauvistreJan Bergrath stellt seinen Kriminalroman Kalt erwischt vor, der im Speditionsmilieu spielt. Er berichtet aus eigener Erfahrung als ehemaliger Fernfahrer und aktueller Fachjournalist von den harten Arbeitsbedingungen der Branche (Überwachung, Preisdruck). Zudem schildert er seine investigative Recherche für das ZDF-Magazin "Frontal 21", bei der er Sicherheitslücken im deutschen LKW-Maut-System aufdeckte. Bergrath liest eine Passage aus seinem Roman, in der ein Mord durch einen rückwärtsfahrenden LKW geschildert wird. Ein weiteres Thema ist seine Tätigkeit als Betreiber des Kölner "Theaters am Eifelturm" und Produzent von Branchen-Kabarett.
Beate Sauer präsentiert ihren historischen Kriminalroman Die Buchmalerin, erschienen im Grafit Verlag. Sie spricht über ihr Studium der katholischen Theologie und wie theologische Fragen in ihre Bücher einfließen (auch in Der Heilige in deiner Mitte). Sauer liest eine atmosphärische Szene aus Die Buchmalerin, die die Herstellung von Farben aus Edelsteinen im Mittelalter detailliert beschreibt.
Am Ende der Sendung gedenken die Moderatoren zweier Todesfälle im familiären Umfeld des Teams.
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Eric Joel ChauvistreDie Sendung beginnt mit einem Hinweis auf ein ausgefallenes Interview mit der Autorin Anne Chaplet; stattdessen liest die Moderatorin (Heike Klaes) eine Passage aus Chaplets Roman Sauberer Abgang.
Nach einem Rückblick auf die Leipziger Buchmesse begrüßen die Moderatoren Volker König und Jürgen Schumacher, die Herausgeber der Essener Literaturzeitschrift "Der Storch". Im Interview berichten sie über die Gründung des Magazins, ihre Kriterien für die Textauswahl (handwerklich gut, unterhaltsam, nicht zwingend politisch korrekt) und den Vertrieb als "Hobbyprojekt" über das Internet. Zudem erwähnen sie ihre eigenen literarischen Werke (Schumacher: Dicke Enden, König: Tantenfieber - Korrektur: Im Text wird "Tantenfieber" Volker König zugeordnet, "Dicke Enden" Jürgen Schumacher).
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Interview mit der Kriminalschriftstellerin Irene Rodrian. Sie wird als erste deutsche Krimiautorin gewürdigt. Rodrian erzählt von den Schwierigkeiten in den Anfangsjahren, als deutsche Krimis kaum verlegt wurden, und von ihren Vorbildern. Sie spricht über den Unterschied zwischen Roman- und Drehbuchschreiben und stellt ihren neuen Roman Eisiges Schweigen vor, der dritte Teil ihrer in Barcelona spielenden Reihe um die Detektei "Simona Cinco".
Die Sendung beinhaltet zahlreiche Rezensionen:
Ladylike von Ingrid Noll.Karrieresprung von Klaus Erfmeyer (Debütroman eines Rechtsanwalts).
Friesische Todessinfonie von Theodor J. Reisdorf.
Hörbücher: Das vergessene Pergament (Philipp Vandenberg) und das Sachbuch Der Heilige Gral und seine Erben (Baigent et al.).
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Eric Joel ChauvistreDas Gespräch beginnt mit sehr persönlichen Einblicken in Berndorfs Leben: Er schildert ein traumatisches Erlebnis als Kind im Zweiten Weltkrieg in Osnabrück und berichtet von seiner Zeit als Kriegsreporter (u.a. Vietnam). Berndorf erklärt, wie die dort erlebte Gewalt ihn in den Alkoholismus trieb und wie er durch den Entzug und das Schreiben einen neuen Lebensweg fand. Er übt zudem deutliche Kritik an der Sensationsgier moderner Kriegsberichterstattung.
Im weiteren Verlauf thematisiert Berndorf seine Metamorphose vom Journalisten Michael Preute zum Krimiautor Jacques Berndorf. Er beschreibt seinen Umzug in die Eifel, die anfängliche Skepsis der Dorfbewohner und den heute herrschenden "Kult", der bis zu touristischen Belagerungen seines Privathauses führt.
Berndorf liest die satirische Kurzgeschichte "Nachrichten aus dem Busch", die vom Leben einer Eifler Dorfbewohnerin namens Roswitha, ihren Schönheitsoperationen und ihrem tragikomischen Ende erzählt.
Diskutiert werden zudem:
Der Roman Die Raffkes (Wirtschaftskriminalität, Schauplatz Berlin).Die Arbeit am kommenden Roman Eifel-Träume.
Seine Freundschaft zum Verleger und Autor Ralf Kramp und die Herausgeberschaft der Anthologie Mordseifel.
Die Zusammenarbeit mit dem Grafit-Verlag und Verleger Rutger Booß.
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren begrüßen die Kriminalschriftsteller Silvia Kaffke und Horst Eckert im Studio. Beide stellen ihre aktuellen Neuerscheinungen vor und diskutieren über ihre schriftstellerische Entwicklung.
Silvia Kaffke präsentiert ihren Roman Totenstill (KBV Verlag). Sie erläutert die Weiterentwicklung ihrer Protagonistin, der Profilerin Barbara Post, und deren Beziehung zu ihrem Partner Thomas. Kaffke spricht über ihren Verlagswechsel von Fischer zum kleineren KBV Verlag von Ralf Kramp und lobt die dortige intensive Betreuung. Zudem erwähnt sie ihre Arbeit an der Drehbuchadaption ihres Vorgängerromans Herzensgut.
Horst Eckert stellt seinen Roman 617 Grad Celsius (Grafit Verlag) vor. Er erklärt den Titel (Zündtemperatur von Erdgas) und berichtet von seinen Recherchen bei Brandursachenermittlern. Diskutiert wird auch seine erzählerische Technik, verschiedene Zeitebenen (u.a. die 70er Jahre/Bhagwan-Bewegung) zu verknüpfen, sowie die moralische Ambivalenz seiner Figuren. Eckert äußert sich zudem zu seiner vergangenen Tätigkeit als Sprecher der Autorenvereinigung "Das Syndikat".
Ein zentrales Thema ist die Vernetzung der beiden Autoren: Sie berichten von "Crossovern", bei denen Figuren des einen Autors in den Romanen des anderen auftauchen (z.B. Eckerts Figur Ela Bach in Kaffkes Werk), sowie von ihrer gemeinsamen Beteiligung am Anthologie-Projekt Hotel Terminus.
Die Sendung beinhaltet zudem Rückblicke auf das Krimifestival "Die Kriminale" im Sauerland, inklusive der Verleihung des Ehrenglausers an Ingrid Noll, sowie Leseempfehlungen der Moderatoren und Gäste (u.a. Jürgen Ehlers).
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Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren begrüßen das Essener Autorenduo H.P. Karr und Walter Wehner (Karr & Wehner) im Studio. Im Mittelpunkt steht ihr gemeinsames Projekt Hotel Terminus, ein Kriminalroman, der als Gemeinschaftswerk von zwölf renommierten deutschsprachigen Krimiautoren entstand.
Die Herausgeber Karr & Wehner erläutern das Konzept: Ein fiktives Hotel dient als Kulisse für Episoden, die von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden, während sie selbst die Rahmenhandlung um das Hotelpersonal (Portier Henk, Hausdame Diana, Barkeeper Juan) schrieben und die redaktionelle Koordination übernahmen. Sie berichten von der Zusammenarbeit mit Autoren wie Ralf Kramp, Silvia Kaffke, Horst Eckert, Edith Kneifl und Peter Zeindler sowie von der Kooperation mit dem Aufbau-Verlag. H.P. Karr liest zudem den Beginn der Rahmenhandlung vor.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Tätigkeit von H.P. Karr als Leiter des Bochumer Krimi-Archivs. Er gibt Einblicke in die Arbeit am "Lexikon der deutschen Krimi-Autoren" (online und als Print) und die Organisation der Jury für den Deutschen Krimi Preis. In diesem Kontext wird der Unterschied zwischen dem undotierten Kritikerpreis (Deutscher Krimi Preis) und dem Autorenpreis des Syndikats (Friedrich-Glauser-Preis) diskutiert. Auch die Rolle der Autoren bei der Organisation des Krimifestivals "Die Kriminale" und Anthologie-Projekten wie "Mord am Hellweg" wird thematisiert.
Zum Abschluss kündigen die Moderatoren kommende Sendungen mit Horst Eckert (617 Grad Celsius) und Silvia Kaffke (Totenstill) an.
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Eric Joel ChauvistreIm Mittelpunkt des Interviews steht Peter Heilmann ´s Weg vom Polizisten zum Schriftsteller. Er diskutiert die Diskrepanz zwischen realer Polizeiarbeit und fiktiven Kriminalromanen, was ihn dazu motivierte, eigene, authentischere Bücher zu schreiben. Er liest eine Passage aus seinem Kriminalroman Durchgeknallt (Lumen Verlag). Zudem präsentiert er sein Hobby, die Holzschnitzerei, anhand von mitgebrachten Exponaten. Ein weiterer persönlicher Aspekt ist sein Glaube (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage), der ihm während seiner Dienstzeit, insbesondere bei Einsätzen mit Suizidgefährdeten, Kraft gab.
Per Telefon wird die Verlegerin Frau Paul (Lumen Verlag, Freiburg) zugeschaltet. Sie berichtet über die Entdeckung Heilmanns, die Besonderheit seiner "Ruhrpott-Sprache" im Lektorat und das Verlagsprojekt "Bittere Tränen" (Texte über Missbrauch).
Zusätzlich stellen die Moderatoren folgende Neuerscheinungen vor:
Das Schwebebahn-Komplott und Wupper von Andreas Schmidt (KBV).Haute Cuisine von Susan Kelly (Grafit).
Der dritte Fehler und Die dünne Linie von Matthias Christiansen.
Hart an der Grenze von Ralf Kramp.
Abschließend wird auf eine Lesung der 86-jährigen Autorin Adrian Manns in der Stadtbücherei Essen hingewiesen.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Aufzeichnung dokumentiert die Veranstaltung "Mordshäppchen in Bluesvariationen" im Rahmen des Krimifestivals "Mord am Hellweg" (Teil 3 der Berichterstattung des Literaturkaffees) im Haus Schmülling in Bergkamen. Die Moderation führt in den Abend ein.
Im Mittelpunkt stehen Lesungen verschiedener Autoren, begleitet von der Sängerin Joy Fleming:
Sandra Lüpkes liest ihre Kurzgeschichte "Das Wunder von Emden". Darin entdeckt eine Familie auf dem Rosinenstuten der Großmutter das Abbild der Jungfrau Maria. Der Versuch, das Gebäckstück gewinnbringend im Internet zu versteigern, scheitert an der gefräßigen Großmutter.Dr. Herbert Knorr, Festivalleiter und Autor, trägt schwarzhumorige Lyrik vor ("Ein Problem im Garten", "Am Straßenrand stand ein Skelett") sowie einen satirischen Monolog in Form eines Telefonats. In diesem schildert ein Ehemann (Werner) seinem Freund Heinz den "tragischen" Absturz seiner Frau Hilde (oder umgekehrt, Rollenspiel) in den Alpen, um endlich den ersehnten Urlaub an der Nordsee verbringen zu können.
Jürgen Ehlers liest die Kurzgeschichte "Das Huhn". Die Erzählung handelt von einer alternativen Hofgemeinschaft ("Wollsteinhof"), die einen betrügerischen und störenden Mitbewohner namens Gero ermordet, an die Schweine verfüttert und die Knochenreste den Hühnern als Kalkzusatz gibt.
Die Veranstaltung zeichnet sich durch die Verbindung von kulinarischem Thema ("Häppchen"), Kriminalliteratur und Blues-Musik aus.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Ralf Bienko (Kowalewski) und Heike Klaes eröffnen die erste Ausgabe der Sendung unter dem Titel "Der Literaturkaffee". Bienko kündigt an, sich künftig stärker in den Hintergrund zurückzuziehen und die Moderation an Klaes zu übergeben. Zu Gast ist das Essener Autoren-Duo H.P. Karr und Walter Wehner (auch als "K. und W." bezeichnet [ Im Transkript "HPK" genannt ] )
Im Zentrum des Gesprächs steht ihre gemeinsame Kriminalroman-Reihe um den Videokameramann Gonzo Reck, der in Essen ermittelt. Die Autoren geben Einblicke in den Entstehungsprozess des geplanten fünften Bandes und diskutieren ausführlich die wirtschaftlichen Veränderungen im Buchmarkt, insbesondere die Konzentration von Verlagen (Random House, Ullstein-Heyne-List) und den Konkurs ihres früheren Verlages Haffmanns. Zudem erläutern sie die Bedeutung des Friedrich-Glauser-Preises, die Arbeit für Radio-Krimishows (WDR mit Thomas Hackenberg) und ihre Tätigkeit für Anthologien (Grafit Verlag).
Im Verlauf der Sendung lesen Karr und Wehner mit verteilten Rollen ihre Kurzgeschichte "Der Moosrosen-Kavalier", eine Episode aus dem Gonzo-Universum.
Die Sendung beinhaltet zudem zahlreiche Buchbesprechungen der Moderatoren und Gäste:
Grappa im Netz (Gabriella Wollenhaupt)Ingrid (Felix Thijssen)
Es lebe der Präsident (Ole Bornemann)
Sachbuch/Biografie: Die Gruner + Jahr Story (Wolf Schneider) und eine kritische Auseinandersetzung mit der Peter-Ustinov-Biografie von John Miller im Vergleich zu Ustinovs eigenem Werk Der alte Mann und Mr. Smith.
Krimi-Tipps aus dem Grafit Verlag: Krähenbrut (Rita Knott) und Ziegelbrand (Wilfried Eggers).
Abschließend wird auf den "Krimi-Stammtisch" in der Essener Lichtburg hingewiesen.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie beiden Moderatoren feiern das einjährige Bestehen der Sendung "Der Literaturkaffee" und blicken kurz auf vergangene Gäste zurück. Als Studiogast begrüßen sie die Duisburger Autorin Patricia Vohwinkel.
Das Gespräch beleuchtet Vohwinkels facettenreiche Biografie, darunter ihre Anekdoten als Sperrmüllsammlerin während des Studiums und ihre Leidenschaft für Rockmusik. Ein zentrales Thema ist ihr analoger Schreibprozess: Vohwinkel verfasst ihre Manuskripte handschriftlich mit Füllfederhalter und betont die Disziplin und Melodie, die dadurch im Text entsteht. Sie diskutiert zudem ihr Verständnis des Begriffs "Gothic" als literarische Tradition (Edgar Allan Poe) jenseits moderner Szene-Klischees.
Im Werkstattgespräch geht es um ihren Debütroman Zufällig Elchtod und den Protagonisten Jakob de Vries, einen Pathologen, dessen Spitzname "Elchtod" auf seine Vorliebe für skandinavische Metal-Musik zurückgeht. Die Autorin liest zudem zwei Passagen aus ihrem Kurzgeschichtenband Blutnacht: die schwarzhumorige Weihnachtsgeschichte Stille Nacht, Heilige Nacht und die verschwörungstheoretisch angehauchte Story Ich werde David Beckham töten (Thematik: Illuminaten und die Zahl 23).
Zusätzlich stellen die Moderatoren folgende Neuerscheinungen vor:
Schnee von gestern von Manfred H. Krämer (alias Klimek im Transkript genannt, korrekt ist hier Manfred H. Krämer oder das Pseudonym des Autors, im Transkript "Klimek") – Anmerkung: Im Transkript wird der Autor als "Klimek" bezeichnet, gemeint ist wahrscheinlich der Roman von Manfred H. Krämer oder Friedrich Ani als Gabor Klimek, hier spezifisch "Rentner Karl Heinz Schmidt".Fotofinish von Jac. Toes (Niederlande).
Raid und der Legionär von Harri Nykänen (Finnland).
Mordseifel (Anthologie), herausgegeben von Jacques Berndorf.
Der Spinner (Hörbuch) von Ralf Kramp, gelesen von Kalle Pohl.
Abschließend wird auf eine Lesung der Autorin im Duisburger Innenhafen ("Past Show") hingewiesen.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren Heike Klaes und Ralf Bienko (Kowalewski) führen durch die Sendung, die mit Buchrezensionen beginnt. Heike Klaes stellt zwei Kriminalromane von Frauen vor: Schön, blond, reich und tot von Margarita Oggero (Grafit Verlag) und Der Tod ist ein langer, trüber Fluss von Mischa Bach. Im Anschluss diskutieren die Moderatoren über die Autorin Mischa Bach, ihre Vielseitigkeit (Theater, Drehbuch) und die aktuelle Arbeit an der Verfilmung ihres Romans Herzensgut (gemeinsam mit Sylvie Kafka). Zudem wird der Start des neuen Radioformats "Crime Talk" in Gelsenkirchen angekündigt.
Hauptgast der Sendung ist der Journalist und Schriftsteller Werner Schmitz, der als einer der Wegbereiter des "Ruhrgebietskrimis" gilt. Er spricht über seine lange Abstinenz vom Bücherschreiben (ca. 17 Jahre) und stellt seinen neuen Roman Schreiber und der Wolf vor. Zentrale Themen des Interviews sind:
Biografie und Karriere: Schmitz berichtet von seiner Zeit beim Bochumer Stadtmagazin Marabo in den 80er Jahren und seinem Wechsel zum Magazin Stern, wo er seit 15 Jahren als Reporter arbeitet. Er erläutert, warum er seine frühere Beamtenlaufbahn im Tiefbauamt aufgab (u.a. wegen des Radikalenerlasses).Schreibstil und Recherche: Schmitz definiert seinen Stil als journalistisch geprägt ("Finden statt Erfinden") und beschreibt seinen Wandel vom Sozio-Krimi (Vorbild: Sjöwall/Wahlöö) hin zum "Hardboiled"-Stil amerikanischer Prägung (Hammett/Chandler), adaptiert auf das Ruhrgebiet.
Der neue Roman: Schreiber und der Wolf thematisiert die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland, basierend auf einer realen Stern-Recherche über einen von einem Baron erschossenen Wolf. Die Figur Hannes Schreiber ist analog zum Autor gealtert, lebt nun in Hamburg und ist desillusionierter.
Politik und Bedrohung: Schmitz erzählt Anekdoten über Reaktionen auf seine Texte, von der Gleichgültigkeit mächtiger Politiker bis hin zu Bedrohungen durch Neonazis (Erwähnung auf einer "Targetlist").
Zum Abschluss liest Werner Schmitz eine Szene aus Schreiber und der Wolf (Jagdszene im Schnee). Ralf Bienko weist abschließend auf das Krimifestival "Die Kriminale" am Niederrhein hin.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreDie Moderatoren begrüßen die Autorin Sinje Beck im Studio. Sie ist nach Rainer Sowa die zweite Autorin aus dem Siegerland, die in der Sendung vorgestellt wird. Beck, die hauptberuflich als Werbetexterin und freie Journalistin für die Siegener Zeitung arbeitet, spricht über ihren Werdegang vom ersten Roman Deckname Werner hin zu ihrem aktuellen Werk Einzelkämpfer (Gmeiner Verlag).
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht ihr Protagonist Heiner Himmel, ein Arbeitsloser, der sich als "Ich-AG" für 7 Euro die Stunde vermietet. Beck erläutert ihre Entscheidung, aus der männlichen Perspektive zu schreiben, und diskutiert mit den Moderatoren humorvoll über Klischees des männlichen Single-Lebens (Unordnung, "Verlotterung"). Zudem thematisiert sie ihren intuitiven Schreibprozess, bei dem sich die Handlung oft erst während des Schreibens entwickelt, sowie die Besonderheiten des Siegerlandes als Schauplatz.
Neben dem Interview präsentieren die Moderatoren diverse Buch- und Hörbuchtipps:
Buchvorstellungen: Jan Zweiers Als der Himmel verschwand (Thema: Himmelsscheibe von Nebra), Peter Gerdes' Solo für Sopran (Schauplatz Langeoog) und Jacques Berndorfs Thriller Ein guter Mann, den Heike Klaes als ihr persönliches "Buch des Jahres" bezeichnet.Hörbuch-Rubrik: Einführung einer neuen Sendrubrik mit Empfehlungen zu Böse Nachtgeschichten (gelesen u.a. von Udo Wachtveitl) und der nostalgischen Hörspielreihe Die Dame im Nebel.
Abschließend wird auf eine anstehende gemeinsame Lesung von Sinje Beck, Jan Zweier, Theo Pointner und Reinhard Junge im Bochumer Tierpark hingewiesen.
[KI Generierte Zusammenfassung anhand der Transkription]
Eric Joel ChauvistreSandra Lüpkes