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Archivische Beschreibung
Essen erinnern mit Ernst Schmidt
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Knackpunkt
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Essen erinnern mit Ernst Schmidt
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Nordkultur
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Knackpunkt
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Essen erinnern mit Ernst Schmidt
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Knackpunkt
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Ohne Titel
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Radiogeschichtswerkstatt
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Lichter der Großstadt, Großstadtgeschichten.
Geschichten aus der Stadtgeschichte, eine Sendung der neuen Essener Welle auf dieser Frequenz, immer 14-tägig.
In unserer Reihe Dr. Ernst Schmidt erzählt, setzen wir unsere Sendungen zum Thema kirchlicher Widerstand in Essen in der Zeit des Nationalsozialismus fort.
Dr. Ernst Schmidt, der bekannte Essener Lokalhistoriker und Mitarbeiter des Roland Museums, erzählt über Widerstand der Kirchen in Essen.
das Ernst Moritz-Arndt-Haus in der Julienstraße 39 und das Pfarrhaus in der Reginenstraße 47.
Obgleich im Reich die dem NS-Regime ergebene Glaubensbewegung deutsche Christen dominierte, war das in Essen anders.
Hier gehörte die Mehrheit der Gemeinden zur bekennenden Kirche um Martin Niemöller.
Repräsentant war der Rüttenscheider Pfarrer Heinrich Held.
Sein Pfarrhaus in der Reginenstraße 47
und das Ernst Moritz Arndt Haus in der Julienstraße 39 nur durch einen Garten getrennt, waren während des NS-Regimes Leuchttürme des evangelischen Kirchenkampfes.
Heinrich Held, Mitglied des rheinischen und altpreußischen Bruderrates,
Mehrfach von der Gestapo verhört und festgenommen, leitete die in seiner Wohnung untergebrachte Geschäftsstelle der evangelischen Bekenntnis-Synode im Rheinland.
Zunächst unter dem Titel, Briefe zur Lage, später dann mit an alle Pfarrer, Ältesten und Gemeindemitglieder der bekennenden Kirche überschrieben, erschien hier jene Publikation, die auf grünem Papier gedruckt,
sehr bald die Bezeichnung Grüne Briefe erhielt.
Verfasser der Briefreihe war Heinrich Held.
Er und seine Mitarbeiter verschickten von Essen aus auch zahlreiche Informationen, Traktate und Broschüren
an Empfänger im Rhein-Ruhr-Gebiet.
Dazu gehörten auch die Fürbittelisten mit den Namen derer, die um ihres Glaubenswillen von den Nazis verfolgt, gemassregelt oder inhaftiert wurden.
Seit 1989 erinnert eine auf Beschluss des Rates der Stadt Essen am Ernst Moritz Arndt Haus in der Julienstraße 39 angebrachte Hinweistafel an die Zentrale der bekennenden Kirche in unserer Stadt.
Und das ist das Beste.
Das Wohnhaus Heinemann Schinkelstraße 34.
Hier wohnte vom 1.
Oktober 1936 bis zu seinem Tode am 7.
Juli 1978 Dr. Dr. Gustav Heinemann.
Neben den Pfarrern Heinrich Held, Johannes Böttcher, Wilhelm Busch, Friedrich Gräber und vielen anderen zählte er während des evangelischen Kirchenkampfes in Essen zu den Aktiven der bekennenden Kirche.
Als Laie gehörte er dem rheinischen Bruderrat und der ersten Bekenntnis-Synode der Deutschen Evangelischen Kirche in Barmen an.
Um eine Beschlachtnahme der von Pfarrer Heinrich Held herausgegebenen grünen Briefe der Bekenntnis-Synode im Rheinland zu erschweren, wurden diese oftmals im Keller der Wohnung von Dr. Dr. Heinemann versandfertig gemacht.
Hier stand auch ein Abziehapparat für kleinere Drucksachen.
Nach dem Ende der NS-Diktatur im Jahre 1945 wählte man auf der Kirchenversammlung in Treiser Dr. Dr. Heinemann als Vertreter der Laien in den Rat der Evangelischen Kirche.
Als Mitglied der CDU war er vom 30.
Oktober 1946
bis zum 19.
Oktober 1949 Essens Oberbürgermeister.
Danach berief man ihn am 20.
September 1949 als Bundesminister des Innern in das erste Kabinett Adenauer.
Schon ein Jahr später, am 11.
Oktober 1950, trat er zurück, weil Adenauer ohne Wissen des Kabinetts den Westmächten einen Wehrbeitrag angeboten hatte.
Im November 1952 verließ er die CDU und gründete die Gesamtdeutsche Volkspartei, die sich allerdings 1957 wieder auflöste.
Fortan gehörte er der SPD an.
war in den Jahren 1966 bis 1969 Bundesjustizminister und vom 1.
Juli 1969 bis zum 30.
Juni 1974 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
Auf Beschluss des Rates der Stadt Essen wurde 1989 am ehemaligen Wohnhaus der Familie Heinemann in der Schinkelstraße 34 eine Hinweistafel aufgestellt.
Das war's für heute.
Bis bald.
Der Kartoffelkeller in der Hafenstraße 25 Während des Kirchenkampfes in der NS-Zeit zählte Pfarrer Wilhelm Viehbahn von der evangelischen Kirchengemeinde Berge-Borbeck zu den Aktivisten der Glaubensbewegung Deutsche Christen.
In einem am 11.
Februar 1935 verfassten Bericht der NSDAP Ortsgruppe Berge-Borbeck, Germania Straße 40,
Schrieb man über ihn, Farof Jiban trat 1932 in die Partei ein, nachdem er sich schon vorher öffentlich zu uns bekannt hatte.
Er ist deutscher Christ und beteiligte sich bis Ende 1934 über das taktisch kluge Maß hinaus am Kirchenstreit.
Diese Charakteristik erklärt, warum Wilhelm Viehbahn der Bekenntnisgemeinde nicht gestattete, in der Fahrkirche Bottropper Straße 295 eigene Gottesdienste abzuhalten.
Nach anfänglichem Asyl bei der evangelischen Missionsgesellschaft Bottropper Straße 276
benutzte sie dazu ein ehemaliges Kartoffellager im Hinterhof des Hauses Hafenstraße 25.
Ein überlieferter Artikel beschreibt den Ort wie folgt.
Durchschreitet man das Tor, so gelangt man auf einen wenig einladenden Hof, auf dessen rechter Seite sich eine kurze Treppe befindet, die zu einem kleinen Saale führt.
Man sieht es diesem Gebäude schon von außen an, dass sein ursprünglicher Bestimmungszweck ein anderer gewesen ist als der, dem es heute dienen darf.
Bis zu seiner neuen Bestimmung war nämlich in ihm ein Kartoffellager untergebracht.
Als aber die Berge-Borbecker Bekenntnisgemeinde ihre Entscheidung getroffen und sich zu einer eigenen Gemeinde zusammengeschlossen hatte, da ging sie mit frischem Mut daran, aus diesem ehemaligen Kartoffellager
einen würdigen Kirchenraum zu gestalten.
Von welchem Eifer und Opfergeist die Glieder der Bergeborbecker Bekenntnisgemeinde beseelt waren, das bezeugt die Tatsache, dass die Männer, nachdem sie in den Bergwerken ihren schweren, gefahrvollen Beruf erfüllt hatten, in ihren freien Stunden eigenhändig an die schwierige Umgestaltung und Ausschmückung des Lagers herangingen.
Zuerst mussten Fenster gebrochen werden, damit Licht und Luft in den dunklen Raum hinein gelangen konnte.
Als dann mussten die Wände gekälkt und Decke und Boden hergestellt werden.
Als der Raum so weit hergerichtet war, galt es Stühle und Bänke zu beschaffen.
Die billigsten Stühle, die bereits in den Wirtshäusern abgestellt waren, wurden zu geringen Preisen gekauft.
Die Bänke stellten die Männer selbst her.
Ein kleiner Ofen vermag den kleinen Saal vollauf zu erwärmen.
Hilfreiche Freunde seuchten dafür, dass die arme Kirchengemeinde unter Kohlenmangel nicht zu leiden braucht.
Soweit der Bericht über den Kartoffelkeller.
Essensjugendfahrer Wilhelm Busch, ebenfalls der bekennenden Kirche zugehörig, leistete tatkräftige Hilfe.
Da die Gemeinde stark zunahm, wurde hier ab 1.
Oktober 1936 eine Hilfsbredigerstelle eingerichtet.
Das war es auch schon fast wieder, die neue Essener Welle mit ihrer 14-tägigen Geschichtssendung aus der Geschichte der Stadt Essen.
Dr. Ernst Schmidt, der Essener Lokalhistoriker, erzählt.
Aber keine Angst, es geht weiter in 14 Tagen.
Wird auch weiterhin unser Thema sein, der Kampf der Kirchen gegen die Nationalsozialisten.
Da wird es gehen unter anderem um Pater Unterberg, um Pfarrer Kräuse,
Es wurde mit dem alten Borbäcker Markt berichtet und die letzte Geschichte, die Dr. Ernst Schmidt erzählen wird, handelt um das KZ-Außenlager Schwarze Poth.
Was bleibt, sind noch einige Hinweise auf andere Sendungen der neuen Essen der Welle hier auf dieser Frequenz.
Hören Sie doch mal rein, Dienstagabend, 18.30 Uhr, Entschuldigung, 18.30 Uhr, das NEW-Magazin, aktuelle, kulturelle und politische Beiträge, jenseits des Mainstreams, wie man so schön sagt, also etwas ausgefallenere Musik und Informationen.
Und dann Mittwoch, jeden Mittwoch um 9.30 Uhr, die aktuelle Themensendung der neuen Esnavelle, Knackpunkt, jeden Mittwoch um 9.30 Uhr.
Also hören Sie mal rein.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und noch einige Klänge jetzt von Baden-Powell, der die heutige Sendung musikalisch umrahmte.
... Musik ...
Ja, ja.
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Radiogeschichtswerkstatt
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Knackpunkt u. Lichter der Großstadt
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